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19. März 2018

DER DEUTSCHE AUTOR UND FOTOGRAF MICHAEL RUTSCHKY IST GESTORBEN

Der am 25. Mai 1943 in Berlin geborene deutsche Schriftsteller Michael Rutschky ist am 17. oder 18. März 2018 ebenda gestorben.

Als Autor entwickelte Michael Rutschky in den 1980er- und 1990er-Jahren eine originelle Variante des Essays: «Als Essayist fand er geradezu einen eigenen Stil, indem er fiktive, aber sehr plausibel angelegte Figuren zum Reden brachte.» Auch legte er für den Essay aufschlussreiche gattungstheoretische Reflexionen vor.

In Rutschkys Texten gehen erzählerische Passagen und soziologische Interpretationen des Gegenwartsalltags eine Verbindung ein – nicht selten mit durchaus komischer Wirkung.

Michael Rutschky war Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. 1997 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis; 1999 hatte er die Poetik-Dozentur der Universität Heidelberg inne. 2008/2009 war er Stipendiat des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg.

https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Rutschky

«Er war ein Zeichendeuter»

Flaneur, Alltagsbeobachter, Analytiker: Der Publizist Michael Rutschky schrieb eine «Ethnographie des Inlandes». So nennt Willi Winkler die Art, in der Rutschky seine Umgebung festhielt. Und erinnert an einen Mann, für den Kino und Literatur ebenso interessant waren wie ein Boris Becker-Bild beim türkischen Bäcker.

http://www.deutschlandfunk.de/zum-tod-von-michael-rutschky-er-war-ein-zeichendeuter.691.de.html?dram:article_id=413343

Der deutsche Schriftsteller Michael Rutschky hat lieber die Kreuzberger Punks untersucht als traurige Tropen. Seine Forschungsreisen ins Inland haben eine ganze Autorengeneration inspiriert.

Willi Winkler

http://www.sueddeutsche.de/kultur/ethnographie-des-alltags-michael-rutschky-ist-gestorben-1.3911178

Soziologischer Feinmaler

Als Alltagsbeobachter, der im scheinbar Unbedeutenden Wesentliches erkennt und es federleicht aufzeichnet, war Michael Rutschky unübertroffen.

Ursula Scheer

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/zum-tod-des-autors-und-fotografen-michael-rutschky-15500600.html

Der Mann, der das Soziotop erfand

Michael Rutschky war ein Meister des teilnehmenden Beobachtens. Anlässlich seines Todes erinnern wir an diesen Besuch in seinem Kreuzberger Arbeitszimmer vor fünf Jahren.

Christian Schröder

https://www.tagesspiegel.de/kultur/zum-tod-von-michael-rutschky-der-mann-der-das-soziotop-erfand/8251952.html

Meister der Beiläufigkeit

Breiter gewürdigt wurde Rutschkys Werk erst ab 1997, als er den Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg erhielt. Der Berliner «Tagesspiegel» nannte ihn zum 70. Geburtstag im Jahr 2013 einen «Meister der Beiläufigkeit und der gezielten Abschweifung». Für den Deutschlandfunk war er ein «Alltagsmythenerkunder».

bsc/dpa

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/berliner-autor-michael-rutschky-ist-tot-a-1198756.html

Ein Kulturoptimist ist gestorben

Zu seinen einflussreichsten Büchern zählen die Studien «Erfahrungshunger» und «Lebensromane». Zuletzt haben seine unsentimentalen, beobachtungsgenauen Tagebuchbände «Mitgeschrieben» und «In die neue Zeit» noch einmal für Aufsehen gesorgt. Auch als Fotograf machte er sich einen Namen.

http://www.taz.de/!5492244/

Mehr:

https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=118811894

https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Rutschky

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 19. März 2018
  • Theater, Kabarett, Literatur

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