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26. März 2019

GUTE NOTEN FÜR DIE SCHWEIZER RADIOS UND FERNSEHEN

Das Publikum erteilt den schweizerischen Radio- und Fernsehprogrammen gute Noten. Sie werden besser bewertet als in früheren Jahren. Zugelegt hat insbesondere das Regionalfernsehen. Dies zeigt eine Repräsentativbefragung im Auftrag des Bundesamts für Kommunikation (BAKOM). Das Amt hat die Studie heute publiziert.

Abbildung: Gesamtzufriedenheit des Publikums mit den Angeboten der SRG-TV, Regional-TV, SRG-Radios und Lokalradios 2009-2018 (1=tiefste Bewertung, 5=höchste Bewertung) (JPG, 238 kB)

Die Akzeptanz der schweizerischen Radio- und Fernsehangebote ist nach wie vor hoch. Die Fernsehzuschauer und Radiohörerinnen sind mit den von ihnen genutzten Programmen noch zufriedener als in früheren Jahren. Höchstnoten erhalten wie bisher die SRG-Radios. Deutlich bessere Bewertungen verbuchen in der jüngsten, im Jahr 2018 durchgeführten Erhebung die Regionalfernsehprogramme. Seit 2009 werden solche Befragungen durchgeführt. Noch nie erhielten die Regionalfernsehprogramme so gute Noten. Auch die Gesamtbeurteilung der Lokalradios fiel im Vergleich zum Vorjahr etwas besser aus.

Abgefragt wurden Professionalität, Informationsgehalt, Lokal-Bezug, Ausgewogenheit, Glaubwürdigkeit, Unterhaltsamkeit und Zufriedenheit. Bei den Lokalradios und Regionalfernsehen werden der Lokal-Bezug und die Glaubwürdigkeit am besten bewertet. Professionalität und Glaubwürdigkeit sind die höchstbewerteten Merkmale bei den SRG-Radios sowie der SRG-Fernsehprogramme.

Zunahme bei der Live-Radionutzung über Internet und der zeitversetzten Radionutzung

93 Prozent der Befragten verfügen über ein klassisches TV-Gerät und 83 Prozent über ein Radiogerät. Vor allem bei den Radiogeräten zeigen sich bedeutende Unterschiede: Während die Altersgruppe der über 55-Jährigen zu 91 Prozent über ein klassisches Radiogerät im Haushalt verfügt, sind es bei den 15-35-Jährigen nur 75 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Anteil bei den Jüngeren gesunken. Deutlich gestiegen ist hingegen der Anteil jener, die über Internet Radio live hören (von 44 auf 58 Prozent). Auch die zeitversetzte Radionutzung hat stark zugelegt (von 36 auf 44 Prozent der Befragten).

Wertschätzung des klassischen Journalismus

Medien sollen sachgerecht und richtig informieren. In jüngster Zeit wurden wiederholt Fake News, das gezielte Ausspielen von Falschinformationen, aufgedeckt und in der Öffentlichkeit thematisiert. Wie schätzt das Schweizer Radio- und Fernsehpublikum dieses Phänomen ein? Diese Frage fand 2018 erstmals Eingang in die Befragung, beschränkt auf die deutschsprachige Schweiz. Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Befragten halten Fake News für ein Problem, 39 Prozent glauben, Fake News hätten Einfluss auf Abstimmungen und Wahlen.

Eine vertiefte Datenanalyse zeigt, dass vor allem die Glaubwürdigkeit der SRG-Programme der Angst vor Fake News entgegensteht. D.h., wer die Glaubwürdigkeit der SRG hoch bewertet, stuft Fake News in geringerem Masse als Problem ein.

Informationen zur Studie

Das Institut für angewandte Kommunikationsforschung (IaKom) hat diese Studie im Auftrag des BAKOM vorgenommen. Die Ergebnisse basieren auf einer repräsentativen Telefonbefragung, die das Instituts DemoSCOPE zwischen dem 30. April und 18. Juni 2018 durchgeführt hat. DemoSCOPE hat insgesamt 3’653 Interviews bei Personen ab 15 Jahren in Deutsch, Französisch und Italienisch durchgeführt. IaKom hat die Daten aufbereitet, ausgewertet und den Bericht verfasst. Die Ergebnisse zeigen keine objektive Messung, sondern sie spiegeln die subjektive Wahrnehmung der Programme aus der Optik des Publikums. Die Befragten bewerten ausschliesslich die Programme, die sie selber auch tatsächlich nutzen.

Die Studie hat CHF 155’196 gekostet. Die nächste Befragung findet im laufenden Jahr statt.

adm

Quelle:

https://www.bakom.admin.ch/bakom/de/home/das-bakom/medieninformationen/medienmitteilungen.msg-id-74444.html

#BAKOM #NutzungRadioFernsehen #FakeNews #IaKom #DemoSCOPE #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 26. März 2019
  • Radio und TV

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