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27. Juni 2026

«BACKSTEIN RELOADED»

Ausstellung im Gewerbemuseum Winterthur, bis am 1. November 2026

Louis I. Kahn
, Haus des Nationalparlaments Dhaka, Bangladesch, 1963 - 1974
Foto: Raymond Meier, 2002 «What do you want, brick?» In einem seiner letzten grossen Werke, den Gebäuden des Nationalparlaments von Bangladesch, verbindet der amerikanische Architekt Louis I. Kahn moderne Architektur und lokale Bauweise mit Backsteinen.

Bild: Louis I. Kahn, 
Haus des Nationalparlaments, Dhaka, Bangladesch, 1963 – 1974
 – Foto: Raymond Meier, 2002 – In einem seiner letzten grossen Werke, den Gebäuden des Nationalparlaments von Bangladesch, verbindet der amerikanische Architekt Louis I. Kahn moderne Architektur und lokale Bauweise mit Backsteinen

«Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden», beschrieb es der Architekt Ludwig Mies van der Rohe treffend. Bietet dieses bekannte, oft unterschätzte und scheinbar banale Objekt also Stoff für eine ganze Ausstellung?

Studio Floris Wubben Brick Chair, 2024 ©Floris Wubben Der Designer verarbeitet extrudierte
und ungeschnittene Backsteinstränge zuungewohntenFormenundNutzun-gen. Damit hinterfragt er die Beziehung zwischen Mensch und Maschine sowie handwerklicher und industrieller Produktion.

Bild: Studio Floris Wubben, Brick Chair, 2024 © Floris Wubben – Der Designer verarbeitet extrudierte 
und ungeschnittene Backsteinstränge zu ungewohnten Formen und Nutzungen. Damit hinterfragt er die Beziehung zwischen Mensch und Maschine sowie handwerklicher und industrieller Produktion

Seit der Antike ist der Backstein ein zentraler Baustoff, der – Stein für Stein – Gebäude, Quartiere und Städte prägt und Geschichte erzählt. Von den Mauerwerken Roms bis zu zeitgenössischen Bauprojekten zeigt der Mauerziegel seine Vielfalt als Material, Gestaltungselement und Träger kultureller Bedeutung. Bis heute wird der natürliche Rohstoff Lehm aus Gruben gewonnen, geformt und zu Backsteinen gebrannt. Vom handgefertigten Vollstein bis zum wärmedämmenden Grossblockstein haben sich die Herstellungsver­fahren im Zuge der Industrialisierung und neuer ökologischer Herausforderungen jedoch stark verändert.

«Backstein Reloaded» vereint rund fünfzig Arbeiten aus Architektur, Design und Kunst, die das Material aus unterschiedlichen Blickwinkeln zeigen. Dabei stehen Herstellung, ökologische Eigenschaften sowie gestalterische und künstlerische Neuinterpretationen im Mittelpunkt. So zeigt die Ausstellung, wie ein traditionsreicher Baustoff noch heute viel­fältige Möglichkeiten eröffnet und sich immer wieder neu erfinden lässt.

Mit Werken und Projekten von

Alvar Aalto, FI / Josef Albers, DE/US / Atelier Polyhèdre, CH / Ellie Birkhead, UK / Boltshauser Architekten AG, CH / Pierre Culot, BE / Filip Dujardin, BE / Harun Farocki, DE / Patrick Fry, UK / Frédérick Gautier, FR / Gramazio Kohler Research, CH / Louis I. Kahn, US / Francis Kéré, BF/DE / Marijke Jans, BE / Bijoy Jain, Studio Mumbai, IN / ARGE KilgaPopp Architekten AG und Baumberger & Stegmeier AG, CH / Kollaboration Hochschule Luzern HSLU mit Kubrix AG, CH / Kollaboration Hochschule Luzern HSLU mit Zürcher Ziegeleien AG, CH / Kueng Caputo, CH / Mercedes Klausner and Anna Saint- Pierre, FR / Anupama Kundoo, IN/DE / Robert Mallet-Stevens, FR / Jorge Méndez Blake, MX / Raymond Meier, CH/US / Baptiste Meyniel, FR / Pinaffo Pluvinage, FR / Maria-Elena Pombo, US / Boonserm Premthada, TH / Zuzanna Skurka, DK / Studio BISKT, BE / Studio Eidola, CH / Olivier Vadrot, FR / Salla Vallotton, CH / Bram Van Derbeke, BE / Aurélien Veyrat, FR / Floris Wubben, NL

gmw

Kontakt:

https://gewerbemuseum.ch/de/ausstellungen/backstein-reloaded

Boltshauser Architekten AG Mehrfamilienhaus Kilchberg, 2019–2022 Foto: Kuster Frey Für das Mehrfamilienhaus in Kilchberg wurde ein
neu entwickeltes Zweischalenmauerwerk gebaut.
Die Fassade besteht aus wiederverwendeten Vollback- steinen eines Abbruchobjekts (Re-use-Steine), während die Innenwände aus ungebrannten Lehm- steinen konstruiert sind.


Bild: Boltshauser Architekten AG, Mehrfamilienhaus Kilchberg, 2019–2022 – Foto: Kuster Frey – Für das Mehrfamilienhaus in Kilchberg wurde ein 
neu entwickeltes Zweischalenmauerwerk gebaut.
 Die Fassade besteht aus wiederverwendeten Vollbacksteinen eines Abbruchobjekts (Re-use-Steine), während die Innenwände aus ungebrannten Lehmsteinen konstruiert sind.


#BacksteinReloaded #GewerbemuseumWinterthur #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 27. Juni 2026
  • Bildende Kunst, Fotografie, Grafik, Architektur, Design, Kulturförderung, Kulturvermittlung, Kultur- und Medienpolitik, Museum, Ausstellung, Galerie, Umwelt / Mitwelt

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