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2. November 2017

«BESTANDSAUFNAHME GURLITT». «’ENTARTETE KUNST‘ – BESCHLAGNAHMT UND VERKAUFT»

Ausstellung im Kunstmuseum Bern, vom 2. November 2017 bis am 4. März 2017

Bild: «Bestandsaufnahme Gurlitt»

Das Begleitbuch zu den Ausstellungen der Bundeskunsthalle und des Kunstmuseums Bern und anschliessend im Martin-Gropius-Bau Berlin dokumentiert erstmals eine Auswahl von Werken aus dem Nachlass des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt und thematisiert die wechselvolle Geschichte des «Kunstfundes Gurlitt».

Hg. Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH, Kunstmuseum Bern, 344 Seiten, 480 Abbildungen in Farbe, 24 x 28 cm, gebunden
ISBN: 978-3-7774-2962-5

Hirmer Verlag, http://www.hirmerverlag.de/de/titel-1-1/bestandsaufnahme_gurlitt-1623/

—

Das Kunstmuseum Bern eröffnet die Ausstellung Bestandsaufnahme Gurlitt. «Entartete Kunst» – Beschlagnahmt und verkauft.

Nachdem das Kunstmuseum Bern 2014 überraschend von Cornelius Gurlitt (1932-2014) in seinem Testament als Universalerbe eingesetzt wurde, stellen das Kunstmuseum Bern und die Bundeskunsthalle in Bonn nun unter dem Ausstellungstitel «Bestandsaufnahme Gurlitt» zeitgleich Teile dieses umfangreichen Bestandes erstmals einer breiten Öffentlichkeit vor.

Unter dem Titel «Entartete Kunst» – Beschlagnahmt und verkauft liegt der Schwerpunkt der Berner Ausstellung auf der von den Nationalsozialisten verfemten Moderne, während Bonn den Fokus auf den NS-Kunstraub und die Folgen legt.

Das Kunstmuseum Bern zeigt rund 160 Werke, von denen die meisten während der Aktion «Entartete Kunst» 1937 und 1938 in deutschen Sammlungen beschlagnahmt worden sind. Diese Bestände umfassen hauptsächlich Arbeiten auf Papier, darunter herausragende Werke des Expressionismus, des Konstruktivismus und des Verismus. Vertreten sind Künstler wie Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc und Otto Dix.

Gleichzeitig werden in der Ausstellung die politischen Vorgänge thematisiert, die zur Diffamierung der Moderne als «entartet» und deren Zerstörung und Verkauf führten. Besonderes Augenmerk liegt auf den Schicksalen der von Feme und Verfolgung betroffenen Künstlerinnen und Künstler.

Die einschneidenden historischen Ereignisse werden in direkte Beziehung zur historischen Figur Hildebrand Gurlitts (Vater von Cornelius) in all ihrer Widersprüchlichkeit gesetzt: Dokumente und Schriften aus seinem Nachlass geben Aufschluss über den Werdegang vom Museumsdirektor und Verfechter der Moderne zu einem der wichtigsten Kunsthändler im «Dritten Reich».

Überdies bietet die Ausstellung im Rahmen der Werkstatt Provenienzforschung die Möglichkeit, das durch den «Kunstfund Gurlitt» prominent gewordene Feld der Provenienzforschung kennenzulernen.
In der Ausstellung wird der SRF-Dokumentationsfilm «Gurlitts Schatten» durchgehend gezeigt.

Kuratorenteam

Dr. Nina Zimmer, Direktorin Kunstmuseum Bern – Zentrum Paul Klee
Dr. Matthias Frehner, Direktor Sammlungen Kunstmuseum Bern – Zentrum Paul Klee
Dr. Nikola Doll, Leiterin Provenienzforschung Kunstmuseum Bern
Prof.(em.) Dr. Georg Kreis, Historiker, Universität Basel

Die Bonner Ausstellung wird anschliessend vom 13. April – 1. Juli 2018 im Kunstmuseum Bern gezeigt.

