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16. März 2021

FORSCHUNG MIT QUELLEN DES SCHWEIZERISCHEN KUNSTARCHIVS VON SIK-ISEA

Das Schweizerische Kunstarchiv von SIK-ISEA birgt einen reichen Fundus von Archivalien zur Kunst in der Schweiz. In knapp 21'000 Dokumentationen und über 300 schriftlichen Nachlässen von Künstlerinnen und Künstlern finden Forschende zahlreiche Quellenbestände, die vielfach in Ausstellungskataloge, Monografien oder thematische Forschungspublikationen einfliessen. Kürzlich sind ein Ausstellungskatalog und zwei Bände mit Künstlerschriften erschienen, die auf den Nachlassbeständen des Kunstarchivs basieren.

Bild: Tagebücher von Augusto Giacometti – Foto: © https://www.sik-isea.ch/de-ch/Aktuell/Aktuell/News/Forschung-mit-Quellen-des-Schweizerischen-Kunstarchivs 

Für die Ausstellung «Ottilia Giacometti. Ein Porträt» im Kunsthaus Zürich hat Casimiro di Crescenzo einen Katalog publiziert, der auf dem Briefwechsel der Familie von Giovanni Giacometti beruht. In den Nachlassbeständen, die als Schenkung von Albertos jüngstem Bruder Bruno ans Schweizerische Kunstarchiv gelangt sind, finden sich auch Briefe der Schwester Ottilia Giacometti, die dem Vater Giovanni und dem Bruder Alberto oft Modell gestanden ist. Di Crescenzo zeichnet unter anderem anhand dieser Korrespondenz die Biografie der früh verstorbenen Ottilia nach und publiziert bisher unbekannte Zeichnungen von Alberto Giacometti, die sich ebenfalls in der Briefsammlung befinden.

Caroline Kesser hat die Tagebücher von Augusto Giacometti herausgegeben, die sich in dessen schriftlichem Nachlass im Schweizerischen Kunstarchiv befinden. Unter dem Titel «Immer nur das Paradies» liegen nun die einzigen erhaltenen Journale von Augusto Giacometti aus den Jahren 1932 bis 1937 in transkribierter und ausführlich annotierter Form vor. Die Tagebücher geben Einblick in Giacomettis gesellschaftlichen Umgang mit Künstlerfreunden, Sammlern und Kunsthändlern, die Entstehung seiner Werke, seine Reflexionen über Kunst, Ausstellungsbesuche, Reisen oder seine Arbeit für die eidgenössische Kunstkommission.

«Das Seelenpostbuch» nennen Magdalena Droste und Elisa Tamaschke die dreibändige Edition des Briefwechsels zwischen Oskar Schlemmer und Otto Meyer-Amden. Die Korrespondenz der beiden Künstler in den Jahren von 1909 bis 1933 bildet den Schlusspunkt einer Editionsgeschichte, die mit dem Tod Otto Meyer-Amdens 1933 beginnt und erst mit der vorliegenden Publikation endet. Die transkribierten und kommentierten Briefe werden von fünf fundierten Einführungstexten begleitet. Den Abschluss bilden eine Editionsgeschichte, die Biografien der beiden Künstler und eine Briefliste. Das Projekt stützt sich hauptsächlich auf Quellen aus dem Archiv Oskar Schlemmer in der Staatsgalerie Stuttgart und aus dem Nachlass von Meyer-Amden im Schweizerischen Kunstarchiv.

cp

Kontakt:

https://www.sik-isea.ch/de-ch/

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  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 16. März 2021
  • Information und Dokumentation

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