ch-cultura.ch
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci

20. Februar 2022

«LILL TSCHUDI. DIE FASZINATION DES MODERNEN LINOLSCHNITTS»

Ausstellung Graphische Sammlung ETH Zürich, bis am 13. März 2022

Bild oben: Lill Tschudi, Eishockey, 1933, Linolschnitt, dreifarbig, 26 × 28 cm, Graphische Sammlung ETH Zürich – © Nachlass Lill Tschudi

Die Glarner Künstlerin Lill Tschudi (1911–2004) erlangte in den 1930er- und 1940er-Jahren grosse Bekanntheit im angelsächsischen Raum. Ihre Linolschnitte, die dem «Modernist British Printmaking»-Kreis zugerechnet werden, sind dort bis heute gefragt.

In ihrer Schweizer Heimat ist sie dagegen weitgehend in Vergessenheit geraten. Die Ausstellung in der Graphischen Sammlung und der begleitende Katalog präsentieren ihre ikonischen Werke sowie bislang unbekanntes Material aus dem Nachlass der Künstlerin und zahlreichen privaten Sammlungen. Die Auswahl wirft neues Licht auf das Leben und Schaffen dieser ausserordentlichen Meisterin des Farblinolschnitts.

Die Zwischenkriegszeit in Europa mit ihrem atemberaubenden Geschwindigkeitsrausch und ihrer überbordenden Lebensfreude ging als kurzes, aber umso vitaleres Intermezzo in die Kulturgeschichte ein.

Bild: Lill Tschudi, Foxtrot, 1930, Linolschnitt, dreifarbig, 25.2 × 17.8 cm, Sammlung Glarner Kunstverein © Nachlass Lill Tschudi

Die Glarner Kaufmannstochter Lill Tschudi war 1929 als junge Frau nach London aufgebrochen, um in der Metropole eine künstlerische Ausbildung zu geniessen. In der Grosvenor School of Modern Art traf sie auf Gleichgesinnte und machte sich mit ihren Linolschnitten bald einen Namen als äusserst talentierte Künstlerin – den sie sich im angelsächsischen Raum bis zum heutigen Tag bewahren konnte. Das Metropolitan Museum (MET) in New York besitzt ein stattliches Konvolut von 118 Blättern, und ihre Werke werden an Auktionen in England und Australien nach wie vor für stolze Summen angeboten. In der Schweiz geriet ihr Werk jedoch in Vergessenheit: Ausser in der Graphischen Sammlung ETH Zürich und im Kunsthaus Glarus sind Tschudis Arbeiten nur marginal in den öffentlichen Sammlungen vertreten; Einzelausstellungen gab es hier zu ihren Lebzeiten mit Ausnahme von Glarus lediglich in kleineren Galerien.

Durch zahlreiche Leihgaben aus dem In- und Ausland ergänzt, hat sich die Graphische Sammlung ETH Zürich zum Ziel gesetzt, ihren eigenen Bestand an Linolschnitten von Lill Tschudi aus den 1930er- und 1940er-Jahren zum ersten Mal komplett zu präsentieren. Die einzigartige dynamische und bunte Bildwelt Lill Tschudis wird darüber hinaus um einige Beispiele aus dem «Modernist British Printmaking»-Kreis in Grossbritannien ergänzt.

Technik, Tempo und Telefon – die moderne Welt aus Konsum und Freizeit fand bis zu dieser Zeit noch selten den Weg in die Schweizer Graphik. Sport und Unterhaltung, pulsierendes Grossstadtleben neben beschaulichen Szenen aus der ländlich geprägten Schweiz, aber auch Szenen aus dem Frauenhilfsdienst während des Zweiten Weltkrieges – das thematische Spektrum ist bei Lill Tschudi eindrücklich, die technische Brillanz sucht ihresgleichen. Im Zuge der umfassenden Recherchen konnten zudem erstaunliche Funde gemacht werden. Einblicke in private Sammlungen und in den Nachlass der Künstlerin erlauben es, das Spektrum der bekannten Linolschnitte um unbekannte Motive, Vorzeichnungen, Ölbilder, Skizzenbücher sowie Druckplatten noch weiter aufzuspannen. Dazu sind auch Beispiele von angewandter Graphik wie Entwürfe für Plakate oder Stoffmuster zu zählen: Tschudi hat in Paris bei Fernand Léger «publicité» studiert und sich eine Zeit lang intensiv mit Werbung beschäftigt.

Bild: Lill Tschudi, Street Decoration, 1937, Linolschnitt, zweifarbig, 24.2 × 20 cm, Sammlung Glarner Kunstverein © Nachlass Lill Tschudi

Besonders hervorzuheben ist ausserdem ein neu entdecktes Album: In Form eines Leporellos hat hier die Künstlerin Motive aus der damals schillernden Magazinwelt gesammelt, eingeklebt und damit einen eigentlichen Bildfundus angelegt. Diese Trouvaille bildet das Herzstück der Ausstellung und kann als Schlüssel zum bewegten Leben und Schaffen dieser aussergewöhnlichen Frau bezeichnet werden.

