Bund und Kantone haben den Auftrag, Kultur vielfältig zu fördern und die Teilhabe der Bevölkerung am kulturellen Leben zu stärken. Wo steht die öffentliche Hand mit der Erreichung dieser Ziele im Bereich Musik? Die Schweizer Musikvielfalt-Initiative hat die Musikförderung in den grössten Städten der jeweiligen Sprachregion untersucht: «Ein Vergleich, den es so noch nie gegeben hat», wie die Initiant:innen schreiben.
Gisela Roth (Bild), die langjährige Präsidentin des Aarauer Kulturhauses KIFF und die Schulleiterin bei der Stiftung Schürmatt, ist am 21. September 2026 im Alter von 59 Jahren gestorben. Das KIFF (Akronym für «Kultur in der Futterfabrik») ist ein Veranstaltungsort in Aarau, der zu den führenden Adressen der Deutschschweiz für Konzerte, Partys und Kleinkunst zählt. Über 35’000 Besucher:innen aus nah und fern pilgern jährlich an rund 200 Veranstaltungen ins Aarauer Telli-Quartier. Das KIFF wird von einem Verein geführt, der von der Stadt und dem Kanton finanzielle Unterstützung erhält. Geplant ist zurzeit ein Neubau namens KIFF 2.0 auf einer Parzelle unmittelbar südlich davon.
Le 31 décembre 2026, La Chaux-de-Fonds deviendra la première Capitale culturelle suisse. Plus de 300 événements – dont 118 créations – rythmeront l’année 2027 et prendront place dans plus de 70 lieux, des espaces emblématiques de la ville ou plus inattendus, voire insolites. Une programmation foisonnante et diversifiée, coécrite avec plus d’une centaine de partenaires.
Am 12. September 2026 wäre der Berner Troubadour Bernhard Stirnemann (Bild) 90 Jahre alt geworden. Für das Berner Online-Magazin «Journal B» hat Redaktorin Janine Schneider einen Spaziergang mit Beat Hodler, Historiker und Autor der neuen Biografie «E fräche Siech. Bernhard Stirnemann», unternommen. Dieser führte zu den Schauplätzen in Bern, die das Leben des Chansonniers geprägt haben. Daraus ist ein lesenswerter und reich illustrierter Bericht zum legendären Berner Künstler, Lehrer, Politiker und Veranstalter entstanden.
«haute-culture.ch» soll Kulturinstitutionen eine gemeinsame Präsenz bieten und für Kulturinteressierte Hinweise zu Veranstaltungen und Tickets dafür an einem Ort vereinen.
Ahmed Mehdi (Bild) wird ab dem 1. Januar 2027 neuer Geschäftsführer des Luzerner Konzerthauses Schüür. Dies gibt die Organisation in einer Medienmitteilung bekannt. Er folgt auf Marco Liembd, der per Ende 2026 zurücktritt.
Der Kulturpreis 2026 des Kantons Bern geht an das Centre de Culture et de Loisirs in Saint-Imier (CCL). Der künstlerische Forscher Rohit Jain erhält die zum zweiten Mal vergebene Médaille «mitenand – ensemble». Mit dem Prix du bilinguisme dans la culture wird das Nouveau Musée Bienne – Neue Museum Biel (NMB) ausgezeichnet. Die drei Preise sind mit je 20’000 Franken dotiert. Die öffentliche Verleihung findet am 12. Oktober 2026 in Burgdorf statt.
Remo Rey (Bild) übernimmt per März 2027 die Geschäftsführung des Casinotheaters Winterthur. Er folgt auf Samuel Hauser, der das Casinotheater per Ende Jahr verlassen wird. Gleichzeitig wird Sarah McMaster neu Mitglied der Geschäftsleitung und übernimmt die Gesamtleitung Gastronomie.
Das Bundesamt für Kultur (BAK) wird mit zehn Filmfestivals Leistungsvereinbarungen für die Jahre 2027 bis 2029 abschliessen. Die Unterstützung für Festivals von nationaler und internationaler Ausstrahlung beträgt 4 Millionen Franken pro Jahr. Damit bleibt die jährliche Gesamtunterstützung gegenüber der Förderperiode 2022–2026 unverändert.
Der Fachausschuss Musik Basel-Stadt (BS) und Basel-Landschaft (BL) spricht sich für die Förderung von 17 Kompositionen, Konzerten, musikalischen Produktionen und Tourneen aus und bewilligt zudem ein Sonderprojekt. Diese Projekte werden im laufenden Jahr oder 2027 aufgeführt.
