19. April 2014
«Die Pfahlbauer – Am Wasser und über die Alpen»
Ausstellung Bernisches Historisches Museum / Einstein Museum Bern, bis am 26. Oktober 2014

Ausstellung mit Museumspark
Seit in der Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Überreste von Pfahlbauten aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit geborgen worden sind, ist die damalige Lebensweise intensiv erforscht worden.
Funde in ungewöhnlichen Mengen und Holzbauten in einmaligem Erhaltungszustand machen die Pfahlbauten zu einem Kulturgut von Weltrang. Diese Funde zeigen, dass Siedlungen an Seeufern in der Zeit von 4300 bis 800 v. Chr. im gesamten Alpenraum existierten.
«Dank» dem fortschreitenden Abschmelzen der Gletscher werden nun auch in höheren Lagen Objekte aus der Pfahlbauzeit gefunden. Diese belegen, dass das Hochgebirge für die damaligen Menschen weder unüberwindliche Barriere noch unwirtliches Niemandsland war, sondern ihnen vielmehr als Lebensraum diente.
Die Ausstellung erweckt die Pfahlbauer auf einer Fläche von 1’200 m² zum Leben. Hochkarätige Exponate, anschauliche Modelle, Figurinen und grossformatige Leuchtbilder bringen den Besuchenden den Alltag der damaligen Bewohner unserer Region näher.
Zu entdecken sind die Seeufersiedlungen und die Gletscherfunde, die erstmals zu sehen sind. Als Höhepunkt erwartet die Besuchenden die Ausrüstung des jungsteinzeitlichen Jägers vom Schnidejoch (Berner Oberland), dem Schweizer «Ötzi».
Im Museumspark ist zu erleben, wie zwei Pfahlbauhäuser im Originalmassstab entstehen und auf einem Acker prähistorische Getreidearten angebaut werden.
Jeweils mittwochs und sonntags können die BesucherInnen in einer Metallbearbeitungswerkstätte miterleben, wie Fundstücke aus einem frühbronzezeitlichen Grab mit damaligen Arbeitstechniken nachgebildet werden.
bhm
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Kommentare von Daniel Leutenegger