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13. Mai 2024

«LUCIEN HERVÉ: GEBAUTES LICHT»

Ausstellung im Pavillon Le Corbusier, Zürich, bis am 24. November 2024

Bild oben: Lucien Hervé, Universität St.Gallen, Schweiz, (Architekt: Walter M. Förderer), 1964, © Lucien Hervé

Lucien Hervé, Oberstes Gericht, Chandigarh, Indien (Architekt: Le Corbusier), 1955, © J. Paul Getty Trust, Los Angeles / Fondation Le Corbusier, Paris

Bild: Lucien Hervé, Oberstes Gericht, Chandigarh, Indien (Architekt: Le Corbusier), 1955, © J. Paul Getty Trust, Los Angeles / Fondation Le Corbusier, Paris

Lucien Hervé, Le Corbusiers Hände, Roquebrune-Cap-Martin, Frankreich, 1951, © J. Paul Getty Trust, Los Angeles / Fondation Le Corbusier, Paris

Bild: Lucien Hervé, Le Corbusiers Hände, Roquebrune-Cap-Martin, Frankreich, 1951, © J. Paul Getty Trust, Los Angeles / Fondation Le Corbusier, Paris

Lucien Hervé, Le Corbusier und sein Modulor in der Unité d'Habitation, Marseille, Frankreich, 1952, © J. Paul Getty Trust, Los Angeles / Fondation Le Corbusier, Paris

Bild: Lucien Hervé, Le Corbusier und sein Modulor in der Unité d’Habitation, Marseille, Frankreich, 1952, © J. Paul Getty Trust, Los Angeles / Fondation Le Corbusier, Paris

2024 zeigt der Pavillon Le Corbusier bis Ende November am Zürcher Seebecken Fotografien von Lucien Hervé. Die Arbeiten fokussieren auf das Werk des Architekten Le Corbusier zwischen 1949 und 1965 und stellen es in einen Dialog mit den Bauten anderer Architekten.

Für Le Corbusier war das Bild seines eigenen Werks von grosser Bedeutung. Die Fotografie, das Medium schlechthin zur Verbreitung seiner Ideen, stand im Mittelpunkt seines Interesses. Lucien Hervé traf den Architekten Ende 1949 zum ersten Mal. Le Corbusier, dem die minimalistische Sprache des Fotografen eine neue Dimension für die Verbreitung seiner Architektur eröffnete, sagte ihm: «Sie haben die Seele eines Architekten». Die beiden hatten gemeinsame Inspirationsquellen: die Volksarchitektur, die Antike und die Natur. Die humanistischen Werte Le Corbusiers motivierten Hervé, den Weg der Architekturfotografie einzuschlagen. Aber auch andere Architekten seiner Zeit engagierten Hervé, wegen seiner strengen Kompositionen, die in der modernistischen Vision des Bauhauses verankert waren und wegen seiner Fähigkeit, die Bauwerke in ihren Details zu erfassen.

Dialog der Bauten

Die Ausstellung «Gebautes Licht» zeigt sowohl bekannte als auch bisher unveröffentlichte Fotografien aus dem Werk von Lucien Hervé. Auf diese Weise stellt sie einen Dialog zwischen den Fotografien der Bauten von Le Corbusier und denen anderer Architekten her. Die Gegenüberstellung von Architekturen aus sehr unterschiedlichen Epochen oder Kulturen ist für Lucien Hervé eine typische Methode. Die ausgestellten Fotografien sind von Zitaten Le Corbusiers aus dem Buch von Lucien Hervé Le Corbusier. Der Künstler und der Schriftsteller begleitet. Ergänzt werden sie durch Originaldokumente, wie etwa Briefe zwischen Le Corbusier und Lucien Hervé, von dokumentarischen  Fotografien sowie Publikationen.

Eine Reise durch die Epochen

Im Erdgeschoss des Pavillons können BesucherInnen sehr persönliche Fotografien entdecken; sie zeigen Le Corbusier bei der Arbeit oder auch in Roquebrune-Cap-Martin (FR) am Strand. Im Obergeschoss trifft man auf den Eiffelturm, der für den Fotografen am Anfang seiner Reise eine wichtige Inspirationsquelle war. Es folgen die Bauten von Architekten wie Ludwig Mies van der Rohe, W. M. Förderer, Jean Prouvé, Oscar Niemeyer, Jean Nouvel uvm., die ihm eine neue Ästhetik von Materialien wie Metall und Stahlbeton nahegebracht hatten. Im Untergeschoss schliesslich laden drei Bilderserien zu einer Reise durch verschiedene Epochen ein.

Lucien Hervé baute seine Bilder wie ein Maler auf: Er nutzte Kontraste und Volumen und verstärkte dadurch die Geometrie der Strukturen. Das Talent des Fotografen ermöglicht es, den Architekturen über ihre Räume zu begegnen, indem er ihre Rhythmen oder ihre Interaktion über das Licht hervorhebt. Auf diese Weise schafft er plastische Kompositionen, die manchmal bis in die Abstraktion gehen.

Lucien Hervé in Le Corbusiers gebautem Werk

Eine Auswahl an Fotografien von Lucien Hervé war bereits in anderen Bauten von Le Corbusier zu sehen, z. B. Maison La Roche (2007, 2014), Cité Frugès (2018), Villa Savoye (2019), Unités d’habitation de Marseille und Briey-en-Forêt (2022). Im Jahr 2024 bietet der Pavillon Le Corbusier in Zürich eine weitere Gelegenheit für eine bemerkenswerte Begegnung zwischen dem Architekten und seinem Fotografen.

Das Hauptexponat: der Pavillon

Der Pavillon Le Corbusier wird seit seiner Eröffnung 1967 als Ausstellungsort betrieben, um das Werk und die Ideen Le Corbusiers einem breiten Publikum zu vermitteln. Die Besuchenden können den Pavillon selbständig begehen und entdecken. Auf rund 600 Quadratmetern und über vier Geschosse hinweg bietet der Pavillon vielfältige Ein- und Ausblicke. Auch die Dachterrasse mit freiem Blick auf das Zürichhorn und den See ist beim Museumsbesuch zugänglich. Seit 2019 wird der Pavillon durch das Museum für Gestaltung Zürich im Auftrag der Stadt Zürich als öffentliches Museum geführt.

Publikation

Lucien Hervé: Gebautes Licht. Museum für Gestaltung Zürich (Hg.) / Imola Gebauer, Simon Marius Zehnder. Erhältlich in den Museumsshops und im eShop (CHF 10).

mfg

Kontakt:

https://pavillon-le-corbusier.ch/de/

#LucienHervé #GebautesLicht #PavillonLeCorbusier #LeCorbusierZürich #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

Lucien Hervé, Unité d’habitation, Marseille, Frankreich (Architekt: Le Corbusier), 1949, © J. Paul Getty Trust, Los Angeles / Fondation Le Corbusier, Paris

Bild: Lucien Hervé, Unité d’habitation, Marseille, Frankreich (Architekt: Le Corbusier), 1949, © J. Paul Getty Trust, Los Angeles / Fondation Le Corbusier, Paris

Lucien Hervé, Eiffelturm, Paris, Frankreich, 1947, © Lucien Hervé

Bild: Lucien Hervé, Eiffelturm, Paris, Frankreich, 1947, © Lucien Hervé

Lucien Hervé, Volkstümliche Architektur, Spanien, 1959, © Lucien Hervé

Bild: Lucien Hervé, Volkstümliche Architektur, Spanien, 1959, © Lucien Hervé

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 13. Mai 2024
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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