Am Samstag, 22. August 2026, ist der Mitwirkungsprozess «Vision Theaterwerkplatz Luzern» mit einer gut besuchten Kick-Off-Veranstaltung im Luzerner Theater offiziell gestartet, wie die Stadt Luzern heute in einer Mitteilung schreibt: «Rund 150 Personen aus Bevölkerung, Kultur, Politik, Architektur sowie Mitarbeitende des Luzerner Theaters folgten der Einladung, um sich über die Ziele, Rahmenbedingungen und nächsten Schritte des Prozesses zu informieren und aktiv an der Gestaltung der Zukunft des Theaterwerkplatzes Luzern mitzuwirken».
Die Stadt Biel-Bienne zeichnet Pascale Güdel (Bild) mit dem Kulturpreis 2026 aus. Das dreiköpfige Team von Chrüsimüsi Records erhält die Ehrung für besondere kulturelle Verdienste 2026. Die öffentliche Preisverleihung findet am Dienstag, 8. September 2026, um 19.00 Uhr im Farelhaus in Biel-Bienne statt.
Mit dem X-TRA und dem Komplex 457 schliessen bald zwei wichtige mittelgrosse Konzertlokale in Zürich. «Das Parlament schlägt Alarm und fordert einstimmig vom Stadtrat, neue Räume für die Zürcher Musikszene zu sichern», berichtet Chefredaktor Simon Jacobi auf dem Zürcher Online-Portal «tsüri.ch».
Die ehemalige Brauereiwirtschaft an der Dorfstrasse gehört zum historischen Ortskern von Wabern und prägt das Ortsbild seit Generationen. Eine Stiftung soll das denkmalgeschützte Ensemble erhalten und ein lebendiges Dorfzentrum mit vielfältiger Nutzung ermöglichen. Die Gemeinde Köniz will die Voraussetzungen schaffen, indem sie die Liegenschaft erwirbt und im Baurecht an die Stiftung abgibt sowie einen Einschuss ins Stiftungskapital leistet. Seit 2013 wird das Gebäude von der landesweit beachteten Kulturinstitution «Heitere Fahne» genutzt, einem inklusiven Kultur- und Begegnungsort von regionaler Bedeutung.
Die Stadt Willisau verleiht den Kulturpreis 2026 an Arno Troxler und würdigt damit «sein langjähriges Engagement für den Jazz sowie seinen bedeutenden Beitrag zum kulturellen Leben in Willisau und darüber hinaus», wie es in der heutigen Mitteilung heisst.
Am 24. August 2026 verleiht die Bürgi-Willert-Stiftung den mit insgesamt CHF 60’000.– dotierten Bürgi-Willert-Preis zu gleichen Teilen an Baldy Minder und Alzheimer Bern. Mit dem Bürgi-Willert-Preis werden jährlich Privatpersonen und Institutionen für ihre Verdienste im kulturellen oder sozialen Bereich in der Stadt Bern ausgezeichnet.
Flavia Schlittler schreibt im heutigen «SonntagsBlick»: «Kaum einer hat die Szene hierzulande so geprägt, wie Albi Matter (74). Jahrzehntelang machte der Zürcher Konzertveranstalter das Internationale Country Music Festival im Albisgüetli zum Treffpunkt der Schweizer Fangemeinde, holte Stars aus Nashville nach Zürich und wurde zum Country-Papst der Schweiz. Jetzt ist sein Lebenswerk erschüttert. Die Albi’s Country Festival AG hat Konkurs gemacht, die Gesellschaft befindet sich in Liquidation.»
Festivalleiter Candid Wild verlässt nach sieben Jahren die Stanser Musiktage (SMT), ebenso wie Lyn Gyger, die seit 2024 das Dreierteam der professionellen Festivalleitung ergänzte. «Catherine Huth, seit zwei Jahren Mitglied der Festivalleitung und zuständig für die Produktion, wird für Kontinuität sorgen und die Festivalleitung neu zusammen im Team mit Stefanie Frick übernehmen.», schreiben die Stanser Musiktage.
«Seit der Gründung des Museums im Jahr 2020 erfreut sich das Haus bei der Bevölkerung grosser Beliebtheit. So gross, dass das Gameorama am Hirschengraben ins ehemalige Postgebäude nebenan ziehen und sich auf zwei Etagen ausbreiten konnte.», schreibt Christian Bucher auf dem Innerschweizer Online-Portal «zentralplus.ch». Aber: «Ende 2025 kam (…) der Hammer. Die Stadt Luzern forderte vom Gameorama die Billettsteuer ein. Rund zehn Prozent von jedem verkauften Ticket. Und zwar rückwirkend seit 2021. Der geschuldete Betrag: rund 250’000 Franken.»
