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23. September 2016

«STAAT 1 – 4» VON RIMINI PROTOKOLL – THEATERPRODUKTIONEN IN MÜNCHEN, NEW YORK, DÜSSELDORF, DRESDEN, ZÜRICH UND BERLIN

Welche Akteure und Netzwerke gewinnen in der Postdemokratie an Einfluss? Wer besetzt die Lücken, die in den einst von den drei Staatsgewalten regulierten Sphären aufscheinen? Exemplarisch will das Autoren-Regie-Kollektiv Rimini Protokoll mit seiner Serie «Staat 1 – 4» Phänomene der Postdemokratie in vier Theaterproduktionen an verschiedenen Spielorten im Rahmen von «100 Jahre Gegenwart» untersuchen.

Bild: «Staat 1 – 4», Rimini Protokoll, 2016-2018 – München, New York, Düsseldorf, Dresden, Zürich, Berlin – © Rimini Protokoll

Die Serie von Rimini Protokoll zu Phänomenen der Postdemokratie produziert das Berliner Haus der Kulturen der Welt zusammen mit den Münchner Kammerspielen, dem Düsseldorfer Schauspielhaus, dem Staatsschauspiel Dresden, dem Schauspielhaus Zürich und dem Goethe-Institut.

Mit der Serie «Staat 1-4» begibt sich Rimini Protokoll auf eine Recherche in die Felder ausserhalb dessen, was heute vom Nationalstaat organisiert und kontrolliert werden kann.

Rimini Protokoll schaut auf das Wesen der Gewalten, deren Teilung einmal die wesentlichen Mechanismen zur Kontrolle des staatlichen Gefüges strukturieren sollte.

Inwieweit sind diese Gewalten noch in der Lage, die entscheidenden Impulse zur Veränderung, denen die Gesellschaften ausgesetzt sind, zu regulieren? Welche Akteure und Netzwerke gestalten und beeinflussen den postdemokratischen Staat? Wer besetzt die Lücken, die in den einst von den drei Staatsgewalten regulierten Sphären aufscheinen?

100 Jahre nach Gründung der Weimarer Republik erkundet das Autoren-Regie-Kollektiv Rimini Protokoll den aktuellen Zustand der Demokratie.

  • Die erste Produktion «Top Secret International» (Staat 1) führt mitten hinein in das globale Netz der Staatsgeheimnisse und das internationale Netz der Geheimdienste. Die Ko-Produktion mit den Münchner Kammerspielen und dem Goethe-Institut feiert am 9.12.2016 in der Glyptothek München seine Uraufführung. Die US-Premiere findet im Januar 2017 im Brooklyn Museum im Rahmen des The Public Theater’s Under the Radar Festival in New York statt.
  • In der zweiten Produktion «Gesellschaftsmodell Grossbaustelle» (Staat 2) beschäftigt sich Rimini Protokoll mit der Grossbaustelle als einem Modell für die aktuelle gesellschaftliche Verfasstheit. Am Düsseldorfer Schauspielhaus überführen sie das verschachtelte Geflecht aus internationalen Investoren, Baukonsortien und Auftraggebern bis hinunter zu Auftragnehmern, outgesourcten Zulieferfirmen und Schwarzarbeitern in ein grosses begehbares Raummodell. Premiere am 12.5. 2017.
  • Es folgen im September 2017 am Staatsschauspiel Dresden «Träumende Kollektive» (Staat 3) und im Januar 2018 am Schauspielhaus Zürich «Weltzustand Davos» (Staat 4).
  • Im März 2018 werden alle vier Teile von «Staat 1-4» in Berlin am Haus der Kulturen der Welt gezeigt.

hkw

Mehr:

https://www.hkw.de/media/de/texte/pdf/2016_1/presse_7/Pressemappe_Staat_1_4_Rimini_Protokoll_20160923.pdf

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 23. September 2016
  • Theater, Kabarett, Literatur

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