25. Juni 2026
«(MIT)EINANDER – NHU XUAN HUA UND DIE SAMMLUNG»
Ausstellung im Fotomuseum Winterthur, vom 27. Juni bis am 11. Oktober 2026

Bild: Nhu Xuan Hua, Les Oubliées, Archive from the Year ‘70, aus der Serie Tropism, Consequences of a Displaced Memory, 2017–2022 © Nhu Xuan Hua, Courtesy der Galerie Anne-Laure Buffard
Mit der zweiten Ausgabe von «(Mit)einander» führt das Fotomuseum Winterthur den Dialog zwischen Sammlung und zeitgenössischen Künstler:innen fort. Die französisch-vietnamesische Fotografin Nhu Xuan Hua (1989) tritt dabei in einen Austausch mit Werken aus dem Bestand.
Der Titel verweist auf Begegnungen, die ein vielschichtiges Netz von Wechselwirkungen hervorbringen, indem Diversität und Differenz verbinden, statt zu trennen. In ihrer multidisziplinären Praxis befasst sich Nhu Xuan Hua mit der Konstruktion von Erinnerung, dem Gefühl der Entwurzelung und dem Erbe der Diaspora.
Ihre erste Publikation Tropism, Consequences of a Displaced Memory (Area Books, 2022) basiert auf Familienarchiven. Sie untersucht das Zusammenspiel von Gedächtnis, Zeit sowie digitaler Transformation und fragt, wie Erinnerungen, Emotionen und Traumata zugleich weitergegeben werden als auch verloren gehen.
Zwischen narrativer und konzeptueller Bildsprache, erweitert durch Mixed-Media, entwickelt Hua surreale, traumhafte Bilder, die die Vorstellungskraft öffnen und dem Vergessen entgegenwirken.
Neben ihrer künstlerischen Praxis arbeitet sie als Fotografin für internationale Modehäuser wie Dior, Maison Margiela, Kenzo und Gucci sowie für Magazine wie «Vogue», «TIME» und «Dazed Beauty».
Aus der Sammlung des Fotomuseum Winterthur werden Werke von Nobuyoshi Araki, Richard Avedon, Alan Belcher, Balthasar Burkhard, JH Engström, Ralph Gibson, Nan Goldin, Andreas Gursky, Rinko Kawauchi, Duane Michals, Aldo Sessa und Rolf Winnewisser gezeigt.
Biografie
Nhu Xuan Hua (1989) studierte Kunstgeschichte und Film, bevor sie 2011 den Fotografiekurs an der Auguste-Renoir-Akademie für Kunst und Design in Paris abschloss. Ein Jahr später zog sie nach London, wo sie nationale sowie internationale Fotoaufträge übernahm. 2021 kehrte Nhu Xuan Hua nach Paris zurück und entwickelte parallel zu ihrer Arbeit in der Modefotografie multidisziplinäre Narrative in ihrer künstlerischen Praxis.
Einzelausstellungen zeigte sie u. a. bei den Les Recontres de la Photographie in Arles, im Huis Marseille in Amsterdam, im Fotografie Forum Frankfurt sowie bei Autograph in London. Im Fotomuseum Winterthur wird Nhu Xuan Hua erstmals in einer Schweizer Institution gezeigt. Ihre Werke befinden sich in den Sammlungen des Centre National des Arts Plastiques (CNAP) in Paris, der JP Morgan Collection sowie im Huis Marseille, Museum für Fotografie in Amsterdam.
fmw
Kontakt:

Bild: Nhu Xuan Hua, La Cicatrice, le Muret et la Honte, aus der Serie Vows, Oysters and Tangerines, 2019 © Nhu Xuan Hua, Courtesy der Galerie Anne-Laure Buffard
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Kommentare von Daniel Leutenegger