La semaine dernière, la BCU a emporté 33 ans d’histoire de la salle de concerts Fri-Son, de ses débuts jusqu’en 2016, à la suite de la donation de ce fonds d’archives à l’Etat de Fribourg: contrats, factures, riders, VHS de concerts, affiches, correspondances, dossiers de presse, livres d’or et bien d’autres documents.
Der Gemeinderat der Stadt Thun genehmigt den neuen Leistungsvertrag mit dem Theater Alte Oele für die Jahre 2027 bis 2030. Dieser sieht eine Erhöhung der jährlichen Unterstützung um 19’000 Franken vor. Das Theater soll sich so weiter professionalisieren können.
Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden verleiht Patrick Kessler (Bild) den mit 25’000 Franken dotierten kantonalen Kulturpreis. Damit zeichnet er das Werk «eines vielseitigen, weit vernetzten Musikers aus, der im Kanton seit mehr als zwanzig Jahren aktiv ist», wie es in der Mitteilung heisst. Gleichzeitig wird in diesem Jahr zum dritten Mal der kulturelle Anerkennungspreis verliehen. Er geht an den TanzRaum Herisau, der 2005 von der Tänzerin, Tanzpädagogin und Choreografin Christine von Mentlen gegründet wurde. Die Preise werden im Rahmen einer öffentlichen Feier am 19. September im Casino Herisau überreicht.
Aarau, die Aargauer Kantonshauptstadt, hat sich nach einem mehrmonatigen Bewerbungsverfahren gegen die Konkurrenz aus Bellinzona, Lugano (mit Locarno und Mendrisio) sowie Thun als «Kulturhauptstadt Schweiz 2030» durchgesetzt.
Wie an dieser Stelle mehrfach gemeldet, hat die Kulturfabrik Lyss (KUFA) turbulente Zeiten hinter sich: rückläufige Erträge, personelle Fluktuationen, Abgang des Geschäftsführers. Der Vorstand der KUFA «will nun gemeinsam mit den Mitarbeitenden, der Gemeinde Lyss und den umliegenden Gemeinden die Zukunft anpacken und die finanzielle und betriebliche Stabilität sichern», wie er in der Medienmitteilung vom Mittwoch schreibt. Am Montag hatte die KUFA die Vertreter:innen der umliegenden Gemeinden und weitere Finanzpartner:innen zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.
«Das grösste mobile Kultur- und Eventtheater der Schweiz zieht die Notbremse: Per 30. Mai 2026 pausiert ‹Das Zelt› seine Tournee. Die Shows an den Standorten St.Gallen und Luzern finden nicht statt. Betroffen sind 17 Vorstellungen und drei Corporate Events.», schreibt Flavia Schlittler im «SonntagsBlick» vom 24. Mai 2026. Ein harter Schritt für alle Beteiligten: «Uns bleibt aktuell nichts anderes übrig», sagt Direktor Adrian Steiner zu «SonntagsBlick». Und: Er habe trotz dieser Schocknachricht Grund zum Optimismus. Im September 2026 solle ein Neustart erfolgen. Die rund 70 Mitarbeitenden werden ab Juni auf Kurzarbeit gesetzt.
Das Marktforschungs-Unternehmen GIM Suisse AG führte gemeinsam mit Swiss LiveCom Association Expo Event, svtb (Schweizer Verband technischer Bühnen- und Veranstaltungsberufe), Tectum (Schweizer Verband der Festzeltbauer) sowie dem VSSA (Verein Schweizer Stadion- und Arenabetreiber) eine gross angelegte Studie durch. Mit ihr sollten Erfolge und Krisen mit Fakten belegt und Trends sichtbar gemacht werden. Wie die nun publizierte «Event Trend Studie Schweiz 2026» zeigt, hat die Branche ihre eigenen Wachstumsprognosen übertroffen. Rund die Hälfte der befragten Unternehmen erzielte 2024 einen Jahresumsatz von über einer Million Franken – und für 2026 rechnen viele mit weiterem Wachstum.
Nach 47 Jahren gibt Jacky Marti (Bild) die künstlerische Leitung des Estival Jazz in Lugano ab. «Eine insgeheim erwartete, nun aber symbolisch bedeutsame Nachricht: Für eines der repräsentativsten Festivals der Region, das als kostenlose Veranstaltung begann und im Laufe der Zeit zu einer internationalen Referenz geworden ist, geht eine Ära zu Ende», schreibt RSI dazu.
