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9. März 2021

«NATURFUNDBÜRO»

Ausstellung und Service im Naturmuseum Winterthur, bis am 22. August 2021

Foto: © https://stadt.winterthur.ch/naturmuseum

Das Naturmuseum Winterthur wartet zur Wiedereröffnung gleich mit einer ausserordentlich partizipativ und digital verknüpften Ausstellung auf. Unter dem Namen «Naturfundbüro» werden Besuchende motiviert, mitgebrachte oder vorhandene Fundstücke aus der Natur zu bestimmen, zu erforschen und digital zu dokumentieren – es entsteht eine Sammlung für die und von der Bevölkerung.

Flora und Fauna erwachen aus der Winterpause – perfekte Voraussetzungen für ausgedehnte Spaziergänge oder Wanderungen mit der ganzen Familie in der Natur. Das tut nicht nur der Seele gut, sondern auch dem Entdeckergeist. Genau da setzt die neue Ausstellung «Naturfundbüro» des Naturmuseums an: Fundstücke, die man in der Natur entdeckt, können im Rahmen einer mehrstufigen Methodik erforscht und bestimmt werden.

Was in der Natur alles vorzufinden ist, ist so vielfältig wie die Ausstellung selbst. Ob Knochen, Mineralien, Fossilien, Nüsse, Eierschalen oder tote Insekten: die Natur bietet per se ein breites Spektrum an interessanten Gegenständen und Materie, die nicht immer klar einzuordnen sind. Oftmals nimmt das Objekt zu Hause einen Platz ein, ohne dass die FinderInnen recht wissen, um was es sich dabei handelt. Für mehr Klarheit hilft nun die in Eigenregie produzierte Ausstellung «Naturfundbüro» des Naturmuseums Winterthur.

Aufgeteilt in die sechs Bereiche «Sammeln», «Mitbringen», «Vergleichen», «Anfassen», «Bestimmen» und «Erforschen» machen Besuchende sich auf den Weg, die Fundstücke wortwörtlich genauer unter die Lupe zu nehmen.

Von der Natur ins digitale Archiv 

Die Ausstellung ist sehr interaktiv und partizipativ gestaltet und macht Lust, sich auf die Fährten von Naturforschenden zu begeben. Zu Beginn können Besuchende wählen, ob sie einen mitgebrachten oder vorhandenen Gegenstand bestimmen wollen. Selbstverständlich darf man die Ausstellung auch ohne eigenes Fundstück besuchen. Damit die bevorstehenden Forschungsresultate des Fundstücks nicht verloren gehen, registriert man seine Daten und erstellt seinen persönlichen «Naturfundbüropass». Es folgt ein Ablichten des Objekts und das Eröffnen in der Datenbank. Der anschliessend generierte QR-Code sowie der Pass sind nun die Schlüssel für die Check-ins an den sechs Forscherstationen. Mit einer kleinen Kartonbox, dem «Naturfundbüropass» und dem registrierten Objekt in der Hand kann es losgehen.

Im Prinzip werden an jeder Station zu einem bestimmten Thema Attribute ermittelt und erforscht, die anschliessend am jeweiligen Terminal erfasst und in der Datenbank dem eigenen Fundstück zugewiesen werden. Beispielsweise stehen im Bereich «Mitbringen» die Dokumentation und die eigene Geschichte zum Objekt im Mittelpunkt.

Auffällige Fundorte oder spezielle Fundumstände werden hier erfasst. Jedes Fundstück hat eine Geschichte, und diese soll ebenfalls Teil der Sammlung sein.

Im Bereich «Erforschen» kommen dann auch schon Binokular und Lupe zum Einsatz. Akribisch werden hier Eigenschaften zur Beschaffenheit des Objekts begutachtet, und dem Thema entsprechend gibt es auch eine Aufgabe zu lösen. 

Beim Thema «Bestimmen» wird es dann schon konkreter. Mit Hilfe von Fachliteratur und bereits vorhandenen Objekten aus der Natur nähert man sich schrittweise der Bestimmung des Objekts. Darüber hinaus spielen auch wichtige Faktoren wie Konservierung, Präparation und die Relevanz sowie Bedeutung eines Museumsobjekts mit.

Die eingetragenen Ergebnisse komplettieren am Ende der sechs Stationen den Eintrag in der Datenbank, die mit einer Anschubfinanzierung als Smart City Projekt der Stadt Winterthur realisiert wurde.

Dank der vorgängigen Registration hat man nun fortlaufend und auch von Zuhause aus Zugriff auf die eigenen Einträge unter https://www.naturfundbuero.ch.

Jedes neue gut dokumentierte Fundstück erweitert die Sammlung und macht sie damit wertvoller. Und in diesem Kontext soll die Sammlung auch digital erhalten und dokumentiert werden. Das mitgebrachte Objekt wird selbstverständlich Teil der Ausstellung (und darf jederzeit wieder abgeholt werden).

«Naturfundbüro» als bestehender Service des Naturmuseums

Die Ausstellung entstand aus dem bereits bestehenden «Naturfundbüro» des Museums und setzt damit nochmals Akzente und motiviert, Fundstücke aus der Natur in die Sammlung zu bringen.

«Im Rahmen einer digitalen Erweiterung und der Öffnung der Datenbank im Netz möchten wir die Tiefe und Vielfalt der Sammlung auch von aussen zugänglich machen», sagt Museumsdirektorin Daniela Zingg, und sie fügt an: «Das Naturmuseum Winterthur sieht dies auch als Aufgabe und einen Service, die Bevölkerung über Fundstücke aus der Natur aufzuklären.»

In Rahmen dieses Services können Fundstücke auch ganz einfach vorbei gebracht werden. Sie werden durch das Museum bestimmt und dürfen danach wieder den Platz in der eigenen Sammlung einnehmen.

nmw

Kontakt:

https://stadt.winterthur.ch/naturmuseum

https://www.naturfundbuero.ch

#NaturmuseumWinterthur #Naturfundbüro #DanielaZingg #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

 
  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 9. März 2021
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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