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14. April 2017

«HOW MUCH OF THIS IS FICTION.»

Gruppenausstellung im Haus der elektronischen Künste (HeK) Basel, bis am 21. Mai 2017

Bild: Arabian Street Artists, Homeland Is Not A Series (2015), http://www.hek.ch/informationen/presse.html

Die internationale Gruppenausstellung How much of this is fiction. zeigt politisch motivierte Medienkunst, die mit unterschiedlichen Formen der Täuschung arbeitet und sich damit kritischen künstlerischen Praktiken widmet, die sich an der Schnittstelle von Politik, Kunst, Theorie, Aktivismus und Medien bewegen.

How much of this is fiction. zeigt den Künstler als Trickster, der durch Tricks, Hacks und Falschmeldungen das verborgene Funktionieren von Machtstrukturen aufdeckt.

Im Zentrum der Ausstellung steht der Wunsch, eines der dringendsten politischen Themen unserer Zeit anzusprechen: eine radikale Verschiebung der Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit im öffentlichen Diskurs, in einer Welt, die zunehmend von einer post-truth-Politik geleitet wird.

How much of this is fiction. ist eine Reflexion über die Natur der Wahrheit in einer Zeit, die von gefälschten Nachrichten, Fehlinformationen und taktischer Propaganda bestimmt ist.

Nebst einer Reflexion über die Natur der Wahrheit, hat die Ausstellung auch eine historische Dimension: Viele der in der Ausstellung präsentierten Medieninterventionen sind bis zu einem gewissen Grad Vermächtnisse von Tactical Media; eine kulturelle und politische Bewegung der späten 1990er-Jahre. Die Künstler der Tactical Media-Bewegung waren die ersten, die die Macht der Kunst, die Praktiken der PR- und Werbewelten und einen experimentellen Ansatz, digitale Medien einzusetzen, kombinierten. Mit Hit-and-Run-Interventionen in der Mediensphäre zielten sie darauf ab, Chaos als Mittel zu politischer Veränderung einzusetzen.

How much of this is fiction. zeigt, wie uns der Einfluss dieser Medienbewegung bis heute beschäftigt. Führt man sich aktuelle Entwicklungen vor Augen, wie die Verwendung von Memes aus den sozialen Medien von politischen Extremisten, Live-Übertragungen von Polizei-Schiessereien auf sozialen und Mainstream-Medien-Plattformen auf der ganzen Welt, Trumps Mitternachts-Tweets, die Enthüllung des Überwachungsstaates durch die Aktionen von Edward Snowden und Wikileaks, so wird klar, dass die kritische Rolle der «do it yourself»-Medienpolitik so wichtig ist wie noch nie.

Die KünstlerInnen der Ausstellung eint der Wunsch, sich mit dringenden sozialen und politischen Ereignissen auseinanderzusetzen.

Die Ausstellung umfasst grossformatige Installationen der Schweizer KünstlerInnen Maia Gusberti, Mathias Wachter & Christopher Jud, !Mediengruppe Bitnik und UBERMORGEN, sowie spannende neu für die Ausstellung konzipierte Arbeiten von Morehshin Allahyari, HeHe und Ian Alan Paul. Für die Gestaltung der Ausstellung konnte der renommierte holländische Designer Ruben Pater gewonnen werden.

KünstlerInnen: Morehshin Allahyari, Heba Y. Amin, Arabian Street Artists (Caram Kapp und Don Karl), Mathieu Cherubini, Paolo Cirio, Coco Fusco, Paul Garrin, Maia Gusberti, HeHe, !Mediengruppe Bitnik, Robert Ochshorn, Julian Oliver & Danja Vasiliev, Ian Alan Paul, Superflux, The Yes Men, UBERMORGEN, Wachter & Jud.

Kuratiert von Annet Dekker und David Garcia in Zusammenarbeit mit Ian Alan Paul. Gruppenausstellung in Koproduktion mit Framer Framed, Amsterdam und FACT | Foundation for Art and Creative Technologies, Liverpool.

hek

Kontakt:

http://www.hek.ch/informationen/ueber-das-hek.html

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 14. April 2017
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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