13. Juli 2012
RADIO-TIPP: «Faulheit hat viele Gesichter»
Radio DRS 2, «Kontext» vom heutigen Freitag, 09.06 Uhr - Faulheit kennt viele Ausprägungen: Zivilisationskritik, wie sie Diogenes in seiner legendären Tonne praktizierte. Oder Überdruss am tätigen Leben wie bei Oblomow, dem berühmtesten Faulpelz der Weltliteratur. In «Kontext» wird die Faulheit an Beispielen vorgestellt.

Foto: http://www.middlebury.edu/ls/german/file_uploads/node/259681
Wer faul ist und keinen Finger rührt, der ist bei uns schlecht angesehen. Nur, so der Literaturwissenschaftler Manfred Koch (Bild), ist mit dieser Vorstellung der Faulheit bei Weitem nicht Genüge getan. Diogenes etwa in seiner legendären Tonne entzog sich radikal dem Tun seiner Zeit, die er so kritisierte: Faulheit als Zivilisationskritik.
Faulheit hat heute einen schweren
Stand
Oder eine Faulheit à la Oblomow: Ein Mann, der das Leben einfach nicht aufregend genug fand, um jemals sein Bett zu verlassen.
In unserer Zeit hat Faulheit nur in Büchern zur Lebenskunst Konjunktur. Wissen wir nicht mehr, wie es geht?
Manfred Koch hat zu dieser Frage ein Buch geschrieben: «Faulheit – eine schwierige Disziplin». Warum es sich lohnt, sich in diese Disziplin zu vertiefen, darüber spricht Angelika Schett mit Manfred Koch.
srf
Link:
http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/top/kontext/5005.sh10230905.html
Mehr:
http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Koch_(Germanist)
http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/die_kunst_der_faulheit-1.10375974
Kontakt:
http://germa.unibas.ch/seminar/mitarbeitende/profil/profil/person/koch/
Kommentare von Daniel Leutenegger