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15. Juli 2020

«SELIM ABDULLAH – MEDITERRAN»

Ausstellung im Kunstmuseum Appenzell, bis am 4. Oktober 2020

Bild: Caduta (Fall), 2018, Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm, © Selim Abdullah,  
https://www.h-gebertka.ch/kunst/ausstellungen/detail/calendar/2020/05/10/event/tx_cal_phpicalendar/mare_nostrum/


Im Mai 2016 konnte die Heinrich Gebert Kulturstiftung Appenzell knapp 40 Werke des Künstlers Selim Abdullah in die Kunstsammlung integrieren. Dank der Vermittlung der Stiftungsrätin Myriam Gebert und der umfangreichen Schenkung des Künstlers und von dessen Ehefrau Irène Abdullah (-Botta) verfügt die Appenzeller Stiftung nun über einen repräsentativen Ausschnitt zum Gesamtwerk des schweizerisch-irakischen Künstlers: Malereien, Plastiken, Zeichnungen und Druckgraphiken, entstanden in den Jahren zwischen 1995 und 2016. 2017 wurde ein grosser Teil dieser Schenkung anlässlich des 20jährigen Jubiläums der Heinrich Gebert Kulturstiftung Appenzell in einem eigenen Raum in der Kunsthalle Ziegelhütte vorgestellt. Dies war auch die erste umfangreiche Werkpräsentation Selims in der Deutschschweiz.

Die Heinrich Gebert Kulturstiftung freut sich, dass sie 2020 als zweite Station und in leicht veränderter Form die umfangreiche, in gewisser Weise programmatische Ausstellung zeigen darf, die der Künstler 2019 unter dem Titel «Mediterran» sorgfältig für eine Kirche in Genua vorbereitet hat. «Gerade, weil Appenzell im Gegensatz zu Genua nicht am Mittelmeer liegt – und obwohl der architektonische Rahmen in der Genueser Kapelle barock, jener in Appenzell dezidiert modern ist, wissen wir, dass diese Ausstellung im richtigen Augenblick an den richtigen Orten gezeigt wird.», schreibt die Stiftung.

Die Kunst von Selim Abdullah, die grundsätzliche existentielle Fragen behandelt, ist einerseits tief in der ästhetischen Tradition des Mittelmeerraums verwurzelt, andererseits ist sie von geradezu erschreckender Aktualität – einer Gegenwartsbezogenheit, die heute in besonderem Masse deutlich werden lässt, dass das Mittelmeer nicht am Alpengürtel endet, eben eher ein «mare nostrum», besser ein Mare Internum ist: ein Kultur- und Lebensraum, der verschiedenste Epochen, unterschiedliche Kulturen, uns alle miteinander verbindet; ein Raum, in dem Utopisches erdacht und immer wieder Dystopisches realisiert wurde; eine See, in der zur Zeit das Mitgefühl ertrinkt – jenes Gefühl, das in den Arbeiten von Selim Abdullah – jenseits aller Ästhetik – immer gegenwärtig ist.  

Die Arbeiten Selims sind nicht nur von aussergewöhnlicher handwerklicher und formaler Virtuosität und Präzision; sie berühren auch aufgrund ihrer thematischen und emotionalen Tiefe sowohl Herz als auch Verstand. Einer der Gründe dafür mag die Biographie des Künstlers sein: Selim Abdullah ist 1950 in Bagdad geboren. Nach einer Kunstausbildung im Irak zog er 1975 nach Florenz, um an der Accademia di Belle Arti zu studieren. Nach Reisen durch Europa lebt er seit 1981 im Tessin – arbeitet allerdings auch an vielen anderen Orten des alten Kontinents. In gewisser Weise befindet sich der Künstler, der 25jährig sein Herkunftsland verliess, seitdem auf einer Reise, die kein Ende findet. Eine Reise, die er nie als unbeteiligter Tourist, sondern immer als Teilnehmender durchführt: als ein Mensch, der kulturelle und gesellschaftliche Zusammenklänge, aber auch Dissonanzen besonders intensiv erlebt. In seinem künstlerischen Werk verbinden sich denn auch die antiken mesopotamischen Bild- und Schrifttraditionen mit westlichen realistischen Kunstformen – jenen Kulturträgern, mit denen man sich über den Gehalt und den Zustand der Welt verständigt.

Metaphorisch nutzt Selim auf der Folie individueller philosophischer Überlegungen formale Elemente aus den Kulturen des Mittelmeerraums wie bspw. arabische Schriftzeichen und (west-) europäische Bildchiffren, um Bilder zu erzeugen, die zeitlos schön, aber auch zeitlos schrecklich wirken. Dabei bezieht er sich auf bildnerische, vor allem aber auch geistesgeschichtliche Repertoires, die er als Konstanten der Weltempfindung ansieht: so in jüngerer Zeit beispielsweise auf Dantes Inferno, dessen Gewalt und Kraft er ikonographisch mit dem heutigen, meist unfreiwilligen, meist tragischen Nomadentum koppelt.

Die Ausstellung zeigt ca. 70 Arbeiten des Künstlers.

Zur Ausstellung erscheint eine dreisprachige Publikation (ital./deutsch/engl.), ca. 144 Seiten, ca. 70 Abb.

Kontakt:

https://www.h-gebertka.ch/kunst/ausstellungen/detail/calendar/2020/06/02/event/tx_cal_phpicalendar/mare_nostrum/?tx_cal_controller[lastview]=view-list|page_id-28&cHash=7b1ba120c8e55213dcda3cc1bee8e3b5

#SelimAbdullah #Selim #Mediterran #KunstmuseumAppenzell #HeinrichGebertKulturstiftungAppenzell #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 15. Juli 2020
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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