SOEBEN VERSCHICKT: DER NEWSLETTER 19/2025 VON CH-CULTURA.CH
Eine Auswahl kultureller Informationen der letzten dreiunddreissig Tage aus Schweizer Perspektive
Eine Auswahl kultureller Informationen der letzten dreiunddreissig Tage aus Schweizer Perspektive
«Die Dampfzentrale ist ein bedeutender Kulturort und eine wichtige Plattform für das zeitgenössische Kulturschaffen in Bern. Die Stadt Bern wird in einem selektiven Verfahren eine Trägerschaft bestimmen, die ab 2028 die inhaltliche, finanzielle, personelle und organisatorische Verantwortung für diesen Kulturort übernimmt. Sie hat dazu die öffentliche Ausschreibung publiziert. Die Dampfzentrale als Kulturort ist nicht in Frage gestellt.», heisst es in der Medienmitteilung der Stadt Bern vom Mittwoch.
Nach zehn Jahren unter dem Dach der «NZZ» übernimmt eine neue Eigentümergruppe rund um Festival-Direktor Christian Jungen das Zurich Film Festival (ZFF). Neben Jungen gehören Vizedirektorin Reta Guetg sowie Unternehmer und Moderator Max Loong, «NZZ am Sonntag»-Gründer und langjähriger ZFF-Präsident Felix E. Müller und Finanzfachmann Marek Skreta zur neuen Trägerschaft. Die «NZZ» veräussert das ZFF per Juli 2025 im Rahmen eines Management-Buyouts. Das zum ZFF gehörende Kino Frame wird neu vom Kinounternehmen Kinokoni betrieben. Die Zusammenarbeit zwischen Festival und Frame bleibe bestehen, heisst es in der Mitteilung vom Donnerstag.
Der am 28. August 1944 in Intragna (TI) geborene Sänger, Giarrist, Komponist und Theatermann Roberto Maggini ist am 19. Juni 2025 in San Vito lo Capo (Sizilien) gestorben. Nach seiner Ausbildung zum Elektriker war er im technischen Bereich im Teatro Dimitri in Verscio und auch auf den Tourneen von Clown Dimitri tätig. Er besuchte von 1975 bis 1978 die Sculoa Teatro Dimitri und leitete von 2002 bis 2012 das Teatro Dimitri. Landesweit bekannt wurde er mit Tessiner Volksliedern, die er im Duo mit Dimitri vortrug. Eng war auch die Zusammenarbeit mit dem Tessiner Musikwissenschaftler, Musiker, Sänger und RSI-Radioredaktor Pietro Bianchi. Maggini gehörte zu den Gründern der Compagnia Teatro Paravento in Locarno.
Die Stadt Bern schreibt den Leistungsvertrag für die kulturelle Nutzung der Dampfzentrale für die Periode ab 2028 aus. «Ziel ist die Stärkung der Dampfzentrale als aktiver Ort des Berner Tanzschaffens sowie als Kulturort mit breitem Programm und vielseitigen Kooperationen», heisst es in der heutigen Medienmitteilung der Stadt Bern. Mit einem zweistufigen Wettbewerb werden alle Interessierten eingeladen, sich mit einem Konzept zu bewerben.
Der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt hat am 4. Juni 2025 mit 59:32 Stimmen der Volksinitiative «Erhalt des Musical Theater Basel» einen Gegenvorschlag gegenübergestellt, gemäss Antrag der Bau- und Raumplanungskommission: Das Theater soll als Kultur- und Begegnungsstätte im Baurecht auf eine private Betreiberin übergehen und die Gebäudesanierung soll vom Kanton mit einem Investitionsbeitrag von 15 Mio. Franken unterstützt werden. Die Volksinitiative selbst lehnte der Grosse Rat mit 20:72 Stimmen ab.
An der Generalversammlung des Casinotheaters Winterthur vom 15. Juni 2025 wird Viktor Giacobbo, Gründer und langjähriger Verwaltungsratspräsident der Casino Theater AG Winterthur, nach über 20 Jahren an der Spitze die Verantwortung weitergeben, wie das Haus mitteilt. Gleichzeitig tritt auch Patrick Frey zurück, der die Insitution über viele Jahre im Verwaltungsrat der Casino Immobilien AG, aber auch als Künstler mitgeprägt hat.
Der Vorstand von Swissperform hat Olivier Gremaud (Bild) per 1. September 2025 zum neuen Geschäftsführer ernannt. Diese Entscheidung stehe «vor dem Hintergrund der laufenden strategischen Weiterentwicklung und Digitalisierung von Swissperform», heisst es in der Mitteilung der Gesellschaft für die Leistungsschutzrechte in der Schweiz und in Liechtenstein.
