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19. Oktober 2009

«FRANKFURTERLI» VON YVONNE VOLKEN

Von der soeben zu Ende gegangenen Frankfurter Buchmesse 2009 berichtet für uns exklusiv Yvonne Volken, Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit der Stadtbibliothek Luzern. Yvonne Volken ist erfahrene Journalistin, sie war Mit-Realisatorin vieler Bücher-Sendungen auf Radio DRS 1 und ist in der Stadtbibliothek Luzern u.a. zuständig für die beliebten AutorInnen-Lesungen.

Bilder: Frankfurter Buchmesse

 

Endlich lesen: Also ehrlich, ich habe mich sehr aufs Nachhause-Kommen gefreut, wie stets nach dem Besuch DER Buchmesse. Ich habe mich darauf gefreut, mich mit neu entdeckten Büchern auf dem Sofa breit zu machen und einfach zu lesen, denn Buchmesse und lesen geht nicht zusammen: 7000 Aussteller, mehr als 50’000 Besucherinnen und Besucher täglich, kilometerlange Wanderungen von einer Halle zur andern, im Gepäck hunderte von Werbeprospekten und Flugblättern…

 

Das Gastland China (http://www.fbf2009china.com/) war eine Herausforderung und die Messe stand unter Generalverdacht: Die grosse Plattform für China sei bestenfalls naiv und motiviert durch den Blick auf China als unermesslich grossen Buchmarkt mit potenziell 1,3 Milliarden Leserinnen und Lesern. Die Polemik im Vorfeld führte nun zum Glück dazu, dass alle in Frankfurt ihren Auftritt hatten und gehört wurden, auch verfolgte Autorinnen und Autoren.

Die wirklich spannenden Diskussionen fanden allerdings nicht auf der Buchmesse, sondern vorab in den Medien statt. Besonders anregend war die Rubrik «Die Chinesen sind da», die während der Buchmesse in taz online täglich ein anderes Schlaglicht auf die Thematik richtete.

Link: http://www.taz.de/1/leben/buchmessetazde/

 

Lost in Translation: Die Begegnung mit Chinas «offiziellen» Autorinnen und Autoren erwies sich zunächst weniger aus politischen denn aus sprachlichen Gründen als schwierig.

Ab und zu haben wir unseren Messe-Schritt verlangsamt, blieben vor einem Verlagsstand stehen und nahmen ein Ohr voll fremder Laute auf. Chinesische Poesie, unverständlich, aber eine wunderbar exotische Melodie, wie Peking-Oper, und entsprechend stellten wir uns die Inhalte vor.

Dass diese Poesie keineswegs schmachtend-schwülstig, sondern auch unkonventionell und anarchistisch sein kann, erfuhren wir u.a. im Buchmesse-Studio von «arte», wo der Moderator witzige urbane Gedichte von Xiao Kaiyu vorlas und zugleich Promotion machte für das Hörbuch «Schmetterlinge auf der Windschutzscheibe», das im November erscheinen wird.

Link: http://www.literaturhaus.net/projekte/2009/poesie/schmetterlinge.htm

 

Xiao Kaiyu, chinesischer Autor und (so nehme ich an) offizielles Mitglied der Chinesischen Delegation, zeigte sich höchst beeindruckt vom «Leseland Deutschland». Er staune darüber, wieviele Leute in der Frankfurter Strassenbahn ein Buch oder eine Zeitung läsen, sagte er im Interview mit «arte». In China sei Lesen, speziell auch das Lesen von Gedichten, nur noch etwas für Alte und Kranke. Ob die Dinge für deutsche Dichtkunst tatsächlich besser stehen?

 

 

Lost in translation 2: Die chinesische Verhandlungstaktik ist weltweit gefürchtet. List und Tücke statt Argumente scheint die Devise zu heissen. Jedes Schulkind in China kennt denn auch die klassischen 36 Verhandlungs-Strategeme (Überlistungstechniken). Wir in good old Europe sind da viel weniger ausgebufft – und so trafen wir einen guten Freund und Vertreter eines grossen deutschen Verlags vollkommen erschöpft und fast etwas vergrämt: Die Verhandlungen um Lizenzen mit einer chinesischen Delegation liefen wahrscheinlich schlecht. Vielleicht besser als befürchtet oder sogar gut? Unmöglich, diese Chinesen einzuschätzen!

 

Glanz und Gloria: Über tausend Autorinnen und Autoren waren zu Gast an der Buchmesse, auch Frank Schätzing mit seinem neuen Buch «Limit». Es handelt von unserer (möglichen) Zukunft auf dem Mond und vom Kopf-an-Kopf-Rennen, das die lunearen Perspektiven bei Amerikanern und Chinesen auslöst…

Aber Schätzing, Millionenautor und mutmasslicher Frauen-Schwarm, brachte sich noch anders ins Gespräch. In der «Zeitung zur Buchmesse» präsentierte sich der 52jährige Autor ungefragt und knapp bekleidet als Adonis – mit Fernbedienung in der Hand. Das Bild eines sehr selbstbewussten schönen Mannes, hämisch kommentiert von einem anderen, vielleicht nicht ganz so schönen Mann. Quintessenz: Ikone Schätzing als Ikone der «halbnackten Best Ager, die am Limit drehen».

 

Leselust und Buchvirus scheinen in Frankfurt – zumindest während der Buchmesse – auch auf das breite Publikum überzuspringen: Da waren etwa der Taxichauffeur, der sich nach Mitternacht über E-Books versus «richtige» Bücher Gedanken machte und die Kioskangestellte, die Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller bediente und sich voll Stolz daran erinnerte…

Und da war auch der zuvorkommende Angestellte im Hotel mit leichtem Akzent (Pakistani? Inder?), der sich als absoluter Buchfan outete. Ich überliess ihm zum Abschied mein Buchmesse-Ticket und verschaffte ihm so die Gelegenheit, seinen Bücherbestand mit Ausstellungsexemplaren der Buchmesse 2009 zu ergänzen. Dieser Bestand sei sehr gross, hörten wir von seinem Kollegen, so gross, dass der Bücherfreund kürzlich von seiner Frau verlassen worden sei.

 

 

Buchtipp: Und welches Buch liegt nun, nach der Buchmesse Ausgabe 2009, zuoberst auf meinem Nachttisch, bzw. auf dem Sofa, wo ich mich demnächst breit machen werde? Es ist «An Grossvaters Hand – Meine Kindheit in China» von Chen Jianghong. Es ist ein sehr persönlicher Rückblick des Autors und Illustrators (geboren 1973) auf das alltägliche Leben im China der Kulturrevolution.

 

Buchmesse 2010

Die Frankfurter Buchmesse findet nächstes Jahr vom 6. bis 10. Oktober statt. Gastland wird Argentinien sein.

Link: http://www.buchmesse.de/de/fbm/

 

Kontakt:

yvonne.volken(at)bluewin.ch

 

 

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 19. Oktober 2009
  • Druck, Verlag, Printprodukte, Medienhäuser

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