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7. März 2021

«WILD THING – MODESZENE SCHWEIZ»

Ausstellung im Museum für Gestaltung Zürich, Ausstellungsstrasse, bis am 11. April 2021

Bild: Vanessa Schindler, Jewelry, 2019, Foto und © Chaumont-Zaerpour 

Vielfältig und erfindungsreich: Die Schweiz verfügt über eine ungezähmte und sich stetig wandelnde Modelandschaft. Mit der Ausstellung «Wild Thing – Modeszene Schweiz» fängt das Museum für Gestaltung Zürich ihre Trends und unterschiedlichen Standpunkte in einer aktuellen Momentaufnahme ein.

Mode ohne Massenproduktion, ohne den roten Teppich Hollywoods und ohne internationale Fashion Weeks – kann das funktionieren? Die globale Mode und der damit zusammenhängende Ressourcenverschleiss stehen heute unter grossem Rechtfertigungsdruck. Allerorten wird ein Systemwechsel gefordert, um lokaler und direkter auf den effektiven Bedarf der Kundschaft hin zu arbeiten.

In der Schweiz, wo keine grosse Industrie mehr existiert, könnten sich gerade dadurch für die hiesige Modeszene neue Perspektiven auftun. Fernab vom Diktat der Modezentren erproben kleine Labels, Kollektive, junge Studienabsolventinnen und etablierte Marken ihr Potenzial auf dem Modemarkt.

Die Ausstellung «Wild Thing» zeigt mit über 50 Designpositionen, wie erfinderisch und kreativ die Mode auch abseits ihrer bekannten Pfade agiert. Gleichzeitig macht die Ausstellung bewusst, wie fragil dieses System ist, das ohne die üblichen Sicherheiten auskommen muss.

Auf dem Markt bestehen

«Schweizer Mode» existiert nicht – zumindest nicht als übergreifender Brand. Bezeichnend ist zudem, dass es hierzulande nur wenige grössere, dafür umso mehr kleine Labels gibt. So prägen viele und sehr unterschiedliche Haltungen und Herangehensweisen die Designkultur der Modeszene Schweiz. Im Upcycling von Textilien steckt gleichermassen kreatives Potenzial wie in der gekonnten Adaption bestehender Streetstyle-Codes.

Manchmal kreiert der Designer auch gleich den Stoff für seinen Entwurf – und schafft damit ein unverwechselbares Label. Mit einer eigenständigen Sprache und mit Erfindergeist richten sich die Schweizer Modedesigner clevere Business-Systeme ein, positionieren sich auf eigene Faust in Berlin oder jonglieren im Modezirkus in Paris mit. Der Anschluss ans internationale Modegeschäft ist dabei weder garantiert noch ausgeschlossen. Doch jene, die ohne Industrie produzieren, sind einem rauen Wind ausgesetzt. Manche überleben bloss ein paar Saisons. Andere wiederum halten sich bereits lange im Geschäft und schaffen es, den schnellen Rhythmen der Modewelt mit Konstanz entgegenzutreten. 

Von A wie After Work Studio bis Z wie Zigerli

Schon am Ausstellungseingang macht ein buntes Kleidermobile deutlich: Die Schweizer Modeszene ist wild und vielfältig. «Wild Thing» zeigt eine grosse Auswahl an Outfits und Accessoires, die Marken von A wie After Work Studio bis Z wie Zigerli umfasst.

Gruppiert in elf Themeninseln gibt die Ausstellung Einblick in die facettenreiche Welt der Schweizer Mode. Die Besucherinnen und Besucher begegnen dem Thema «Outdoor», finden modische Antworten auf die Frage nach Geschlechterrollen, können die alte Liebe zwischen Kunst und Mode neu durchleben oder über die kreative Auseinandersetzung zwischen Schnittmustern und Stoffinnovationen staunen. In Videos und Filmen kommen wichtige Akteurinnen und Experten aus der Modewelt zu Wort. Zudem wird die Ausbildung für Modedesign in der Schweiz thematisiert und ein exklusiver Blick hinter die Kulissen der Mode Suisse − der bedeutendsten Plattform für Schweizer Modeschaffende − geworfen.

mfg

Kontakt:

https://museum-gestaltung.ch/de/ 

#MuseumfürGestaltungZürich #WildThing #ModeszeneSchweiz #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 7. März 2021
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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