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11. Februar 2017

MILO RAU, PASOLINI UND DIE BEHINDERTEN

Das Schauspielhaus Zürich zeigt als Uraufführung «Die 120 Tage von Sodom» von Milo Rau nach Motiven von Pier Paolo Pasolini und Donatien Alphonse François de Sade.

Foto: © Toni Suter / T+T Fotografie

ERSTE MEDIENSTIMMEN:

Ein ganz grosser Wurf – ins Abseits

Milo Rau bringt «Die 120 Tage von Sodom» in den Schiffbau – mit dem Behindertentheater Hora. Ein Skandal? Gar nicht. Aber Blut, Schweiss, Samen und Tränen mischen sich mit dem Lehm der Langeweile.

Alexandra Kedves

http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/theater/ganz-grosser-wurf-ins-abseits/story/17146709

Wer hat schon Angst vor Sodom

Milo Rau zeigt im Zürcher Schiffbau das Stück «Die 120 Tage von Sodom» nach Motiven von Pasolini und Sade. Es ist eine Grenzerfahrung, die so nicht zu erwarten war.

Daniele Muscionico

https://www.nzz.ch/feuilleton/milo-rau-am-schauspielhaus-wer-hat-schon-angst-vor-sodom-ld.145027?reduced=true

Milo Rau, Pasolini und die Behinderten

Es sind die pointierten Mehrdeutigkeiten, die an dieser Inszenierung faszinieren, die in sich widersprüchlichen Situationen, die sie zu schaffen weiss. Im Plädoyer für die «heiteren Idioten» findet sie ihre direkte Botschaft, und da schrickt Milo Rau auch vor Pathos nicht zurück. Wenn es ein Skandalon gibt an diesem Abend, eine Zumutung im produktiven Sinn, dann ist es sein Moralismus.

Aber als wäre er vor sich selbst erschrocken, besänftigt Milo Rau das Pathos sogleich wieder mit erzählerischer Glätte und distanzierender Kontrolle – und nimmt dem Abend damit viel von seiner Kraft.

Andreas Klaeui

http://www.srf.ch/kultur/buehne/milo-rau-pasolini-und-die-behinderten

«Darf man das?» fragte rundum das besorgte Feuilleton und hoffte wohl insgeheim auf einen saftigen Skandal, der sich so richtig bewirtschaften liesse. Ja, man darf nicht nur, man muss geradezu. Denn was Milo Rau und die Theatertruppe Hora dem Publikum mit «Die 120 Tage von Sodom» vorlegt, erschüttert so sehr, wie es Theater kaum je vermag.

http://barfi.ch/Szene-Style/Urauffuehrung-von-Milo-Raus-Die-120-Tage-von-Sodom-in-Zuerich

Die Orgie als Befreiungstat

Der Theaterregisseur Milo Rau wagt etwas Ungewöhnliches: Er bringt Pasolinis Gewaltorgie «Die 120 Tage von Sodom» als Stück auf die Bühne des Züricher Schauspielhauses. Die Opfer der Gewalt: Behinderte, die in unserer heutigen Zeit der Pränataldiagnostik nicht mehr erwünscht seien, sagt Rau.

http://www.deutschlandradiokultur.de/milo-rau-ueber-die-120-tage-von-sodom-die-orgie-als.2156.de.html?dram:article_id=378532

Star-Regisseur Milo Rau: «Simples Provozieren ist etwas für Doofe»

Theater-Regisseur Milo Rau inszeniert die Sex- und Gewaltorgie «Die 120 Tage von Sodom» – mit geistig behinderten Schauspielern. Die «Nordwestschweiz» hat ihn zum Interview getroffen.

http://www.basellandschaftlichezeitung.ch/kultur/star-regisseur-milo-rau-simples-provozieren-ist-etwas-fuer-doofe-130960546

Eine Orgie mit Behinderten

Die elf Mimen des Theaters HORA haben Trisomie 21. Sie futtern Exkremente, zappeln am Kreuz, hecheln mit Hundehalsband. Völlern, quälen, parodieren – die Frage, wann die Grenze des Ertragbaren erreicht ist, entscheidet jeder für sich selbst.

http://www.heute.at/freizeit/szene/Die-120-Tage-von-Sodom-Eine-Orgie-mit-Behinderten;art23668,1397235

Kontakt:

http://www.schauspielhaus.ch/de/play/698-Die-120-Tage-von-Sodom

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 11. Februar 2017
  • Theater, Kabarett, Literatur

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