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24. September 2022

«ISAMU NOGUCHI»

Ausstellung im Zentrum Paul Klee, Bern, bis am 8. Januar 2023

Bild: Isamu Noguchi in den 1940erJahren – Foto: http://www.art-c.keio.ac.jp/archive/noguchi/about/3.html – Public domain – Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Isamu_Noguchi.jpg

Das Zentrum Paul Klee widmet dem amerikanisch-japanischen Weltenbürger und bedeutenden Bildhauer und Designer Isamu Noguchi (1904–1988) bis 8. Januar 2023 eine umfassende Ausstellung. Zu entdecken ist ein radikal interdisziplinäres Œuvre, das Kunst und Design verbindet.

Isamu Noguchi gehört zu den experimentierfreudigsten Kunstschaffenden des 20. Jahrhunderts und ist einer der bedeutendsten Bildhauer und Designer der Vereinigten Staaten. Sein vielseitiges Werk ist geprägt von einer Suche nach der Verbindung von Kunst und Leben: Er schuf unter anderem Bühnenbilder, Lichtobjekte, Möbel, Gartenanlagen und Spielplätze. Inspiriert wurde er von vergangenen und zeitgenössischen Kulturen, japanischen Gärten, astronomischen Anlagen in Indien oder der abstrakten Kunst des Surrealismus.

Als politisch engagierter Künstler erweiterte er durch seinen interdisziplinären und interkulturellen Ansatz das Verständnis von Skulptur. Ihm ging es nicht darum, Objekte einzig für Galerien und Museen zu fertigen, sondern Räume für die Gesellschaft zu gestalten.

Zur Ausstellung

Die umfangreiche Schau erkundet in zehn Sektionen das Schaffen Noguchis, der als Weltenbürger zwischen den USA, Japan und Europa pendelte und in seinem unvergleichlichen Werk verschiedene kulturelle Traditionen und Techniken verschmolz. Es ist die erste umfassende Ausstellung in der Schweiz, die das gesamte Spektrum von Noguchis kategorienübergreifendem Schaffen zeigt.

Die frühesten Arbeiten sind in der Sektion «Portrait Heads – Freundschaften und Kooperationen» versammelt. Dort werden figurative Werke von den 1920er-Jahren – als Noguchi am Anfang seiner Karriere stand – bis in die frühen 1950er-Jahre gezeigt. Die unterschiedlichen Techniken der Porträt-Büsten belegen Noguchis frühe Gewandtheit im Umgang mit verschiedenen Materialien, Techniken und Werkzeugen: «Ich glaube nicht daran, dass man bei einem Werkstoff bleiben sollte. Ich habe Angst, dass er mich dann beherrscht und zu meinem Markenzeichen wird» (Noguchi).

1927 arbeitete Noguchi als Assistent im Studio des Bildhauers Constantin Brâncuşi in Paris. Dort lernte er nicht nur den Umgang mit verschiedenen Werkzeugen, sondern auch, was eine Skulptur im Raum bewirken kann. Zahlreiche Werke mit glänzender Oberfläche und biomorphen Formen zeugen in der Sektion «Endless Coupling – Abstraktionen« davon, wie nachhaltig Noguchi von diesem Aufenthalt in Paris geprägt worden ist.

Die bei Brâncuşi gelernte formale Reduktion sowie der perfektionierte Umgang mit Werkzeugen und natürlichen Materialien fand Noguchi in der japanischen Kunstauffassung bestätigt. Die Radikalität, mit der er Techniken verschiedener Kulturen – traditionelle und zeitgemässe – in seinen Werken umsetzte, zeigen Terracotta Figuren und maschinell gefaltete Metallskulpturen in «Global Distillation – Zwischen Tradition und Moderne».

Als ein politischer Künstler wird Noguchi im Kapitel «Tortured Earth – Politisches Engagement» vorgestellt. In Folge des grassierenden Rassismus in den USA, der am stärksten die afroamerikanische Bevölkerung traf, engagierte er sich als Künstler gegen dieses Unrecht. Er entwarf u. a. das Bühnenbild für Erick Hawkins Stück zu John Browns Kampf gegen die Sklaverei. «Es ist klar, dass ich mich danach sehne, Skulptur in einen direkteren Kontakt mit den alltäglichen Erfahrungen des Lebens zu bringen» (Noguchi).

Auch mit Entwürfen für Denkmäler und Skulpturen, die nach Aufenthalten und Reisen in Europa und Ostasien in den frühen 1930er-Jahren entstanden, brachte Noguchi sich in politische und gesellschaftliche Diskussionen der Zeit ein. Unter dem Titel «Sozialer Protest» zeigt das Zentrum Paul Klee eine Auswahl seiner konzeptuellen Projekte für den öffentlichen Raum, die sich mit sozialen Themen auseinandersetzten.

Noguchis künstlerische Experimentierfreude und sein bildhauerisches Interesse an Technologie und Wissenschaft manifestieren sich sowohl in der Verwendung industrieller Materialien als auch in seiner neuen Auffassung von Raum. Anregungen zu den zeitgenössischen Diskursen erhielt Noguchi von seinem langjährigen Freund, dem erfinderischen Architekten R. Buckminster Fuller. Dies wird in der Sektion «Expanded Universe – Wissenschaft und Technik» thematisiert.

