Amazon-Besitzer kauft «Washington Post».

Bild: Jeff Bezos, 2010 – Foto: Steve Jurvetson – Lizenz: Attribution 2.0 Generic – Originaldatei: http://en.wikipedia.org/
Andreas Von Gunten in seinem Blog:
«Ausgerechnet ein Internetunternehmer» kaufe die Traditionszeitung, verbreitet die Nachrichtenagentur dpa in den deutschen Medien, wie hier z.B. im «Handelsblatt». Und aus Sicht des «Tages-Anzeigers» hat sich Jeff Bezos einfach ein persönliches Spielzeug gekauft.
Es macht sich eine Art Schockstarre breit, nachdem die Nachricht die Runde gemacht hat. Man weiss nicht so recht, was davon zu halten ist. Nur eines scheint klar zu sein: ein «Traditionsblatt» wurde an einen der Akteure verkauft, die für die Ratlosigkeit der «Verlegerfamilie», welche die «Watergate-Zeitung» nach 80 Jahren und 4 Generationen einfach nicht mehr halten konnte, mitverantwortlich sind.
Das subtlile Bild, welches gezeichnet wird, zeigt hier die guten Verlegerfamilien mit ihren wichtigen demokratischen Werten und dort die Internet-Tycoons, die die alte Welt zerstören und nur von einem Wert, dem ihrer Kassen, getrieben zu sein scheinen.
Mehr:
http://www.andreasvongunten.com/blog/2013/8/6/
«Stimmung wie an einer Beerdigung»
Branchenbeobachter rätseln über die Strategie des Amazon-Gründers, der bereits klar machte, nicht mehr an gedruckte Zeitungen zu glauben. Es gibt aber auch Optimisten, die den Kauf des Traditionsblattes als Chance für den Journalismus sehen.
http://www.nzz.ch/aktuell/digital/jeff-bezos-kauft-die-washington-post-1.18128388
«250 Millionen Dollar sind ein anständiger Preis»
Jeff Bezos kauft die «Washington Post» – eine Chance für den Journalismus oder ein Zeichen seines Niedergangs? Antworten von Medienökonom Matthias Karmasin.
Tränen im Newsroom
Die traditionsreiche «Washington Post» wird verkauft, ausgerechnet an den Internetunternehmer und Amazon-Gründer Jeff Bezos. Der spektakuläre US-Mediendeal zeigt: Nicht der Journalismus befindet sich in der Krise, sondern das Geschäft mit bedrucktem Papier.
Aus Washington berichtet Jan Friedmann
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/washington-post-an-amazon-gruender-verkauft-a-914975.html
Ausverkauf bei den Printmedien
Der «Boston Globe», die «Washington Post» und mehrere traditionsreiche Regionalzeitungen und Zeitschriften des deutschen Springer-Konzerns wechselten in diesen Tagen überraschend die Besitzer. Für die Neuen scheinen journalistische Leistungen bloss noch eine Nebenrolle zu spielen.
Fredy Gsteiger
Audio «Ausverkauf bei den Printmedien» in externem Player öffnen
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Nachtrag vom 7.8.13:
Amazon-Gründer Jeff Bezos kauft die «Washington Post»
Von Ignaz Staub
Die Familie Graham, in vierter Generation Besitzerin der «Washington Post», hat das legendäre Blatt für den Schnäppchenpreis von 250 Millionen Dollar verkauft. Damit ist die «New York Times», die den Sulzbergers gehört, Amerikas letzte grosse Zeitung in Familienbesitz.
http://www.journal21.ch/digital-schlägt-analog
Nachtrag vom 8.8.13
Der intellektuelle Bankrott der Presse
Von Constantin Seibt
http://www.derbund.ch/kultur/diverses/Der-intellektuelle-Bankrott-der-Presse/story/26508471
Kommentare von Daniel Leutenegger