ch-cultura.ch
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci

14. Dezember 2020

JAHRESBILANZ 2020 VON REPORTER OHNE GRENZEN: «CHINA, SAUDI-ARABIEN, ÄGYPTEN, VIETNAM UND SYRIEN SIND DIE GRÖSSTEN ‚GEFÄNGNISSE FÜR MEDIENSCHAFFENDE’»

Weltweit sind derzeit insgesamt 387 Journalistinnen und Journalisten im Zusammenhang mit ihrer Arbeit inhaftiert, 54 werden als Geiseln festgehalten und vier werden vermisst. Das geht aus dem ersten Teil der Jahresbilanz von Reporter ohne Grenzen (RSF) International hervor, die RSF am 14. Dezember 2020 veröffentlicht hat. Die Zahl der Inhaftierten ist trotz eines deutlichen Anstiegs von Verstössen und Verhaftungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie Ende 2020 im Vergleich mit dem Vorjahr stabil geblieben.

Bild: © Reporter ohne Grenzen (RSF) International

Im ersten Teil der Jahresbilanz 2020 zählt RSF International 387 Journalistinnen und Journalisten, die kurz vor Ende des Jahres wegen der Ausübung ihrer journalistischen Tätigkeit inhaftiert sind; 2019 waren es 389. Die Zahl der weltweit inhaftierten Medienschaffenden bleibt auf einem historisch hohen Niveau. Mehr als die Hälfte von ihnen – 61 Prozent – werden in nur fünf Ländern festgehalten: Wie im Vorjahr sind China (117 Inhaftierte), Saudi-Arabien (34), Ägypten (30), Vietnam (18) und Syrien (27) die fünf grössten «Gefängnisse für Medienschaffende».

Um 35 Prozent gestiegen ist die Zahl der inhaftierten Journalistinnen: Ende 2019 waren es 31, heute sind es 42. Damit liegt der Frauenanteil bei den inhaftierten Medienschaffenden bei 11 Prozent. Die meisten der neu inhaftierten Journalistinnen, nämlich vier, werden in Belarus festgehalten, wo seit den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im vergangenen August beispiellose Repressionen stattfinden. Dazu kommen zwei der Länder, in denen die Corona-Krise zu einer deutlichen Zunahme des Drucks geführt haben: Iran, mit vier festgehaltenen Journalistinnen, und China mit zwei. Unter den inhaftierten Journalistinnen ist auch die Vietnamesin Pham Doan Trang, eine der Trägerinnen des RSF-Preises für Pressefreiheit 2019.

Die von RSF-Teams und Tracker 19 gesammelten Daten zeigen laut einer nicht abschliessenden Liste, dass die Zahl der willkürlichen Festnahmen und Inhaftierungen zwischen März und Mai 2020, zu Beginn der weltweiten Ausbreitung des Corona-Virus, um das Vierfache gestiegen ist. Zwischen Anfang Februar und Ende November 2020 machten willkürliche Verhaftungen 35 Prozent der erfassten Verletzungen der Pressefreiheit aus, während körperliche Gewalt oder Drohungen 30 Prozent der erfassten Übergriffe ausmachten. Während die meisten der verhafteten Medienschaffenden nur für wenige Stunden oder in einigen Fällen einige Tage oder Wochen festgehalten wurden, sind 14 Journalisten, die im Zusammenhang mit ihrer Berichterstattung über die Pandemie verhaftet wurden, aktuell nach wie vor in Haft.

In Asien, dem Kontinent, auf dem Covid-19 zuerst auftrat und wo am meisten Verletzungen der Informationsfreiheit im Zusammenhang mit der Pandemie gezählt wurden, befinden sich die meisten Medienschaffenden, die wegen ihrer Pandemie-Berichterstattung inhaftiert sind: sieben in China, zwei in Bangladesch und einer in Myanmar. Im Nahen Osten haben mehrere Länder die Pandemie genutzt, um die Kontrolle über die Medien und die Berichterstattung zu verschärfen; dort sind es noch drei «Covid-19-Häftlinge», zwei im Iran und einer in Jordanien. In Afrika ist in Ruanda nach wie vor ein Journalist inhaftiert, unter dem Vorwurf der «Verletzung der Lockdown-Vorschriften».

«Fast 400 Journalisten werden das Jahresende im Gefängnis verbringen, weit weg von ihren Familien und unter Haftbedingungen, die manchmal ihr Leben in Gefahr bringen», so Christophe Deloire, Generalsekretär von RSF International: «Diese Zahlen bestätigen die Auswirkungen der Pandemie auf den Journalismus und die nicht hinnehmbare Tatsache, dass einige unserer Kollegen für die Suche nach der Wahrheit mit ihrer Freiheit bezahlen. Sie bestätigen auch, dass die Journalistinnen, deren Anteil im Beruf immer grösser wird, von Repressionen nicht verschont bleiben.»

