Die Stiftung Frauenkunstpreis wurde 2001 von Matthias Jungck (1948-2018) gegründet. Der Stiftungsrat hat beschlossen, den Namen der Stiftung Frauenkunstpreis zu ändern. Mit der neuen Bezeichnung Jungck Künstlerinnenpreis, gültig ab dem Jahr 2024, möchte die Stiftung auch auf den Stifter des Preises verweisen. Mit dem Preis sollen Künstlerinnen im Bereich der bildenden Künste für die von ihnen eingereichten Werke oder Projekte ausgezeichnet werden.

Bild: © Selina Lutz, Come, come, come, 2021, Ölpastell auf Papier, 100 x 70 cm,
https://selinalutz.ch/app/uploads/2023/04/Selina_Lutz_Dossier_Web_23.pdf
Berücksichtigt werden Künstlerinnen und Künstlerinnen-Gruppen mit Werkplatz im Kanton Bern, welche selber nur über bescheidene Mittel verfügen oder deren Projekte aufgrund der fehlenden Mittel nicht realisiert werden können. Ausnahmsweise werden auch Künstlerinnen mit Werkplatz ausserhalb des Kantons Bern berücksichtigt.
Stiftungsrat:
Till Bandi (Präsident)
Eleonora Slahor (Vizepräsidentin)
Barbara Bandi
Els Marti (Geschäftsführerin)
Claudia Probst
Elsbeth Wandeler
Katja Zellweger
Jury 2024:
Eva Bigler, Kunsthistorikerin, Künstlerische Leitung Kunsthaus Zofingen
Corinne Futterleib, Fotografin und Künstlerin
Gabriela Gonzalez, Kunsthistorikerin
Sarah Hostettler, Dozentin Kunst und Design PHZH
Karin Jampen, Musikerin, Kreierende, Teaching Artist
Der Jury gehören ausschliesslich Frauen an. Die Jurymitglieder werden vom Stiftungsrat ernannt. Mitglieder des Stiftungsrates können nicht gleichzeitig der Jury angehören. Die Amtsdauer der Jurymitglieder beträgt drei Jahre. Eine Wiederwahl für höchstens eine weitere Amtszeit ist möglich.

Bild: © Selina Lutz, Mothers, 2018, Ölpastell auf Papier, 29,7 x 21 cm, https://selinalutz.ch/app/uploads/2023/04/Selina_Lutz_Dossier_Web_23.pdf
DIE GEWINNERINNEN 2024
Hauptpreis: Selina Lutz
Selina Lutz (1979, lebt in Bern und arbeitet in Burgdorf) überzeugt die Jury des Jungck Künstlerinnenpreises durch ihre malerisch intensiven, inspirierenden und akribisch herausgearbeiteten Gemälde. In ihrer künstlerischen Herangehensweise in der Malerei und der Zeichnung wechselt sie gekonnt von klar gezeichneter Figuration zur expressiven Abstraktion und experimentiert mit verschiedenen Mal-Materialien, Malgründen und Techniken.
Die Jury ist beeindruckt von ihrer jahrelang konstanten und facettenreichen künstlerischen Tätigkeit und vergibt ihr einstimmig den mit CHF 15’000.- dotierten Hauptpreis als Anerkennung und Würdigung ihres Schaffens für die Berner Kunstszene und darüber hinaus.
-> https://selinalutz.ch/app/uploads/2023/04/Selina_Lutz_Dossier_Web_23.pdf

Bild: © Lea Vetter, sudden melancholy, https://lea-vetter.kleio.com/1_werk/114_sudden-melancholy
Förderpreis: Lea Vetter
Lea Vetter (1995, lebt und arbeitet in Bern) inspiriert die Jury mit ihrer innovativen künstlerischen Umsetzung von Objekten mit Wachs. Ihre fliessenden Lavabos aus Wachs lassen uns staunen, schmunzeln und überzeugen durch ihre handwerkliche Perfektion. Die Jury vergibt Lea Vetter deshalb den mit CHF 5’000.- dotierten Förderpreis und ist gespannt auf die weitere künstlerische Entwicklung von Lea Vetter.
-> https://lea-vetter.kleio.com/?page=1

Bild: © Sina Schöpf, circulation, 2022, Pinacoteca Biel, 20.—23.1.2022, https://sinaschoepf.ch/circulation/
Förderpreis: Sina Schöpf
Sina Schöpf (1994, lebt und arbeitet in Bern) überzeugt durch ihren sensiblen Umgang mit unterschiedlichen Materialien. In der Bearbeitung von Alltagsgegenständen öffnet sie mit bspw. bronzenen Ohrstöpsel oder kupfrigen Sonnenstoren diverse Assoziationsfelder und spielt mit Gegensätzen zwischen dem gewählten Objekt und dem Material. Die Jury vergibt Sina Schöpf deshalb den mit CHF 5’000.- dotierten Förderpreis und freut sich darauf, ihrem Werk wieder zu begegnen.
Ausstellung bis am 2. November 2024 in der Galerie Beatrice Brunner, Nydeggstalten 26, Bern, www.beatricebrunner.ch
Kontakt:
https://jungckkünstlerinnenpreis.ch/menu.html
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Kommentare von Daniel Leutenegger