Im Jahr 2024 hätte Leila Moon (Bild) den Kulturförderpreis des Kantons Basel-Stadt erhalten sollen. Der Israel-Boykott der Basler DJ wurde aber unter anderem von der SVP kritisiert – schliesslich wurde der Künstlerin der Preis wieder aberkannt. 2025 hiess es dann, dass Ausrichtung und Zielsetzung des Preises geprüft würden und deshalb die Vergabe ausfalle. Die «bz Basel» hat nun nachgefragt, wie es 2026 aussieht. Die Antwort: «Bis auf weiteres vergibt die Abteilung Kultur keinen Kulturförderpreis.» Wie es 2027 sein wird, ist also auch noch unklar. Im Verlauf des kommenden Jahres soll es aber eine Entscheidung geben, wie das Basler Online-Medium «bajour.ch» berichtet.

Bild: Leila Moon, zunächst auserkoren, dann aber vom Kanton nicht ausgezeichnet und schliesslich doch noch mit dem «ersten unabhängigen Kulturförderpreis Basel» in der Höhe von CHF 10’000.- geehrt – © Präsidialdepartement Basel-Stadt, Foto: Nasrin Naas
Auf der Webseite der Basler Kulturförderung steht derzeit zu lesen:
«Innovation und Qualität ermöglichen»
«Kunst ermöglicht durch unerwartete Ausdrucksformen kritische Auseinandersetzung mit Zeitfragen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Die staatliche Förderung von Kunst und Kultur soll dazu beitragen, die freie Entfaltung der Kunst und Kulturproduktion zu unterstützen, um dadurch Innovation und Qualität zur ermöglichen. Die Kunstfreiheit ist ein zentraler rechtsstaatlicher Wert.
Der Kanton Basel-Stadt setzt sich für inklusive Kulturangebote ein. Er orientiert sich an den Empfehlungen der nationalen Berufsverbände im Kulturbereich. In Basel gilt der Mindestlohn.
Bis auf Weiteres vergibt die Abteilung Kultur keinen Kulturförderpreis. Sie nimmt die Debatte um die Absage der Preisvergabe 2024 zum Anlass, im Dialog mit der jungen Kulturszene Ausrichtung und Zielsetzung der Preisvergabe zu überprüfen.»
Quellen / Mehr:
https://www.bs.ch/pd/kultur/auszeichnungen-und-preise/basler-kulturfoerderpreis
https://bajour.ch/a/nach-causa-leila-moon-kulturfoerderpreis-basel-vorerst-auf-eis-gelegt
Auf ch-cultura.ch erschienen:
#KulturförderpreisBaselStadt #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+
Kommentare von Daniel Leutenegger