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14. Dezember 2013

Zürcher Festspielpreis geht 2014 an Fritz Senn

Ehrung für den Leiter der Zürcher James Joyce Stiftung

Foto: http://www.festspiele-zuerich.ch/de/2013/home/

Der Zürcher Festspielpreis geht 2014 an Fritz Senn (Bild) und somit erstmals an einen Literaten. Mit dem Preis, der mit 50’000 Franken dotiert ist, würdigt die Künstlerische Kommission der Festspiele Zürich Fritz Senns herausragende Leistungen für das Zürcher Kulturleben.

Seine Zürcher James Joyce Stiftung ist nicht nur eine international renommierte Forschungsstätte, sondern auch Kulturvermittlerin und Begegnungsort für die interessierte Öffentlichkeit. Fritz Senns Bücher zum Werk von James Joyce haben die Literatur und die Literaturwissenschaft bereichert.

Die Künstlerische Kommission der Festspiele Zürich verleiht den Zürcher Festspielpreis 2014 erstmals einem Repräsentanten der Literatur.

Fritz Senn, Leiter der Zürcher James Joyce Stiftung, steht laut dem Vorsitzenden der Künstlerischen Kommission, Elmar Weingarten, in der Tradition der bisherigen grossen Träger des Preises.

Er hat mit seiner Forschung und Vermittlung wesentlich dazu beigetragen, die Bedeutung von James Joyce als einem der wichtigsten und wegweisendsten Autoren des 20. Jahrhunderts ins internationale Bewusstsein zu rufen.

Mit ihm wird eine Zürcher Persönlichkeit geehrt, die Zürich durch die Gründung der James Joyce Stiftung zum vielbeachteten Joyce-Zentrum für die literarische Welt gemacht hat.

Mit ungeheurem Engagement, mit Begeisterung und Liebe hat er diesen grossen irischen Autor, der die vielleicht wichtigsten Jahre seines Lebens in Zürich verbracht hat, nicht zuletzt auch für die Zürcher Bevölkerung selbst in unablässiger Vermittlungsarbeit zugänglich gemacht und lebendig gehalten.

Die Ernennung zum Träger des Zürcher Festspielpreises 2014 kam für Fritz Senn unverhofft: «Die Nachricht, die mich bei etwas bedecktem Himmel erreichte, hat mich überrascht. Ich freue mich aber über die Anerkennung sekundärer, wenn auch nicht un-kreativer Beschäftigung mit Literatur – und vor allem darüber, dass damit auch die Zürcher James Joyce Stiftung ins Licht gerückt wird.»

Fritz Senn hat sich nach abgebrochenem Anglistikstudium in seiner Freizeit als Amateur mit James Joyce beschäftigt und dabei die allmählich sich weitende Joyce-Forschung schon bald wesentlich mit geprägt.

Er ist Mitbegründer und -herausgeber der Fachzeitschrift A Wake Newslitter, hat die internationalen Joyce-Symposien mit ins Leben gerufen und hält auf der halben Welt, von Japan bis Kanada, Vorträge und Seminare.

An der Universität Zürich ist er weiterhin Lehrbeauftragter, ebenso an den Joyce Summer Schools in Triest und Dublin.

Er ist Verfasser mehrerer Studien und zahlreicher Essays zu Joyce, wobei er bei aller Expertise die breitere Leserschaft nicht aus den Augen verliert. Neben Fachpublikationen stehen Aufsatzsammlungen, die sich auch als leichtfüssige, scharfsichtige, nie aber belehrende Begleiter bei der Erstlektüre eignen.

Dieselbe doppelte Ausrichtung prägt auch die Zürcher James Joyce Stiftung , die 1985 auf der Basis von Senns umfassender Bibliothek gegründet wurde und die er seither leitet: Sie hat sich als Forschungsstätte international ebenso etabliert wie als Fixpunkt im Zürcher Kulturleben. So veranstaltet sie Workshops, vergibt Stipendien an junge Forscher und bietet zugleich allgemein zugängliche Lesegruppen und Vorträge an.

Fritz Senn befasst sich ausserdem mit Fragen literarischer Übersetzung und schreibt Zeitungskolumnen. Er ist Ehrendoktor der Universitäten von Köln, Zürich und des University College Dublin.

cp

Kontakt:

http://www.festspiele-zuerich.ch/de/2013/home/

http://www.joycefoundation.ch/site/

—

Ein Zeichen zur rechten Zeit

Fritz Senn ist seit bald 60 Jahren eine profilierte Stimme in der internationalen Joyce-Forschung. Nun erhält er den Zürcher Festspielpreis.

http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/uebersicht/ein-zeichen-zur-rechten-zeit-1.18203389

 

 

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 14. Dezember 2013
  • Theater, Kabarett, Literatur

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