Ausstellung in der Kunsthalle Palazzo, Liestal, bis am 24. Juni 2018

Bild: © http://www.palazzo.ch/Indexnets4_0.htm
Mit:
Melanie Akeret, Caroline Bachmann, Josse Bailly, Fred Bott, Vittorio Brodmann, Mathis Gasser, Vidya Gastalon, Nelly Haliti, Adrian Huber, Zara Idelson, Yoan Mudry, Hayan Kam Nakache, Noemi Pfister, Peter Roesch, Caroline Tschumi, Urban Zellweger
Spätestens seit Beginn der klassischen Moderne im frühen 20. Jahrhundert ist die Malerei von zwei grundlegenden malerischen Prinzipien bzw. Tendenzen geprägt: Figuration und Abstraktion. Beide Tendenzen wurden während langer Jahre parallel verfolgt, bis die figurative Malerei gegen Ende des 20. Jahrhunderts sichtbar an Bedeutung verlor und zeitweise gar nicht mehr beachtet wurde.
Nun hat eine Experimentierfreude in der figurativen bzw. narrativen Malerei der letzten Jahre eine neue Basis für Themen und Formen gelegt, aus der heraus die Malerei sich von einem selbstermächtigenden Behauptungsszustand lösen und an befreiter und entspannter Haltung gewinnen konnte. In ihr wird dem Rollenverständnis des Malergenies mit Lockerheit und entsprechenden Themen entgegengewirkt, was sich auch in der auffälligen Wahl der Formate spiegelt.
Geist Genf beschäftigt sich mit diesem
zusehends gewonnenen Selbstbewusstsein und zeigt Positionen, die in den letzten
Jahren in und um Genf herum entstanden sind. Es treffen 16 KünstlerInnen aus
verschiedenen Generationen aufeinander.
Darunter viele, die die Wirkungsstätte im 4. Stock* des Gebäudes der HEAD,
Ecole d’Arts et de Design in Genf als DozentIn, StudentIn oder AssistentIn
betreten haben.
Die Ausstellung ist ein unlogischer Versuch, die unterschiedlichen Positionen, die aus diesem Umfeld erwachsen sind, zu zeigen.
Es ist erstaunlich, wie lustvoll und gleichzeitig ernsthaft
vertieft figurative Inhalte gesucht und abgebildet werden.
Die Arbeiten stehen heterogen zueinander, ihre Ansätze unterscheiden sich in ihrer referenziellen Anbindung und Konzeption. Bezüge sowohl zu Cartoons, Comics und anderer zeitgenössischer Malerei werden sichtbar, klassische Sujets wie Porträt und Landschaft kommen wieder hinzu.
Die Ausstellung wird kuratiert von
Claudia & Julia Müller.
Claudia Müller wirkt seit 2008 als Dozentin an der HEAD in Genf im Bereich BA
Malerei.
* Bereich BA für Malerei und Zeichnung (Option Représentation )
khpl
Kontakt:
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Kommentare von Daniel Leutenegger