Der Leitfaden bietet Künstler:innen und Produktionsleiter:innen der Deutschschweizer Freien Szene der Darstellenden Künste eine praktische Orientierung. Schritt für Schritt führt er durch die zentralen Phasen eines künstlerischen Projekts – von der ersten Idee über die konkrete Umsetzung bis hin zur Verbreitung und Gastspieltournee. Der Fokus liegt auf praxisnahen Informationen und realistischen Einblicken in den typischen Ablauf einer Produktion, wie sie in Zusammenarbeit mit etablierten Veranstalter:innen in der Deutschschweiz realisiert wird.
Der Regierungsrat des Kantons Zug unterstützt das Kulturhaus Gewürzmühle Zug 2025 mit einem Jahresbeitrag von 90’000 Franken aus dem Lotteriefonds. Der Regierungsrat unterstützt zudem die Aktualisierung der Plattform «kantonsparlamente.ch» des gleichnamigen Vereins mit einem Beitrag von 10’000 Franken aus dem Lotteriefonds.
«Für viele Bands und Musiker:innen wird es immer schwieriger, an Konzerte zu kommen. Wegen des veränderten Ausgehverhaltens und gestiegener Kosten sind auch Konzertabsagen längst keine Ausnahmen mehr. Einige Konzertlokale stehen sogar vor dem Aus», schreibt David Gadze im Ostschweizer Magazin «Saiten».
Die Basler Kulturhäuser der Parterre-Gruppe, das Atlantis und das Parterre One, rocken nicht mehr wie einst. Der Verein FOER, der hier früher als Veranstalter fungierte, soll laut Insider:innen aufgelöst werden. Der CEO bestreitet das. «Ist die Abwärtsspirale noch aufzuhalten?», fragt Valerie Zaslawski im Basler Online-Portal «bajour.ch».
Sollen Luzerner Veranstalter:innen weiterhin einen Teil ihrer Einnahmen an die Stadt abtreten müssen? «Mit dieser Frage beschäftigt sich Luzern seit nun vier Jahren. Und kommt zum Schluss: ja – aber nicht mehr alle», schreibt Michelle Keller auf der Innerschweizer Plattform «Zentralplus.ch»
Das Theater am Hechtplatz in der Stadt Zürich soll zwischen Anfang 2026 und Anfang 2027 instand gesetzt und baulich an veränderte betriebliche Anforderungen angepasst werden. Die Ausgaben für das Bauvorhaben belaufen sich auf rund 13 Millionen Franken.
Die Luzerner Pensionskasse (LUPK) als Eigentümerin und das Kleintheater Luzern als Mieter haben in den vergangenen Monaten intensiv an einer realisierbaren Lösung zur Integration des Kleintheaters in den geplanten LUPK-Neubau am Bundesplatz 14 in Luzern gearbeitet. Eine umfassende Machbarkeitsstudie bildet nun gemäss Medienmitteilung die Grundlage für das weitere Vorgehen.
Léa Spirig (Bild) wird per 1. April 2025 die künstlerische Leitung des Casinotheaters Winterthur übernehmen und Teil der Geschäftsleitung, heisst es in einer Mitteilung des Hauses. Sie folgt auf Susanne Steinbock, welche das Casinotheater nach fünf Jahren verlässt. Léa Spirig ist derzeit stellvertretende Leiterin von «G&G» beim Schweizer Fernsehen SRF.
Das Kleintheater Luzern kann noch bis im Sommer 2028 an der aktuellen Spielstätte bleiben. Danach soll das bestehende Gebäude am Bundesplatz einem Neubau weichen. Als mögliche Standorte prüft das Kleintheater jetzt zwei Optionen vertieft.
Die AllBlues Konzert AG und die Kultur & Gastro Holding AG geben bekannt, dass die 1994 gegründete Konzertveranstalterin AllBlues ab dem 1. Juli 2025 Teil der «Bierhübeli Familie» in Bern werden wird. — Der Veranstalter von Stars of Sounds ist in finanzieller Schieflage. Murten 2025 werde abgesagt, für Aarberg gebe es noch Hoffnung, sagt der Festivalgründer Marc Zahnd gegenüber Tamedia-Zeitungen.
«Nach nur fünf Monaten wirft der Good-News-CEO Patrik Wettstein (51) das Handtuch. Grund sind ‚unterschiedliche Auffassungen über die Geschäftstätigkeit‘. Ersetzt wird er Anfang 2016 durch den langjährigen Promoter Stefan Matthey (Bild).», schreibt heute «kleinreport.ch».
Die Broncos-Loge in der Berner Matte geht mit ihren Veranstaltungsreihen LOGE-LIVE und LOGE-DISKO in die vierte Saison nach dem letzten Hochwasser 2005.
Das ganz besondere Kulturlokal «Lebewohlfabrik» an der Zürcher Fröhlichstrasse eröffnet am 1. Oktober 2009 seine 7. Saison und präsentiert dafür wiederum ein exzellentes Programm aus Jazz, Swing, Kunst etc. und eben dem schönen «Lebewohl-Fröhlich»-Mix.