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20. Dezember 2012

Vom Bund gesammelte Kunst ins öffentliche Licht stellen

Die Werke der riesigen Bundeskunstsammlung sollen vermehrt öffentlich ausgestellt werden. Das fordert ein Postulat von Christine Bulliard, das auch Christoph Blocher unterzeichnet hat.

Bild: Depot mit Ausziehgittern für die Gemälde und die gerahmten Werke auf Papier: Am ausgezogenen Gitter sind einige der in der Sammlung befindlichen Werke von Wilhelm Schmid sichtbar.

Fotos: http://www.bak.admin.ch/kulturerbe/04346/04357/index.html?lang=de

Bundeskunstsammlung

Bild: «Der rote Pullover»: die für die Sammlungsbetreuung verantwortliche Restauratorin beim Erstellen des Zustandsprotokolls.

Christoph Blocher (SVP) gehört neben Daniel Jositsch (SP) und Doris Fiala (FDP) zu den Mitunterzeichnern des Postulats «Mettre les collections d’art de la Confédération au grand jour», das die Nationalrätin Christine Bulliard vor wenigen Tagen eingereicht hat.

Bulliard (CVP) fordert, dass die Werke der Bundeskunstsammlung konzentriert öffentlich zugänglich gemacht werden.

Heute sind drei Fünftel der Sammlung verstreut ausgestellt in Design- und Kunstmuseen im In- und Ausland; der Rest wird in Bern gelagert oder ist von Diplomaten und Magistraten ausgeliehen.

«Es ist merkwürdig, dass es in einer Zeit, in der die Identität und die Kultur der Schweiz zur Diskussion steht, keine nationale Galerie gibt», so Bulliard. Die Freiburgerin kann sich neben der Schaffung einer Nationalgalerie auch Ausstellungen vorstellen, die nur aus dem Bestand der Bundeskunstsammlung beliefert werden, und auch eine virtuelle Ausstellung sei denkbar.

Quelle / Mehr:

http://www.derbund.ch/kultur/kunst/Vom-Bundesratsbuero-ins-Dorfmuseum/story/22725386

bundeskunstsammlung

Bild: «Kreuzigung / Tessinerlandschaft»: seltenes Beispiel einer doppelseitig bemalten Holztafel 

Die Bundeskunstsammlung

Seit 1888 sammelt die Schweizerische Eidgenossenschaft zeitgenössische Schweizer Kunst. Heute besitzt der Bund die bedeutendste Sammlung von Schweizer Kunst sowie eine der grössten Sammlungen schweizerischen Designschaffens.

Kenntnis und Wertschätzung der Bundeskunstsammlung aber standen bislang in einem Missverhältnis zu ihrer Bedeutung – dass die Schweiz anders als etwa ihre Nachbarländer nicht über eine Nationalgalerie verfügt, spiegelt sich in der öffentlichen Wahrnehmung der Kunstsammlung des Bundes.

Zwar ist die Sammlung nicht öffentlich zugänglich, mittels regen Leihverkehrs jedoch werden drei Fünftel ihrer insgesamt rund 20’200 Werke in der ganzen Schweiz, aber auch weltweit in verschiedenen Kontexten präsentiert: Mitunter die bedeutendsten Werke ergänzen als Dauerleihgaben die Sammlungen von Schweizer Kunst- und Designmuseen oder werden in temporären Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt.

Eine etwas kleinere Anzahl verleiht repräsentativen Räumen der Bundesverwaltung und diplomatischen Vertretungen der Schweiz im Ausland ein künstlerisches Profil. Jeweils nicht ausgeliehene Werke unterziehen Fachleute im Sammlungszentrum in Bern konservatorischen, restauratorischen oder präventiven Massnahmen – im Hinblick auf künftige Ausleihen sowie mit dem übergeordneten Ziel der Bewahrung dieses einmaligen kulturellen Erbes.

bak

-> BAK Journal Nr 14/2005 «Die Bundeskunstsammlung» (27.03.2006 | 2150 kb | PDF)

Kontakt:

http://www.bak.admin.ch/kulturerbe/04346/04357/index.html?lang=de

 

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 20. Dezember 2012
  • Bildende Kunst, Fotografie, Grafik, Architektur, Design

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