9. November 2011
Bereits für 2012: Online-Kulturplattform für die Stadt Zürich geplant
Die Stadt Zürich plant, zusammen mit dem Migros-Kulturprozent, eine Online-Kulturplattform «zur besseren Präsentation und Vermittlung des kulturellen Angebots in Zürich» zu lancieren. Die internetbasierte Kulturplattform soll ein zentrales Eingangsportal in das Kulturleben der Stadt Zürich sein und bestehende Informationsangebote ergänzen und miteinander verknüpfen. Für die Lancierung und einen dreijährigen Pilotbetrieb mit inhaltlicher Betreuung der Plattform sollen 975'000 Franken aus den Reserven des Produktegruppen-Globalbudgets der Kulturförderung verwendet werden. Die Online-Kulturplattform soll 2012 aufgeschaltet werden.

Foto: www.im-viadukt.ch
«Kulturvermittlung und Kulturinformation sind wichtige Grundlagen für das kulturelle Stadtleben», schreibt der Stadtrat von Zürich in einer Medienmitteilung. Und weiter: «Mit der geplanten Kulturplattform erhält Zürich, was in vielen anderen Kulturstädten bereits selbstverständlich und etabliert ist: Eine Plattform, die Kulturinteressierten einen multimedialen Überblick über die Gesamtheit des Kulturangebots, der Kulturinstitutionen und der Kulturveranstaltungen in Zürich bietet.»
Die Online-Kulturplattform werde als zentrales Eingangsportal in das Kulturleben von Zürich lanciert und solle bereits bestehende Informationsangebote ergänzen und miteinander verknüpfen, wie zum Beispiel die Websites der einzelnen Kulturinstitutionen.
Kern der Plattform sei eine Veranstaltungsübersicht. Einen Schwerpunkt werde dabei die Kinderkultur bilden, wo eine Vielzahl von Kulturangeboten bestehe, die aber noch nicht genügend vernetzt und noch nicht im gewünschten Mass wahrgenommen würden.
«Die Lancierung und detaillierte Präsentation der Online-Kulturplattform ist für 2012 geplant. Der Pilotbetrieb wird bis 2014 dauern», schreibt die Stadt Zürich.
Partnerschaft mit
Migros-Kulturprozent
Für die Umsetzung dieses Vorhabens habe die Stadt Zürich mit dem privaten Kulturförderer Migros-Kulturprozent «einen idealen Partner gefunden». Das Migros-Kulturprozent bringe in die Partnerschaft eine bereits entwickelte und erprobte Technologie für die Online-Kulturplattform ein und werde auch die Distribution der Veranstaltungshinweise an alle interessierten Medien und Kulturagenden gewährleisten.
Die Kulturplattform soll grundsätzlich werbefrei und «eine gemeinnützige Dienstleistung von zwei grossen Kulturförderern» sein. Wie die Stadt Zürich habe auch das Migros-Kulturprozent ein hohes Interesse an einem effizienten Einsatz der gewährten Kulturfördergelder und der Nutzung entsprechender Synergien bei der Informationsvermittlung.
Finanzierung aus Reserven der
Kulturförderung
Die Dienstabteilung für Kulturförderung der Stadt Zürich wurde bis und mit 2010 im Rahmen des Pilotbetriebs der Wirkungsorientierten Verwaltungsführung WOV mit einem Produktegruppen-Globalbudget geführt. Bei dieser Haushaltsführung war es der Kulturförderung möglich, einen Teil der bewilligten, aber nicht verwendeten finanziellen Mittel als Reserven zu verwalten.
«Mit der Rückkehr der Dienstabteilung Kultur zur Haushaltsführung mit detaillierten Budgets gemäss dem harmonisierten Kontenplan sind diese Reserven nun verfügbar geworden», heisst es in erwähnter Medienmitteilung. Und: «Vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderates will der Stadtrat 975’000 Franken für die Lancierung und einen dreijährigen Pilotbetrieb mit inhaltlicher Betreuung der Online-Kulturplattform einsetzen.»
Verbesserung der Kulturinformation
und -vermittlung
«Die Verbesserung der Kulturinformation und -vermittlung, die mit der Lancierung der Online-Kulturplattform angestrebt wird, ist eine wesentliche Massnahme zur Umsetzung der kulturpolitischen Ziele der Stadt Zürich und entspricht einem Bedürfnis», schreibt die Stadt schliesslich. Mit den Legislaturschwerpunkten «Kultur- und Kreativstadt Zürich» sowie «eZürich» verfolge die Stadt unter anderem das Ziel, das breite und qualitativ hochstehende kulturelle Angebot in Zürich der Bevölkerung, aber auch Touristinnen und Touristen, optimal und in moderner Form zu präsentieren.
pd
Kontakt:
http://www.stadt-zuerich.ch/content/prd/de/index.html
Kommentare von Daniel Leutenegger