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15. Dezember 2012

«Von hier nach dort. Über Brücken in Kultur, Baukunst und Gesellschaft»

Das Vögele Kultur Zentrum in Pfäffikon (SZ) präsentiert bis am 10. März 2013 die Ausstellung «Von hier nach dort. Über Brücken in Kultur, Baukunst und Gesellschaft». Anhand von Kunstwerken, Alltagsobjekten und wissenschaftlichen Erkenntnissen geht die Ausstellung dem Brückenschlagen als Kulturleistung nach. Damit schafft das Vögele Kultur Zentrum eine interdisziplinäre Plattform, die Hintergrundwissen vermittelt, unterschiedliche Betrachtungsweisen zu gesellschaftsrelevanten Themen aufzeigt und zum Diskutieren anregt.

Bild oben: Ausstellungsansicht 1_Foto Katharina Wernli.jpg (651,3 kB)

Bild unten: Ausstellungsansicht 2_Foto Katharina Wernli.jpg (825,2 kB)

Vögele-Brücken

Wer Brücken schlägt, überwindet Hindernisse, schafft neue Verbindungen und gegenseitige Zugänge – im besten Fall. Die Worte «Brücke» oder «Brückenschlagen» haben eine grosse symbolische Schlagkraft.

Ob in Zeitungen, wissenschaftlichen Untersuchungen, politischen Reden oder als Bezeichnung von Hilfs- oder Kulturprojekten: Rhetorisch werden «Brücken» überall dort «geschlagen», wo Gräben überwunden, Offenheit für das Fremde und eine wohlgesinnte neue Beziehung zwischen Menschen, Orten und Kulturen gefördert werden sollen.

Ziel der Ausstellung ist es, die Bedeutung, Dynamik, Fragilität und Komplexität wichtiger zeitgenössischer Brückenschläge im Privaten wie im Weltpolitischen, im Architektonischen wie im Sozialen, vom Historischen bis zum Visionären auszuloten und die Besucher zu eigenen, neuen Brückenschlägen zu motivieren.

Graben – Vision – Bauprozess – Fertige Brücke

Ausgehend vom realen Bauprozess einer Brücke haben sich für die Ausstellung vier Bereiche herauskristallisiert, die das Brückenschlagen innerhalb der Ingenieurskunst und Architektur, aber auch in der Gesellschaft charakterisieren: Graben, Vision, Bauprozess und Fertige Brücke.

Dazu die Kuratorin Alexandra Könz: «Die vier Aspekte stehen für die Geschichte einer Person, die sich ‚vom Graben bis zur Fertigen Brücke‘ auf den Prozess des gegenseitigen Verbindens einlässt.»

Acht Video-Interviews mit zeitgenössischen «Brückenbauern» dienen als Leitfaden durch die vier Hauptbereiche der Ausstellung. Gezeigt werden je ein Interview mit einem Architekten/Ingenieur und einem Menschen, der im sozialen, gesellschaftlichen oder geisteswissenschaftlichen Sinn Brücken schlägt.

Seile – Beton – Horizont

«Die Kraft der Szenografie liegt in der Reduktion aufs Wesentliche», erklärt Daniel Hunziker, der Szenograf der Ausstellung. Bei «Von hier nach dort.» sind es die drei Kernelemente Seil, Beton und Horizont. Das Seil, als verbindendes Element, fungiert als Richtungsgeber und Raumtrenner. Das Material für die Ausstellungsarchitektur ist Beton als tragendes monumentales Element, als Symbol für Beständigkeit und Festigkeit.

Die bemalten Wände der Ausstellungsräume symbolisieren den Horizont als rahmendes Element und verbinden die Ausstellung zu einer geschlossenen Einheit. Auf der Galerie lassen sich zudem interaktiv über ein Netzwerk virtuelle Brücken zu anderen Besucherinnen und Besuchern bauen.

In der Ausstellung sind Werke folgender Künstlerinnen und Künstler zu sehen:

Hannes Binder, Silvie Defraoui, Gabriella Disler, Esra Ersen, Philipp Gasser, Nina Haab, Marianne Halter, Werner Ignaz Jans, Naomi Leshem, Zilla Leutenegger, Thomas Locher, Cat Tuong Nguyen, Silvia Oberhänsli, Adrian Paci, Andri Pol, Peter Bo Rappmund, Kateřina Šedá, Javier Téllez, Regula Verdet.

Die Ausstellung «Von hier nach dort.» wird von diversen Veranstaltungen begleitet. Nähere Informationen dazu unter:

http://www.voegelekultur.ch/veranstaltungen

Öffnungszeiten:

Mittwoch-Sonntag 11-17 Uhr, Donnerstag 11-20 Uhr, Montag/Dienstag geschlossen.

vkz

Kontakt:

Vögele Kultur Zentrum, Gwattstrasse 14, 8808 Pfäffikon/SZ 

www.voegelekultur.ch

AdrianPaci

Fertige Bruecke 1_Adrian Paci_Centro di Permanenza Temporanea.jpg (3,1 MB)

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 15. Dezember 2012
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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