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12. Juli 2022

DER SCHWEIZER AUTOR KIM DE L’HORIZON ERHÄLT DEN LITERATURFÖRDERPREIS 2022 DER JÜRGEN-PONTO-STIFTUNG

Im Jahr 2022 geht der mit 15'000 Euro dotierte Literaturförderpreis der deutschen Jürgen-Ponto-Stiftung zur Förderung junger Künstler an den in Ostermundigen bei Bern geborenen Kim de l'Horizon (Bild). Ausgezeichnet wird sein Debütroman «Blutbuch», der im DuMont Buchverlag erscheint.

Bild: Kim de l’Horizon – Foto: © https://www.facebook.com/photo/?fbid=112087527088022&set=a.112087563754685 

Die Jury des Literaturförderpreises der Jürgen-Ponto–Stiftung ist sich einig:

«Ein Buch dieser Kraft und Härte lässt nichts und niemanden hinter sicheren Linien zurück. Kim de l’Horizon hat mit ‚Blutbuch‘ etwas eingelöst, das zu den grossen Versprechen der Literatur gehört, ein neues Sternbild für alte Muster und erstarrte Positionen. ‚Blutbuch‘ verschiebt Wahrnehmungen, pulverisiert Vorurteile, entsichert das Mitgefühl. Und es folgt und bricht wie alle Kunst, die voran will, Regeln. Hier ist ein hoch aufgeladenes 300–seitiges Werk zu entdecken, von dem Kim de l‚Horizon sagt, es zu schreiben hätte zehn Jahre gebraucht. Zu lesen ist es wie ein Blitzschlag. Vieles von dem, was moderne Gesellschaften jetzt gerade bis auf die Musikantenknochen durchdeklinieren, findet hier formal und inhaltlich zu überzeugenden Transformationen. In einem Moment schroff, im nächsten opulent, plötzlich vulgär, distanzlos, dann irrlichternd. Immer aber um unsere Fragen kreisend nach Selbstbestimmung, nach Privatheit, nach unseren Körpern, nach Herkunft, Fügung, Vorbestimmung, Familie, Sex und Verzeihung.

Kim de ‚Horizon zeigt den Körper in aufwühlender Weise als Gefängnis, als Fremdding, als Eroberungsfläche und sagt von sich, ‚aber ich wusste schon immer, ich komme nicht von hier, ich komme vom Horizont. Und von dort, vom Rand der Sichtfelder her bringe ich <Blutbuch>.'»

«Eine Form des Schreibens galt es zu finden, die de l’Horizon écritures fluides nennt. Die Sprachen, Töne, Formen und Zustände in diesem kaum zu übertreffenden Debüt sind tatsächlich selbst fließend, mitunter reißend, stromgeschüttelt. Und mittendrin stehen zwei große Frauenfiguren: Mutter und Großmutter.», schreibt die Jury.

Und weiter: «‚Blutbuch‘ ist also ein Familienalbum, und es ist das zersetzende Gegenbuch dazu, eine der Biografie abgerungene Fibel des Klassismus, der Queerness, der Transidentität und Nichtheterosexualität.» «Ich habe mich an einigen Schichten meiner Anverwandtschaften versucht. Und in diese Versuche habe ich Hexensprüche hineingeflüstert. Denn ich glaube an die écritures fluides als eine winzige verqueere superpower,« sagt Kim de l’Horizon. – «Und ja, das ist es auch, ein Buch der Superkräfte, der Superheldinnen. Es kommt mit einem rettenden Moment», wie die Jury, bestehend aus dem Fachkurator der Jürgen-Ponto–Stiftung Hauke Hückstädt, der Autorin Elisa Diallo und der «F.A.Z.»–Feuilletonistin Melanie Mühl, meint. «Dieses Debüt könnte die Menschen bewegen wie zuletzt die großen Bekenntnistexte von Eduard Louis, Annie Ernaux, Daniel Schreiber oder Hanya Yanagihara.«

Der Preis wird am 3. November 2022 im Literaturhaus in Frankfurt am Main verliehen. Der Roman «Blutbuch» erscheint am 19. Juli 2022.

cp

Link zur Verlagsvorschau:

https://www.dumont–buchverlag.de/buch/l–horizon–blutbuch–9783832182601/

KIM DE L’HORIZON

Kim de ‚Horizon wurde 1992 in Ostermundingen bei Bern geboren. Bachelor in Germanistik, Film– und Theaterwissenschaften in Zürich sowie Literarischem Schreiben in Biel. Im Master Transdisziplinarität an der ZHdK bewegt sich Kim momentan an den Grenzen zwischen Literatur, Kunst und Wissenschaft, sowie an der Grenze des Menschlichen. They ist Mitglied des Kollektivs «e0b0ff» und der Redaktion des Literaturmagazins «delirium». In der Spielzeit 21/22 ist they Hausautor*in am Stadttheater Bern im Förderprogramm Stücklabor. Kim hat Preise in verschiedenen Sparten gewonnen wie zum Beispiel den Treibhaus– und den OpenNet–Wettbewerb für Prosa, den Textstreich–Wettbewerb für Lyrik, den DramatikerInnenförderpreis Dramenprozessor 2020 und einen Kurzfilmwettbewerb der HAZ.

Publikationen in verschiedenen Literaturmagazinen, u.a. im «Narr», «Bella Triste», «Glitter» und «entwürfe». Auftritte an Literaturfestivals wie der Literaare und der Prosanova. They ist Stipendiat*in der Ernst–Göhner–Stiftung für Kunstschaffende in Ausbildung.

Die Jürgen–Ponto–Stiftung zur Förderung junger Künstler

Seit 1977 widmet sich die rechtlich selbständige Jürgen–Ponto–Stiftung dem künstlerischen Nachwuchs in Deutschland. Sie unterstützt KünstlerInnen aus den Bereichen Musik, bildende Kunst und Literatur, die am Beginn ihrer Karriere stehen. Benannt ist die in Frankfurt am Main und Berlin ansässige Stiftung nach dem damaligen Vorstandssprecher der Dresdner Bank, Jürgen Ponto.

Die Stiftung erinnert an das Engagement Jürgen Pontos, der sich zu Lebzeiten sehr für die Förderung junger Künstlerinnen und Künstler in Deutschland einsetzte. Ihr Vermögen beläuft sich auf rund 13 Millionen Euro. 

Die Jürgen-Ponto–Stiftung vergibt den Literaturförderpreis an junge AutorInnen, die an ihrem ersten umfangreichen Buchmanuskript arbeiten und eine besondere literarische Begabung erkennen lassen. Zu den bisherigen PreisträgerInnen gehören unter anderen Martin Mosebach, Einar Schleef, Arnold Stadler, Zoë Jenny, Andreas Maier, Zsuzsa Bánk, Reinhard Kaiser–Mühlecker, Sasha Marianna Salzmann und zuletzt Stefan Hornbach.

Quelle: 

https://juergen-ponto-stiftung.de/wp-content/uploads/2022/07/PM_Juergen-Ponto-Stiftung-vergibt-Literaturfoerderpreis-2022-an-Kim-de-lHorizon.pdf

Kontakt:

https://juergen-ponto-stiftung.de/

https://www.dumont-buchverlag.de/autor/kim-de-l-horizon/

https://www.facebook.com/kim.delhorizon.5

#JürgenPontoStiftung #KimdelHorizon #Blutbuch #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 12. Juli 2022
  • Theater, Kabarett, Literatur

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