Quelle:

https://www.kunstmuseumbern.ch/de/service/medien/medienmitteilungen-2017/01-11-17-bestandsaufnahme-gurlitt-1821.html

Mehr:

https://www.kunstmuseumbern.ch/admin/data/hosts/kmb/files/page_editorial_paragraph_file/file/1367/de_pressemappe_bestandsaufnahme_gurlitt_.pdf?lm=1509525527

https://www.kunstmuseumbern.ch/admin/data/hosts/kmb/files/page_editorial_paragraph_file/file/1368/ausstellungsfuehrer_bestandsaufnahme-gurlitt_d.pdf?lm=150952579

TV-TIPP:

«Dokufiktion»: Gurlitts Schatten

Ausstrahlungsdatum: Donnerstag, 2. November 2017, 20.05 Uhr, SRF 1

60 Jahre lang waren sie verschollen, dann fand man sie in einer kleinen Wohnung in München: 1’400 Kunstwerke – darunter Ölgemälde und Zeichnungen, unter anderem von Matisse, Rodin und Monet. Es war der grösste Kunstfund aller Zeiten. Der Jahrhundertschatz des Cornelius Gurlitt. Nie hat eine Entdeckung von Kunstwerken für so viele Schlagzeilen gesorgt wie Gurlitts Bilderschatz, denn die Bilder stammen zum grössten Teil aus dem Kunsthandel der Nationalsozialisten. Doch was genau steckt hinter dem Fund? Wie belastet sind diese Bilder, und woher stammen sie? Ein Film von Stefan Zucker.

http:// srf.ch/dok

www.srf.ch/medien/news/dok-gurlitts-schatten/

ERSTE MEDIENSTIMMEN:

Gurlitt bleibt ein Phantom

Nach dem jahrelangen Streit um die Kunstsammlung von Cornelius Gurlitt sind erstmals Werke daraus im Kunstmuseum Bern zu sehen. Wird die Ausstellung den hohen Erwartungen gerecht?

Oliver Meier

https://www.srf.ch/kultur/kunst/gurlitt-ausstellung-in-bern-gurlitt-bleibt-ein-phantom

Hell die Kunst, dunkel ihre Geschichte

Lange wurde sie erwartet, nun ist die Ausstellung zur Sammlung Gurlitt im Kunstmuseum Bern endlich eröffnet.

Alexander Sury

https://www.derbund.ch/kultur/kunst/hell-die-kunst-dunkel-ihre-geschichte/story/17468955

«Bestandesaufnahme Gurlitt» beleuchtet Kunstwerke als Zeitzeugen

Der Schleier über dem spektakulären Kunstfund Gurlitt ist gelüftet: Das Kunstmuseum Bern und die Bundeskunsthalle im Bonn präsentieren rund 400 Werke aus den Beständen der deutschen Kunsthändlerfamilie Gurlitt aus der NS-Zeit.

https://www.swissinfo.ch/ger/-bestandesaufnahme-gurlitt–beleuchtet-kunstwerke-als-zeitzeugen/43642184

Die Werke können nichts dafür

Man überzeuge sich selbst: von der Schönheit, von der farblichen Frische auch dieser Kunstwerke, als wären sie gestern erst entstanden. So schön leuchten sie aber gerade auch vor ihrem Hintergrund, dem Fall Gurlitt. Und dieser ist in vielem ausgesprochen hässlich: in der Art und Weise etwa, wie die «Entdeckung» eines sogenannten Nazi-Schatzes geradezu hysterisch als Sensation gefeiert wurde. In einer angeblich vergammelten Münchner Wohnung hat er sich befunden – übrigens völlig legal.

Philipp Meier

https://www.nzz.ch/feuilleton/wiedergutmachung-an-der-kunst-ld.1325655

 

 

 

 

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 2. November 2017
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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