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29. Februar 2020

«ADOLF DIETRICH UND PETER SOMM – EINE WAHLVERWANDTSCHAFT»

Ausstellung im Kunsthaus Interlaken, vom 1. März bis am 10. Mai 2020

Bild: Dietrich-Somm © https://kunsthausinterlaken.ch/aktuelle-ausstellungen/

Die Ausstellung stellt die Werke von Peter Somm und Adolf Dietrich auf überraschende und erhellende Art einander gegenüber. Das Schaffen dieser beiden Künstler aus der Ostschweiz ist eng miteinander verbunden, und die Ausstellung hat den Anspruch, diese verbindende und geradezu augenöffnende Kraft der Gemeinsamkeit in der direkten Gegenüberstellung der Werke der beiden Künstler zu zeigen.

Diese Wahlverwandtschaft, die ihren Anfang in der Wesensverwandtschaft der künstlerischen und – präziser ausgedrückt – in der maltechnischen Haltung der beiden Protagonisten hat, ergibt in der konkreten Gegenüberstellung überraschende Verbindungen des visuellen Ausdrucks.

Die Nagelprobe der These dieser Ausstellung liegt in der Betrachtung der Bilder dieser beiden Künstler. Gibt es eine Wahlverwandtschaft, die so tief geht, dass sie im Vergleich der Werke sichtbar, spürbar und manifest wird? Beleg für die positive Beantwortung dieser Frage sind die Ausstellung und das begleitende Buch, das im Verlag Scheidegger&Spiess erscheint. Doch vielleicht mag sich der eine oder andere Besucher wundern ob dieses Entscheids und sich fragen, wie genau denn diese Wahlverwandtschaft herzuleiten sei? Sie kann ohne Weiteres gesehen werden, wenn die Betrachterin sich löst von vorgefassten Meinungen und Sehgewohnheiten.

Was die beiden Werke und Künstler verbindet ist die Präzision der Ausführung: Adolf Dietrich arbeitete über Tage und Stunden am selben Bild. Die Arbeit lag flach auf dem Tisch und der Künstler setzte mit meditativer Ruhe Pinselstrich neben Pinselstrich, das Motiv entstand langsam, zielstrebig und geduldig. Jedem Bild lag ein Plan zugrunde, die eigentliche künstlerische Idee, die mit grosser Sorgfalt ausgeführt wurde. Genau gleich lässt sich auch das Arbeiten von Peter Somm beschreiben.

Die Bilder dieser beiden Künstler und ihre Gegenüberstellungen in dieser Ausstellung «ent-rücken» den Betrachter für einen Moment. Sie sind das Resultat von meditativem Arbeiten jenseits von Galerienhektik und Museumsrummel.

Thomas Schmutz, Kunsthistoriker

Peter Somm

Peter Somm wird 1940 in Sulgen (Thurgau) geboren. Nach der Maturität an der Kantonsschule Frauenfeld studiert er Medizin mit Abschluss 1965 in Zürich. Parallel dazu beginnt er als Autodidakt zu malen und entwickelt, ausgehend von gegenständlichen Anfängen, einen eigenen Stil, der sich vom «hartkantigen» Konstruktivismus abgrenzt und dem Thema des Leuchtens widmet. Als kompositorische Basis dienen ihm kraftvolle Urbilder wie Kreis, Kreuz und Horizont. Die malerische Perfektion der abgestuften kontinuierlichen Farbreihen eliminiert die Spuren des Malvorgangs und transzendiert das Bild in Licht.

Seit 1972 lebt Peter Somm in Herrenschwanden bei Bern. Er stellt international aus und schreibt auch Texte über seine Arbeit. Peter Somm ist von den Bildern Adolf Dietrichs zutiefst fasziniert. Er sammelt Werke dieses Malers und gründet 2014 die Adolf Dietrich-Stiftung.

Publikation

Zur Ausstellung erscheint eine gleichnamige  Publikation im Verlag Scheidegger & Spiess,  Zürich. Mit Texten von Thomas Schmutz und Hans-Peter Wittwer. 96 Seiten, ca. 55 farbige  Abbildungen, Preis 29.-

khi

Kontakt:

https://kunsthausinterlaken.ch/aktuelle-ausstellungen/

#KunsthausInterlaken #Dietrich_Somm #AdolfDietrich #PeterSomm #EineWahlverwandtschaft #ThomasSchmutz #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 29. Februar 2020
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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