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8. September 2019

«FREMDE MÄCHTE – MALEREI AUS LEIPZIG»

Ausstellung im Museum Franz Gertsch, Burgdorf, bis am 1. März 2020

Bild: Kristina Schuldt, Delirium, 2017, Öl und Eitempera auf Leinwand, 220 x 180 cm – courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin © Kristina Schuldt – Foto: Uwe Walter, Berlin

Die generationenübergreifende Gruppenausstellung – die Geburtsjahre der Künstlerinnen rangieren zwischen 1958 und 1982 – zeigt sowohl figürliche Malerei Leipziger Prägung als auch die Entwicklung der Abstraktion aus der Figürlichkeit heraus.

Mittlerweile ist bekannt, dass Malerei aus Leipzig nicht nur männlich ist – jedoch wird sie oft weiterhin noch als typischerweise figürlich verstanden. In dieser generationenübergreifenden Gruppenausstellung kommen mit den acht malerischen Positionen von Katrin Brause a.k.a. Heichel, Henriette Grahnert, Franziska Holstein, Rosa Loy, Claudia Rößger, Julia Schmidt, Kristina Schuldt und Miriam Vlaming nun nicht nur Künstlerinnen stärker zum Zuge, es wird ausserdem noch mit diesem weiteren Vorurteil aufgeräumt.

Die Ausstellung zeigt sowohl figürliche Malerei Leipziger Prägung als auch die Entwicklung der Abstraktion aus der Figürlichkeit heraus. Jede Künstlerin setzt sich auf ihre ganz eigene kraftvolle Art und Weise mit den Themen Malerei, Figuration und Abstraktion auseinander und hat ihre einzigartige Bildsprache gefunden. Dabei entstehen aus Gesehenem, Fotografiertem, Erinnertem, Geträumtem oder Erfundenem individuelle Werke – mit den Mitteln der Malerei erschaffene, und teilweise auch dieses Medium bewusst hinterfragende Bilder. Die Bandbreite der Ausstellung reicht so vom figurativen Leipziger Stil Rosa Loys bis hin zur abstrakten Ausprägung der Arbeiten von Franziska Holstein.

Obwohl nicht mehr alle der im Museum Franz Gertsch ausstellenden deutschen Künstlerinnen in Leipzig (D) leben und arbeiten, verbindet sie und ihr Schaffen doch die prägende Studienzeit an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

Rosa Loy (*1958 in Zwickau/D) studierte in Leipzig bei Felix Müller und war Meisterschülerin bei Rolf Münzner. Miriam Vlaming (*1971 in Düsseldorf/D) studierte in Leipzig als Meisterschülerin bei Arno Rink. Katrin Brause a.k.a. Heichel (*1972 in Leipzig) und Franziska Holstein (*1978 in Leipzig) studierten ebenfalls bei Arno Rink und waren Meisterschülerinnen bei Neo Rauch. Julia Schmidt (*1976 in Wolfen/D) studierte zunächst in Leipzig und anschliessend an der Glasgow School of Art (GB). Henriette Grahnert (*1977 in Dresden/D) studierte in Leipzig bei Arno Rink und an der Glasgow School of Art. Claudia Rößger (*1977 in Mittweida/D) studierte zunächst an der Hochschule für Design Burg Giebichenstein Halle/Saale, anschliessend in Leipzig bei Arno Rink, auch als Meisterschülerin. Kristina Schuldt (*1982 in Moskau/RUS) studierte in Leipzig bei Annette Schröter, Sighard Gille und Neo Rauch, bei dem sie auch Meisterschülerin war. Julia Schmidt und Miriam Vlaming leben und arbeiten heute in Berlin, alle anderen Künstlerinnen in Leipzig.

Die Ausstellung erstreckt sich über das Untergeschoss des Ursprungsbaus des Museum Franz Gertsch und wurde kuratiert von Anna Wesle in Zusammenarbeit mit den Künstlerinnen.

mfg

Kontakt:

http://www.museum-franzgertsch.ch/de/

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  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 8. September 2019
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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