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26. Dezember 2013

Die deutsch-isländische Schriftstellerin Helga M. Novak ist gestorben

Die deutsch-isländische Schriftstellerin Helga M. Novak (Pseudonym für Maria Karlsdottir) wurde am 8. September 1935 in Berlin-Köpenick geboren; sie ist am 24. Dezember 2013 in Rüdersdorf bei Berlin gestorben.

Bild: http://www.schoeffling.de/autoren/helga-m-novak

Sie begann als Verfasserin von politisch geprägter Lyrik, in der die massiven Eingriffe des ostdeutschen Staates ins Privatleben angeprangert werden; später erfolgte der Übergang zu realistischer Naturlyrik. Ihre Prosa ist anfangs dokumentarischer Natur; bedeutend sind ihre beiden autobiografischen Romane Die Eisheiligen und Vogel federlos. Novak hat außerdem eine große Zahl von Hörspielen verfasst. Trotz ihres umfangreichen, von der Kritik überwiegend positiv bewerteten Werkes nahm sie innerhalb der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur eine Außenseiterstellung ein.

Helga M. Novak gehörte seit 1972 dem Verband deutscher Schriftsteller und seit 1971 dem PEN-Zentrum Deutschland an. 1992 bekannte sie sich öffentlich zu ihrer früheren Betätigung als inoffizielle Mitarbeiterin für das Ministerium für Staatssicherheit. Seit 1987 lebte sie in Legbąd, Powiat Tucholski (Tuchel)/Polen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Helga_M._Novak

«Creative Commons Attribution/Share Alike» 

Eine Nomadin der Poesie

1965 hatte sie mit der «Ballade von der reisenden Anna» debütiert; fortan veröffentlichte sie in regelmässigen Abständen Gedichte und Prosa, nahm an den Treffen der Gruppe 47 teil, aber blieb ungeachtet zahlreicher Preise gleichwohl immer eine Figur am Rande: geografisch wie poetisch. Ihre lyrische Anarchie war bald zu politisch, bald für den Zeitgeschmack zu nah am Naturgedicht.

Roman Bucheli

http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/uebersicht/eine-nomadin-der-poesie-1.18210961

Helga M. Novak zählt zu den großen und bedeutenden deutschsprachigen Schriftstellerinnen. Sie kann auf ein umfangreiches, anerkanntes und engagiertes Werk zurückblicken und hat die deutschsprachige Literatur in den vergangenen fünfzig Jahren mit einer eigenen und unverwechselbaren Stimme geprägt. Ihre Gedichte spiegeln politische Ereignisse wider, sind zugleich aber auch ganz  persönliche künstlerische Äußerungen, in denen sich das rastlose Leben der Dichterin offenbart.

http://www.meersburg.de/153

Mehr:

http://de.wikipedia.org/wiki/Helga_M._Novak

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 26. Dezember 2013
  • Theater, Kabarett, Literatur

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