Auch wenn ihre Biografie in der damaligen Zeit eine Ausnahmeerscheinung war, so sieht man hier auch, dass es in der Schweiz damals begabte Künstlerinnen gab, die mit unbeugsamem Willen unbeirrt ihren schöpferischen Weg verfolgten.

gs

Kuratiert von:

Alexandra Barcal, Konservatorin 20.–21. Jh. Graphische Sammlung ETH Zürich
Marcel Just, Gastkurator

KATALOG

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog mit zahlreichen Texten, die Lill Tschudis breites Schaffen, die Themenwahl sowie die Genese ihrer Bilder erkunden und analysieren, aber auch den Hintergründen ihrer grossen Popularität ausserhalb der Schweiz nachgehen: LILL TSCHUDI. DIE FASZINATION DES MODERNEN LINOLSCHNITTS / THE EXCITEMENT OF THE MODERN LINOCUT 1930–1950, Hrsg. von der Graphischen Sammlung ETH Zürich, mit Beiträgen der Kuratoren Alexandra Barcal und Marcel Just sowie von Jennifer Farrell und Anna Lehninger, Zürich: Scheidegger & Spiess, 2021

gs

Kontakt:

https://gs.ethz.ch/aktuell/

#LillTschudi #GraphischeSammlungETHZürich #AlexandraBarcal #MarcelJust #Linolschnitt #ModernerLinolschnitt #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

Bild: Lill Tschudi, Tour de Suisse, 1935, Linolschnitt, Coppel LT 43, 25 × 50 cm, Graphische Sammlung ETH Zürich © Nachlass Lill Tschudi

 


 

 

 

 

 


 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 20. Februar 2022
  • Museum, Ausstellung, Galerie

Vorheriger Beitrag

«CARTE BLANCHE XVII: ENZMANN FISCHER – PANORAMA»

Nächster Beitrag

«JAMES BALDWIN – EIN FREMDER IN LEUKERBAD»

Daniel Leutenegger

Daniel Leutenegger

Redakteur

Beiträge von Daniel Leutenegger

  • © Sebastian Copeland 2
    «SEBASTIAN COPELAND’S GREENLAND – THE LAST GENERATION ON ICE»

    29. April 2026

  • Jennifer Lackey -.Foto: © Monika Wnuk
    UNIVERSITÄT BERN: US-PHILOSOPHIN JENNIFER LACKEY HÄLT DIE «ANNA TUMARKIN LECTURES» 2026

    29. April 2026

  • Jean-Raoul Austin de Drouillard - Foto: © Zanele Zee Moyo, Lenos Verlag Basel
    DER HAITIANISCH-SCHWEIZERISCHE AUTOR JEAN-RAOUL AUSTIN DE DROUILLARD IST GESTORBEN

    29. April 2026

  • Sylvia Winkelmann-Ackermann - Foto: lu.ch
    KANTON UND STADT LUZERN: SYLVIA WINKELMANN-ACKERMANN WIRD GESCHÄFTSFÜHRERIN DES ZWECKVERBANDES GROSSE KULTURBETRIEBE

    29. April 2026

  • Jahresbericht 2025 © Pro Helvetia
    PRO HELVETIA: DER JAHRESBERICHT 2025 IST ERSCHIENEN

    29. April 2026

Kommentare von Daniel Leutenegger

Previous post « Next post »

© 2026 ch-cultura.ch – Schweizer Online-Kultur-Plattform

  • NUTZUNGSBEDINGUNGEN
  • DATENSCHUTZ
  • IMPRESSUM
Facebook LinkedIn Instagram X

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis auf unserer Website zu bieten.
Mehr darüber erfahren Sie in den .

ch-cultura.ch
Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und dienen dazu, Sie wiederzuerkennen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und unserem Team zu helfen, zu verstehen, welche Bereiche der Website Sie am interessantesten und nützlichsten finden.

Lesen Sie unsere Informationen zum Datenschutz, um mehr zu erfahren.

Notwendige Cookies

Notwendige Cookies sollte immer aktiviert sein, damit wir Ihre Präferenzen für Cookie-Einstellungen speichern können.

Wenn Sie dieses Cookie deaktivieren, können wir Ihre Einstellungen nicht speichern. Das bedeutet, dass Sie jedes Mal, wenn Sie diese Website besuchen, Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren müssen.

Google Analytics

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher auf der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Wenn Sie dieses Cookie aktiviert lassen, können wir unsere Website verbessern.

<p>Bitte aktivieren Sie zunächst "Notwendige Cookies", damit wir Ihre Einstellungen speichern können!</p>