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1. Dezember 2014

«Die Zukunft der Radioverbreitung in der Schweiz ist digital»

Arbeitsgruppe «DigiMig» veröffentlicht Bericht zum Umstieg von UKW auf DAB+

Foto: http://www.srgssrideesuisse.ch/ 

Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der SRG und der Schweizer Privatradios hat unter Moderation des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) ein Szenario für den langfristigen Übergang von der analogen Radioverbreitung (UKW) auf das digitale DAB+ erarbeitet. Vertreter der Arbeitsgruppe haben ihre Vision heute Bundesrätin Doris Leuthard, Vorsteherin des UVEK, überreicht.

Mit 15 konkreten Empfehlungen wird im Bericht «DigiMig» ein möglicher Weg von UKW zu DAB+ skizziert. Nach den Vorstellungen der Arbeitsgruppe sollen Radioprogramme bis spätestens 2024 in der ganzen Schweiz hauptsächlich digital über DAB+ verbreitet und die analogen UKW-Sender schrittweise abgeschaltet werden.

Für den Umstieg schlägt sie zwei Hauptphasen vor:

Phase 1 dauert bis 2019. Sie sieht konkrete Massnahmen namentlich im Bereich von Kommunikation und Marketing vor, um die Nutzung von digital verbreiteten Radioprogrammen zu Hause und unterwegs im Auto zu fördern. Das neue Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) wird zudem eine kräftige Technologieförderung ermöglichen. Diese Phase wird durch eine eigene Nutzungsforschung begleitet.

Phase 2 sieht ab 2020 eine regional abgestimmte, schrittweise Ausserbetriebnahme von UKW-Sendern bis 2024 vor. Diesen Prozess will die Radiobranche in eigener Verantwortung durchziehen. Sie erarbeitet gegenwärtig eine entsprechende Vereinbarung.

Der Migrationsbericht will den Behörden und den Radioveranstaltern als Grundlage zur Definition der Schweizer Radiolandschaft von morgen dienen. Er führt die Strategie für die digitale Radioverbreitung aus, welche der Bundesrat bereits 2006 formuliert hat. Darin wurde festgestellt, dass UKW als letztes analoges Glied in der sonst durchgehend digitalisierten Radiowelt die Kapazitätsgrenzen erreicht hat. Die technischen Möglichkeiten sind ausgereizt, in der Schweiz gibt es bereits seit Längerem keine freien, nutzbaren UKW-Frequenzen mehr. Schon heute sind die Radioprogramme der SRG und gut die Hälfte der Privatprogramme parallel zu UKW auch digital über DAB+ zu empfangen – einige sogar exklusiv digital.

Im Frühjahr 2013 hat die Radiobranche zusammen mit dem Bakom die Arbeitsgruppe Digitale Migration (AG DigiMig) gebildet. In der Arbeitsgruppe, die ihre Aktivitäten im März 2013 aufgenommen hat, sind der Verband Schweizer Privatradios (VSP), die Union Romande des Radios Régionales (RRR), die Union der nicht kommerzorientierten Lokalradios (Unikom), die SRG, das Bakom, das Automobilgewerbe und weitere Branchenkreise vertreten.

ots

Mehr:

– Zusammenfassung des Schlussberichts, 15 Massnahmen für die digitale Migration

– Schlussbericht der Arbeitsgruppe Digitale Migration

 

 

www.bakom.admin.ch/themen/radio_tv/01214/02292/04666/index.html?lang=de   

 

Kontakt:

 

– SRG: MCDT, Béatrice Merlach, +41 44 366 1147;  beatrice.merlach@mcdt.ch

– VSP: Jürg Bachmann, +41 79 600 3262; juerg.bachmann@privatradios.ch

– RRR: Philippe Zahno, +41 79 459 72 85 pzahno@urrr.ch

– UNIKOM: Lukas Weiss, +41 79 373 22 33 president@unikomradios.ch

– BAKOM: Medienstelle, +41 58 460 55 50; media@bakom.admin.ch

 

 

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 1. Dezember 2014
  • Radio und TV

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