In den 1940er-Jahren flüchteten viele KünstlerInnen des Surrealismus aus Europa nach New York. Die abstrakten biomorphen Formen ihrer dargestellten Traumwelten regten Noguchi zu den sogenannten «Interlocking Figures», bestehend aus ineinandergesteckten Formen, an. Auch seine Kriegserfahrungen der Unsicherheit und des Ausgeliefertseins verarbeitete er mit der Kombination von traditionellen japanischen Tischlertechniken und zeitgenössischer Abstraktion in diesen Werken, denen die Sektion «Interlocking Worlds –
Biomorphe Formen» gewidmet ist.

Die wüstenartige Landschaft des US-Staates Arizona beschäftigte Noguchi seit den 1940er-Jahren, als er sich freiwillig in ein Internierungslager für an der Westküste lebende JapanerInnen begeben hat. Später setzte er die Eindrücke der Landschaft und des Lichts in einer Serie von Werken um, die in der Sektion «Lunar Landscapes – Licht und Leichtigkeit» präsentiert wird.

Das Licht – neben den Eindrücken der Wüstenlandschaft auch das Licht des Mondes und des Feuers – wurde für Noguchi zum plastischen Material. Seine Experimente mündeten in den 1950er-Jahren in sogenannte Akari-Lampen aus Japanpapier und Bambus. «Akari» bedeutet auf Japanisch gleichzeitig Licht im Sinne von Bewusstsein und Leichtigkeit im Sinne von Wesen oder Essenz und ist somit der ideale Name für Noguchis leichte Lichtskulpturen.

Ab den 1960er-Jahren verband der Künstler in zahlreichen Skulpturen glatte, perfekte Oberflächen mit roh gehauenem Stein. Seine Besichtigungen von Steinbrüchen in Italien und Griechenland brachten ihm das Wesen des Marmors und verschiedene maschinelle Bearbeitungsmöglichkeiten näher. «New Explorations – Rohheit und Perfektion» zeigt die neuen Formen und Oberflächenbearbeitungen, die Noguchi bewusst in einer Spannung belässt.

Noguchis Interesse am Spiel zeigt sich im Laufe seiner Karriere in vielen Medien und Kooperationen. In «Playscapes – Ideale Welten» ist zu sehen, dass Noguchi neben verschiedenen Spielplätzen auch das Bühnenbildelement
«Jungle Gym» für Erick Hawkins «Stephen Acrobat» (1947) entworfen hat. Im Mittelpunkt steht die Interaktion und Beteiligung des Publikums, wie die Besuchenden mit der «Play Sculpture», die vor dem Zentrum Paul Klee steht, selbst erfahren können.

Noguchis künstlerische Praxis

Isamu Noguchi wurde 1904 in Los Angeles als Sohn der amerikanischen Autorin Léonie Gilmour und des japanischen Dichters Yonejirō Noguchi geboren. Er lebte und arbeitete in den USA und Japan, führte Projekte in ganz Nordamerika und in Europa, Japan und Israel aus und unternahm ausgedehnte Reisen. In seinem Schaffen verband er Anregungen aus vergangenen und zeitgenössischen Kulturen. Japanische Gärten, astronomische Anlagen in Indien oder Erdhügel prähistorischer nordamerikanischer Kulturen finden ebenso ihren Wiederhall in Noguchis Werk wie die abstrakte Kunst des frühen 20. Jahrhunderts oder die Bewegung des Surrealismus. Noguchi arbeitete je nach Zeit und Ort mit unterschiedlichsten Materialien wie Stein, Holz, Metall, Kunststoff, Keramik, Papier und elektrischen Komponenten. Zu deren Bearbeitung eignete er sich sowohl traditionelle handwerkliche wie moderne industrielle Techniken an.

Noguchis Möbel, die er in den 1940er- und 1950er-Jahren entwarf, sind mittlerweile zu Designklassikern geworden. Am bekanntesten sind die Akari–Lichtskulpturen. Noguchi machte keinen Unterschied zwischen freier und angewandter Kunst. Er wollte skulpturale Räume schaffen, in denen die Menschen durch ihre Bewegung den Raum und die Skulpturen auf unterschiedliche Weise wahrnehmen.

—

Kooperation

Die Ausstellung wurde vom Zentrum Paul Klee (Bern), dem Barbican (London) und dem Museum Ludwig (Köln) organisiert und kuratiert, in Partnerschaft mit dem LaM – Lille Métropole Musée d’art moderne, d’art contemporain et d’art brut. Die Ausstellung wäre ohne die Zusammenarbeit mit dem Isamu Noguchi Foundation and Garden Museum, New York nicht möglich gewesen. 

Kuratorin: Fabienne Eggelhöfer

zpk

Kontakt:

https://www.zpk.org/de/ausstellungen/aktuell/isamu-noguchi-2410.html 

#IsamuNoguchi #ZPK #ZentrumPaulKleeBern #FabienneEggelhöfer #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 24. September 2022
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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