Die Stadt Bern vergibt die kulturelle Nutzung der Dampfzentrale nach einem selektiven Verfahren ab 2028 an den Verein Dampfzentrale mit seinem Konzept «Plan D». Das Angebot wurde im Rahmen einer Ausschreibung nach WTO-Übereinkommen von einem neunköpfigen Beurteilungsgremium einstimmig ausgewählt. Es dient als Grundlage für die Verhandlungen eines Leistungsvertrages für die Periode 2028 bis 2030.
Sylvia Winkelmann-Ackermann (Bild) wird ab August 2026 Leiterin der Geschäftsstelle Zweckverband grosse Kulturbetriebe. In dieser neu geschaffenen Funktion ist sie verantwortlich für den Aufbau und die Führung der Geschäftsstelle sowie für die fachliche und organisatorische Unterstützung der Delegiertenversammlung des Zweckverbands von Kanton und Stadt Luzern. Sie unterstützt die Delegierten in der strategischen Steuerung der angeschlossenen Kulturbetriebe.
Marco Liembd (Bild) verlässt per Dezember 2026 nach einem Jahrzehnt das Luzerner Konzerthaus Schüür. Er gibt die Geschäftsleitung ab und will sich beruflich neu orientieren, teilt die Schüür in einer Medienmitteilung mit. Sie bekommt nun einige Monate Zeit, um die Nachfolge zu regeln. Die Suche nach einer neuen Leitung soll laut Mitteilung Ende Mai 2026 starten.
«Der Vorstand der Kulturfabrik KUFA Lyss hat entschieden, das Arbeitsverhältnis mit dem bisherigen Geschäftsführer Claude Hübscher per Ende der laufenden Saison zu beenden. Claude Hübscher ist bis dahin von seinen Tätigkeiten freigestellt», heisst es in der aktuellen KUFA-Medienmitteilung. «Über die Gründe werden keine weiteren Angaben gemacht», schreibt uns heute Vize-Präsidentin Sandra Petris. Und weiter: «Der Vorstand übernimmt derzeit die Verantwortung; der laufende Betrieb wird gemeinsam mit dem Team sichergestellt.»
70 Künstler:innen und Formationen präsentieren an der Schweizer Künstlerbörse 2026 in Thun Ausschnitte ihrer Produktionen. Auftreten werden unter anderem Lara Stoll, Cenk, schön&gut, Trummer, Christoph Simon, Jane Mumford, Famiglia Dimitri u.v.m. Zelebriert wird das 50-Jahr-Jubiläum der Veranstaltung mit Höhepunkten wie dem vielfältig besetzten Eröffnungsabend sowie mit einer Vertikal-Dance-Show am Turm des KKThun.
Der am 17. April 1957 in der Bronx (New York City) geborene Afrika Bambaata (Bild), bürgerlich Lance Taylor, ist am 9. April 2026 in Philadelphia gestorben. Er war ein ab den 1970er-Jahren aktiver New Yorker Hip-Hop-DJ und Gründer der weltweiten Organisation Zulu Nation. Weiterhin war er Party-Organisator der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre. Er zählte zu den stilprägenden Figuren der Anfangszeiten im Hip-Hop. Weltweites Ansehen errang er schon Anfang der 1980er mit dem frühen Hip-Hop-Klassiker «Planet Rock». Bambaataa arbeitete mit so unterschiedlichen Künstlern wie Yellowman, UB40, Johnny Rotten von den Sex Pistols, James Brown, Leftfield, Gary Numan und DePoint zusammen. Durch Afrika Bambaataas Erfolg wurden auch seine Bands Planet Patrol, Soulsonic Force und Cosmic Force bekannt. Er brachte unter den Namen Time Zone, Shango, Hydraulic Funk, Khayan und Sirius B Platten heraus. Im Mai 2016 trat Afrika Bambaataa von der Führung der Zulu Nation zurück, nachdem ihm der bis in die 1970er-Jahre zurückreichende sexuelle Missbrauch von Kindern vorgeworfen worden war. (*) Er hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.
Mit Anneli Binder, Karin Bitterli und Roger Ziegler verlässt die gesamte Geschäftsleitung der Dampfzentrale Bern das Haus Ende 2027, wie sie gegenüber der «Hauptstadt» und den Berner Tamedia-Zeitungen mitteilt. Im August 2025 war bereits der gesamte Vorstand zurückgetreten. Noch in diesem Frühling will die Stadt Bern als Eigentümerin der Liegenschaft bekannt geben, wer den Betrieb in der Dampfzentrale ab 2028 übernehmen werde.
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