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15. November 2013

Kulturvermittlungspreis des Kantons Bern geht an Heinz Häsler

Der mit 10'000 Franken dotierte Kulturvermittlungspreis 2013 des Kantons Bern geht an den Ausstellungsmacher Heinz Häsler (Bild). Seit Mitte der 1970er-Jahre engagiert er sich dafür, dass in Interlaken Kunstausstellungen stattfinden. Häsler war an der Konzeption und Realisierung des Kunsthauses Interlaken massgeblich beteiligt und ist seit dessen Eröffnung 2009 als Kurator für das Ausstellungsprogramm verantwortlich.

 

Foto: http://www.jungfrauzeitung.ch

 

Heinz Häsler bildete sich nach dem Gymnasium in Interlaken an der Schule für Gestaltung Bern zum Zeichnungslehrer aus. Bereits während des Studiums begann sein langjähriges Engagement für die Kunstgesellschaft Interlaken. Dank seiner Mitarbeit, beziehungsweise unter seiner Leitung kamen Ausstellungen wie 1984 die Retrospektive Max Kämpf (in Kooperation mit der Kunsthalle Basel) oder 1989 «Wehrhaft und wahrhaft – Kunst während dem 2. Weltkrieg» zustande, bereicherten die Kunst- und Kulturszene Interlaken und verknüpften diese Randregion nicht nur mit der Region Bern, sondern weit darüber hinaus.

 

Mitinitiator des Kunsthauses Interlaken

 

Ohne Häsler gäbe es heute kein Kunsthaus Interlaken. Er war Mitinitiator, im alten Amtshaus ein Haus für Kunst zu realisieren, und beteiligte sich massgeblich an dessen Konzeption und Realisation. Bis heute prägt Häsler das Haus als Kurator und Verantwortlicher für das Ausstellungsprogramm.

Er eröffnete es 2009 programmatisch mit einer Ausstellung mit Werken von Arnold Brügger, Pierre Haubensak und Marianne Flotron. Alle drei haben ihre Wurzeln in Meiringen, gehören aber unterschiedlichen Generationen an und vertreten künstlerisch je eigene Positionen. Die Ausstellung steht für den Anspruch, das regionale Zentrum für professionelle Kunst zu sein und gleichzeitig den Blick auf aktuelles oder historisches Kunstschaffen ausserhalb der Region zu lenken und Vergleichsmöglichkeiten zu schaffen. Pro Jahr werden im Kunsthaus Interlaken vier Ausstellungen realisiert, die nationale und internationale Kunst seit dem 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart präsentieren.

 

Lehrer und Kulturvermittler am Gymnasium Neufeld

 

Nicht nur als Ausstellungsmacher ist Häsler Botschafter der Kunst und Kultur und begeisterter Vermittler. Seit 1977 ist er als Lehrer für Bildnerisches Gestalten und für Theater am Gymnasium Neufeld tätig. Noch in seiner Ausbildung befasste er sich 1975 mit Stage-Design an der Art School of Oklahoma in den USA, und diese Beziehung zum Theater hat er innerhalb wie ausserhalb der Schule weiter gepflegt, Bühnenbilder für verschiedenste Produktionen realisiert oder Theaterprojekte begleitet oder geleitet. Als Lehrer blieb er stets in Kontakt mit der jüngeren Generation, und es ist ihm ein Anliegen, Bildungspolitik unbedingt mit Kulturpolitik und Kulturvermittlung zu verbinden.

 

Immer hat Häsler ein breites, spartenübergreifendes und transdisziplinäres Wirkungsfeld gesucht und gepflegt und sich aktiv in verschiedenste Kulturszenen in Interlaken eingebracht. Davon zeugt auch, dass sich im Erdgeschoss des Kunsthauses ein Konzert- und Performance-Space befindet, wo heute verschiedene Programmgruppen Veranstaltungen durchführen. Und auch diese Fäden laufen beim unermüdlichen Netzwerker Häsler zusammen.

 

Preisverleihung am 7. Dezember 2013 im Kunsthaus Interlaken

 

Die Preisverleihung findet am Samstag, 7. Dezember 2013, um 17 Uhr im Kunsthaus Interlaken im Rahmen der Vernissage der 3. Cantonale Berne Jura – Weihnachtsausstellung 2013 statt. Der Anlass ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

 

Quelle:

 

http://www.be.ch/portal/de/index/mediencenter/medienmitteilungen.meldungNeu.mm.html/portal/de/meldungen/mm/2013/11/20131114_0825_kulturvermittlungspreisgehtanheinzhaesler0

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 15. November 2013
  • Kulturförderung, Kulturvermittlung, Kultur- und Medienpolitik

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