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25. Januar 2014

Poschiavo und seine Landschaft in Bildern vom 17. bis zum 20. Jahrhundert

Die Sonderausstellung mit Bildern aus der Sammlung der Fundaziun Capauliana im Kunstmuseum Casa Console in Poschiavo wurde bis zum 13. April 2013 verlängert.

Bild:  http://www.capauliana.ch

Die erfolgreichsten Sujets der Landschaftsmalerei im Puschlav sind der Berninapass, die Alp Grüm, der Sassalbo, der Lago di Poschiavo: Es sind hochalpine Gletscher-, Berg- und Seenlandschaften zu jeder Jahreszeit, Wald- und Wiesenstücke, Wolken-, Wind- und Wetterfantasien.

Weit weniger häufig sind Veduten mit architektonischen Akzenten. Wie das Engadin, so ist auch das Puschlav in der Malerei eine Fiktion, ein mehr geistiger als realer Raum. Die Ausstellung macht sichtbar, wie sich Bild und Auffassung der Landschaft im Laufe der Jahrhunderte gewandelt haben. Spannungsfelder werden eröffnet zwischen Süden und Norden, seltener Osten und Westen, städtischen Zentren und ländlichen Peripherien.

Poschiavo und seine Landschaft in Bildern vom 17. bis zum 20. Jahrhundert

Erstmals bietet die Ausstellung im Museum Casa Console einen facettenreichen Überblick der Darstellung von Poschiavo und seiner faszinierenden Landschaft, anhand ausgewählter Beispiele von 1630 bis 1960, die alle aus dem reichen Fundus der Fundaziun Capauliana in Chur stammen. Die Ausstellung wurde von Gian Casper Bott kuratiert.

Die meisten Bilder sind noch nie öffentlich gezeigt worden und bislang unpubliziert. Darunter sind zwei 1867 entstandene Veduten vom Borgo di Poschiavo als kostbare Raritäten und überraschende Entdeckung zu werten.

In einer sorgfältig gewichteten, repräsentativen Auswahl werden insgesamt 45 Werke gezeigt: 21 Ölgemälde, 12 aquarellierte Zeichnungen, 8 druckgrafische Werke und 4 Fotografien. Die Bilder, entstanden im Zeitraum von den Bündner Wirren bis zum Zweiten Weltkrieg, mit Schwerpunkt von 1860 bis 1930, erlauben einen Blick auf gänzlich verschiedene historische Epochen.

Die gezeigten Beispiele der Landschaftsmalerei im Puschlav sind zwischen poetisch-pastoraler Romantik und überhöhtem Realismus zu situieren; bald fungieren sie als Projektionsfläche für menschliche Gefühle, Ängste oder Freuden, bald zeugen sie von wissenschaftlichem Erfassungsdrang.

Fesseln die einen durch die Darstellung einer gleichsam verinnerlichten Landschaft, durch ihren Charakter eigentlicher Seelenlandschaften, sind andere durch ihren analytisch registrierenden Blick bemerkenswert.

Als geografische Anhaltspunkte und bildliche Boten aus den unmittelbaren Nachbarschaften, setzen ein Gemälde mit dem Morteratschgletscher und eine Tuschfederzeichnung mit der Madonna di Tirano der Ausstellung einen thematischen Rahmen. Die viel frequentierte Veltliner Wallfahrtskirche offenbart im Erscheinungsfresko eines lombardischen Meisters von 1513 die früheste überlieferte Darstellung einer Landschaft mit Blick ins Puschlav.

cp

 

Geöffnet: Dienstag bis Sonntag von 11.00 bis 16.00 Uhr,
bis 13. April 2014.

-> Flyer PDF (hier klicken)

 

Kontakt:

 

http://www.capauliana.ch/i_daten/aktuell_01.html

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 25. Januar 2014
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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