Die Jahresbilanz 2020 zeigt überdies, dass derzeit weltweit mindestens 54 Medienschaffende als entführt gelten müssen, 5 Prozent weniger als zu diesem Zeitpunkt im Vorjahr. Nach der Freilassung eines ukrainischen Journalisten, der von prorussischen Separatisten in der ostukrainischen Donbass-Region festgehalten wurde, sind Syrien, Irak und Jemen die einzigen Länder, in denen Journalisten als Geiseln gehalten werden. Dazu gehören auch die vier Journalisten, die 2015 von den Houthis im Jemen gefangen genommen, später zum Tode verurteilt wurden und seither in grösster Ungewissheit über ihr Schicksal leben müssen. Drei Journalisten und eine Journalistin sind 2020 unter ungeklärten Umständen verschwunden: jeweils einer im Irak, in der Demokratischen Republik Kongo und in Mosambik sowie eine Reporterin in Peru.

Mehr:

https://rsf-ch.ch/wp-content/uploads/2020/12/Jahresbilanz_der_Pressefreiheit_2020_Teil_1_RSF.pdf

Die Jahresbilanz 2020 zu den getöteten Medienschaffenden wird RSF am 29. Dezember veröffentlichen.

RSF erstellt seit 1995 jährlich eine Jahresbilanz der gegen Journalistinnen und Journalisten begangenen Übergriffe. Sie basiert auf Daten, die im Laufe des Jahres gesammelt wurden. RSF sammelt akribisch Informationen, die es ermöglichen, mit Gewissheit oder zumindest grosser Wahrscheinlichkeit festzustellen, dass die Verhaftung, die Entführung, das Verschwinden oder der Tod eines jeden der gezählten Medienschaffenden eine direkte Folge der Ausübung seines Berufs war.

bb

Kontakt:

https://rsf-ch.ch/de/reporter-ohne-grenzen/

#RSF #ReporterohneGrenzen #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+


 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 14. Dezember 2020
  • Journalismus

Vorheriger Beitrag

DER KANTON BERN VERGIBT VIER MUSIKPREISE: AN AKKU QUINTETT, XAVIER DAYER, STEPHAN EICHER SOWIE SABINA SCHÄRER & FELIX ROHNER

Nächster Beitrag

DER EHEMALIGE SRG-SSR-GENERALDIREKTOR ANTONIO RIVA IST GESTORBEN

Daniel Leutenegger

Daniel Leutenegger

Redakteur

Beiträge von Daniel Leutenegger

  • Personifikation des Sommers, Wollwirkerei, Ägypten, 3.–4. Jahrh
    «ZUHAUSE IN DER SPÄTANTIKE. TEXTILE INNENAUSSTATTUNG DES 4. BIS 7. JAHRHUNDERTS»

    24. April 2026

  • Wendy Red Star, Spring – Four Seasons, 2006 © Wendy Red Star, courtesy the artist; collection of the Newark Museum of Art
    «FAST EIN PARADIES. KOLONIALZEITLICHE FOTOGRAFIE IN DER GEGENWARTSKUNST»

    24. April 2026

  • Obwohl klein, sticht die pinke Eule unter ihren Eulenfreunden zum Auftakt der Ausstellung hervor JPEG, 2.2 MB
    «DIE EULE IST PINK. FARBIGE GESCHICHTEN»

    24. April 2026

  • Marco Liembd - Foto: © https://www.facebook.com/photo/?fbid=10160610374154291&set=a.43154
    MARCO LIEMBD VERLÄSST DAS LUZERNER KONZERTHAUS SCHÜÜR

    24. April 2026

  • Swiss Press Award 2026
    DIE GEWINNERINNEN UND GEWINNER DES SWISS PRESS AWARDS 2026 STEHEN FEST

    24. April 2026

Kommentare von Daniel Leutenegger

Previous post « Next post »

© 2026 ch-cultura.ch – Schweizer Online-Kultur-Plattform

  • NUTZUNGSBEDINGUNGEN
  • DATENSCHUTZ
  • IMPRESSUM
Facebook LinkedIn Instagram X

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis auf unserer Website zu bieten.
Mehr darüber erfahren Sie in den .

ch-cultura.ch
Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und dienen dazu, Sie wiederzuerkennen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und unserem Team zu helfen, zu verstehen, welche Bereiche der Website Sie am interessantesten und nützlichsten finden.

Lesen Sie unsere Informationen zum Datenschutz, um mehr zu erfahren.

Notwendige Cookies

Notwendige Cookies sollte immer aktiviert sein, damit wir Ihre Präferenzen für Cookie-Einstellungen speichern können.

Wenn Sie dieses Cookie deaktivieren, können wir Ihre Einstellungen nicht speichern. Das bedeutet, dass Sie jedes Mal, wenn Sie diese Website besuchen, Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren müssen.

Google Analytics

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher auf der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Wenn Sie dieses Cookie aktiviert lassen, können wir unsere Website verbessern.

<p>Bitte aktivieren Sie zunächst "Notwendige Cookies", damit wir Ihre Einstellungen speichern können!</p>