20. März 2025
108 FILME AUS 52 LÄNDERN SIND ZU SEHEN
39° Festival International du Film de Fribourg-Freiburg, du 21 au 30 mars 2025

Image: © FIFF 2025
Jedes Jahr begibt sich das Internationale Filmfestival Fribourg-Freiburg (FIFF) auf die Suche nach neuen Filmen aus der ganzen Welt, insbesondere aus Asien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa, und es präsentiert eine Auswahl an Lang- und Kurzfilmen in seinem sorgfältig kuratierten Wettbewerbsprogramm sowie in seinen Parallelsektionen. Das Festival zeigt Filmperlen aus allen Kulturen und Genres, von intimen, leisen Werken bis hin zu populären Blockbustern.
Brücke über den Röstigraben
Das FIFF ist von der Kraft der kulturellen und sprachlichen Vielfalt überzeugt.
An der Grenze zwischen der deutsch- und der französischsprachigen Schweiz gelegen, will es nicht nur Brücken zwischen Ländern und Kontinenten schlagen, sondern auch zwischen den Schweizer Landesteilen. Dabei bemüht es sich speziell um das deutschsprachige Publikum, das sich in den letzten vier Jahren vervierfacht hat: Rund 60 Prozent aller gezeigten Filme sind heute Deutsch untertitelt; es gibt eine deutsche Plakatkampagne und die Zusammenarbeit mit deutschsprachigen Partnerinnen und Partnern wurde intensiviert. Für den 2021 gemeinsam mit den Schweizer Jugendfilmtagen in Zürich lancierten Prix Röstigraben erhielt das FIFF im Oktober 2024 den Preis für die Zweisprachigkeit des Kantons Freiburg.
Kulturvermittlung für Klein und Gross
Ein besonderer Schwerpunkt des FIFF ist seine innovative Kulturvermittlung. Das Schulprogramm Planète Cinéma ist das Grösste in der Schweiz. 2024 zählte es über 11’000 Teilnehmende im Alter von 4 bis 25 Jahren. Parallel dazu stärkt das Festival 2025 in Zusammenarbeit mit Pro Senectute Freiburg sein Angebot für Senior:innen. Ausserdem finden im Rahmen von FIFForum – einem Begegnungsraum für Filmschaffende und Kinofans – Gespräche, Workshops und andere Veranstaltungen statt.
Eine konstante Entwicklung
Das Festival wurde 1980 von Magda Bossy, Yvan Stern und mit der Unterstützung von Freddy Buache gegründet. Martial Knaebel, künstlerischer Leiter seit der ersten Ausgabe, übergab seinen Posten 2008 an Edouard Waintrop. Auf Waintrop folgte 2012 Thierry Jobin.
In seiner 45-jährigen Geschichte hat sich das Festival stetig weiterentwickelt und an inhaltlicher Breite gewonnen. Es startete im Zwei- bis Dreijahresrhythmus und findet seit 1992 jährlich statt. Dabei ist es kontinuierlich gewachsen und erreichte in den letzten Jahren regelmässig neue Publikumsrekorde. So zählte es 2024 über 49’000 Eintritte in den Kinos. Nicht nur das Publikum, sondern auch internationale Filmschaffende schätzen die entspannte und familiäre Atmosphäre des FIFF, das so renommierte Persönlichkeiten wie Bong Joon-ho, Ken Loach, die Dardenne-Brüder, Eric Cantona, Charles Aznavour, Marthe Keller, Geraldine Chaplin, Douglas Kennedy, Pierre Richard, Étienne Daho oder Fatih Akin zu seinen Gästen zählte.
Die 39. Ausgabe des FIFF: Mörderisch gut
Mehr denn je bietet das FIFF an seiner 39. Ausgabe Spannung und Nervenkitzel: Die Sektion Genrekino widmet sich dieses Jahr unter dem Motto «Morde und Mysterien» Kriminalfilmen aus aller Welt und lässt das Publikum fremde Kulturen durch die Linse einer wohlbekannten Filmgattung entdecken. In der Sektion «Neues Territorium» geht die Reise nach Sri Lanka, mit einer vielseitigen Auswahl von Filmen der letzten zehn Jahre, sowohl von tamilischen als auch von singhalesischen Filmschaffenden.
Die traditionelle «Carte blanche» trägt die Handschrift des französischen Produzenten Jérôme Paillard, ehemaliger Direktor des Marché du Film des Festivals von Cannes. Die Sektion «Entschlüsselt» ist in Zusammenarbeit mit dem Departement für Zeitgeschichte der Universität Freiburg entstanden und fragt nach dem Einfluss des kommunistischen Systems auf das afrikanische Filmschaffen während des Kalten Krieges.
Die jüngsten Filmfans kommen wie gewohnt in der Sektion «Grosses Kino für Familien» auf ihre Kosten, und für die besonders Nervenstarken gibt es auch in diesem Jahr die beliebten Mitternachtsvorführungen.
Und natürlich finden sich wie gewohnt herausragende Filmperlen aus aller Welt in den internationalen Wettbewerben für Kurz- und Langfilme. Bei den zwölf Lang- und sechzehn Kurzfilmen im Wettbewerb handelt es sich im Mindesten um Schweizer Premieren. Insgesamt sind vom 21. bis zum 30. März 108 Filme aus 52 Ländern zu sehen.
cp
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Kommentare von Daniel Leutenegger