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30. November 2017

PRO HELVETIA WILL INNOVATIVES SCHWEIZER DESIGN GEZIELT FÖRDERN

Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia hat dieses Jahr ein neuartiges Fördermodell lanciert: Es unterstützt Projekte junger Designerinnen und Designer von der Idee bis zur Marktreife. Die Ausschreibung suchte nach Projekten, die Kreativität und Qualität mit Nutzbarkeit und Marktverständnis vereinen. 56 Vorhaben wurden eingereicht, 18 davon werden nun auf verschiedenen Förderstufen gezielt unterstützt: Vom Konzept bis zum Vertrieb der fertigen Produkte.

Foto: WORN FW 17 ©WORN

Die Verbindung zwischen Kreation und Markt stärken – das will die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia mit einem neuartigen Fördermodell, das professionelle Projekte aller Designdisziplinen unterstützt.

Die erste Ausschreibung stiess auf grosses Echo: Vom Fashion- über Möbel- bis hin zum Produkte- und Industrie-Design wurden insgesamt 56 Vorhaben eingereicht und in einem zweistufigen Verfahren von einer Jury beurteilt. Diese zeigte sich beeindruckt vom grossen inhaltlichen Spektrum und der hohen Qualität der Projekte.

Ausgewählt wurden 18 Vorhaben, die je auf verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette gezielt gefördert werden: In der Konzeptphase, bei der Entwicklung eines Prototyps, bei der Produktion oder beim Vertrieb.

Auf diese Weise kommen wenig bekannte Designerinnen und Designer ebenso zum Zug wie bereits etablierte Kreative und Studios. Zu letzteren gehören etwa das Fashion-Label Ottolinger aus Stein/SG oder das Genfer Accessoire-Label WORN.

Zustätzlich zur finanziellen Unterstützung ihrer Projekte profitieren die geförderten Designerinnen und Designer von Coaching- und Mentoringmassnahmen sowie der Möglichkeit, ihre Podukte an Messen im In- und Ausland zu präsentieren. Die gesamte Fördersumme der ersten Ausschreibung beträgt CHF 300’000.-

Schwerpunkt aus der Kulturbotschaft

Die Designförderung gehört zum Schwerpunkt «Neue Zusammenarbeitsmodelle Kultur und Wirtschaft», den die Kulturbotschaft 2016-2020 Pro Helvetia als Aufgabe zuschreibt. Der Schwerpunkt richtet sich mit spezifischen Ausschreibungen sowohl an Designerinnen und Designer wie auch an Kreative aus dem Bereich interaktive Medien. Beide Sparten bedürfen einer gezielten Förderung, da sich die jungen Kreativen nach Studienabschluss ohne institutionelle Unterstützung in internationalen Märkten behaupten müssen. «Das neue Fördermodell ist ein grosser Schritt vorwärts. Jetzt braucht es Zeit und Kontinuität, damit es sein volles Potenzial entfalten kann», sagt Walter Stulzer, Mitglied der Design-Jury und Gründer von Futureworks und Experte bei Innosuisse, der Schweizer Agentur für Innovationsförderung.

Die Mitglieder der Jury

Die Jury deckte diverse Designdisziplinen sowie Fachbereiche wie Marketing, Innovationsförderung oder Engineering ab. Die Mitglieder waren: Yannick Aellen, Gründer Mode Suisse, Zürich; Matali Crasset, Industriedesignerin und Dozentin HEAD, Paris (Jurypräsidentin), Frédéric Dedelley, Designer, Zürich; Elmar Mock, Swatch Miterfinder, Gründer Creaholic und Serial Entrepreneur, Biel; Chantal Prod’Hom, Direktorin mudac, Lausanne; Renato di Rubbo, Chief Marketing Officer Franke Group Aarburg; Walter Stulzer, Gründer von Futureworks und Experte bei Innosuisse, Schweizer Agentur für Innovationsförderung, Zürich.

Folgende 18 Projekte werden gefördert:

Konzeptbeitrag:

  • Isabel Bürgin, Laura Endtner, «3D FLAX TOWEL», [Basel]
  • Leon Laskowski, Jérôme Rütsche, «Kraftplex – weiterführende Recherche», [Bern]
  • Sebastian Marbacher. «Neue Materialkombination bei Sitzmöbeln», [Basel]
  • Arno Mathies, «Table Scapes», [Genève]

Beitrag an die Entwicklung eines Prototyps:

  • Christa Bösch, Cosima Gadient / Ottolinger, «Ottolinger Herbst/Winter-Kollektion 2018», Stein/SG
  • Diiis Designstudio GmbH, «RUDI the side table», [Liestal]
  • Florian Hauswirth Industrial Craft, «Feuille lamp collection», [Biel]
  • Rafael Kouto, «all the nothing that will remain», [Losone]
  • MDK – Miranda Kaloudis, «Funktionale Jackenkollektion», [Zürich]
  • Giulio Parini, «Glass Type», [Paris/ Lugano]
  • Hanno Schwab, «Earlybird OWASHI», [Bern]
  • Amihan Zemp / Coltrane, «Coltrane AW18 Collection: Love and the Weather», [Zürich]

Produktionsbeitrag:

  • Velt GmbH, «Do the rounds – Leather bags of good conscience», [Uster/ZH]

Beitrag an Vertrieb oder Projekterweiterung:

  • kollektiv vier design studio GmbH, «product line for shower and bath», [Basel]
  • Julian Zigerli, «AW18 Thumbs Up», [Zürich]
  • dukta GmbH, «dukta – flexible wood, [Zürich]
  • Alain Schibli, «Makerball, [Aarau]
  • Brofam Sarl/WORN, «Expansion of the brand WORN on international markets», [Genève]

—

Kontakt:

https://prohelvetia.ch/en/2017/11/design-results/

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 30. November 2017
  • Film, Video, Audiovisuelles

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