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2. Oktober 2014

Der Sänger und Musikprofessor Jakob Stämpfli ist gestorben

In Thun ist am 28. September 2014 der am 26. Oktober 1934 geborene Sänger und Musikprofessor Jakob Stämpfli (Bild) gestorben. Er war von 1992 bis 1999 Direktor des Konservatoriums Bern und präsidierte mehrere Jahre lang den Schweizer Musikrat.

Foto: www.oratorienchorbern.ch

Jakob Stämpfli studierte Gesang am Konservatorium in Bern bei Jakob Keller sowie an der Staatlichen Hochschule für Musik in Frankfurt am Main bei Prof. Paul Lohmann. Nach der Konzertreifeprüfung bildete er sich weiter bei Franziska Martienssen und Paul Lohmann. Seit 1954 führte ihn eine reiche Konzerttätigkeit regelmässig durch ganz Europa, die USA und Japan und brachte ihm in über 1’800 Engagements eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Ansermet, Boulez, Frühbeck de Burgos, Gönnenwein, Kempe, Leitner, Markevitch, Martinon, von Matacic, Previtali, Pritchard, Ramin, Richter, Rieger, Rilling, Schneidt, Swarowski, Thomas, Wallberg, Wenzinger u.a.v.m. Seine ausdrucksvolle Bass-Stimme ist heute auf insgesamt über 50 Schallplatten- und CD-Aufnahmen zu hören. Bei zahlreichen Schallplattenproduktionen übernahm er die Aufnahmeleitung und erhielt mehrere Preise der deutschen Schallplattenkritik und achtmal den «Grand Prix du disque». Jakob Stämpfli unterrichtete von 1960-1962 am Konservatorium Biel und von 1963 an am Konservatorium Bern. Während fast 30 Jahren war er gleichzeitig auch an den Musikhochschulen in Saarbrücken, Hamburg und Essen pädagogisch tätig. In Würdigung seiner hervorragenden künstlerischen Verdienste wurde ihm 1965 durch die saarländische Regierung der Professortitel ad personam verliehen. Prof. Jakob Stämpfli war von 1973-1992 Direktor der Musikschule Region Thun und von 1992 bis 1999 Direktor des Konservatoriums für Musik und Theater in Bern. Als Präsident des Schweizer Musikrates, der «Association des Professeurs de chant de Suisse», der Johannes-Brahms-Gesellschaft Schweiz und als Vorstandsmitglied der «European Voice Teachers Association» war er auch musikpolitisch tätig. Ausserdem leitet er mehrere Meisterkurse in verschiedenen Ländern und war Juror bei Wettbewerben. 

http://www.laudate-chor.ch/pg0059dt.htm 

Jakob Stämpfli was a teacher at the Conservatory of Biel (1960-1962) and at the Bern Conservatory for music and theatre from 1963 where he was appointed director in 1992. He has also taught at the Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken and the Hochschule für Musik und Theater Hamburg. He has given international master classes and served as a judge for vocal competitions. His students have included Klaus Mertens, Siegmund Nimsgern, Cornelius Hauptmann and Dominik Wörner.

http://en.wikipedia.org/wiki/Jakob_Stämpfli_(bass)

Als Sänger trat Jakob Stämpfli in zahlreichen Ländern auf; sein Name erscheint auf über 50 Schallplatten- respektive CD-Hüllen. Als Musikprofessor war er viele Jahre lang in Deutschland tätig. 1995 erhielt er den Grossen Musikpreis des Kantons Bern, schon 1989 den Kulturpreis der Stadt Thun.

Ausser im Schweizer Musikrat war Stämpfli auch in anderen Gremien tätig, so etwa im Verband Bernischer Musikschulen und der Association des Professeurs de Chant de Suisse APCS. Diesen gründete und präsidierte er.

cla / sda-ats

http://www.bernerzeitung.ch/region/thun/Musikprofessor-und-Saenger-Jakob-Staempfli-gestorben/story/10592689

Bereits im Alter von sechs Jahren nahmen meine Eltern mich in die meisten Symphonie- und Oratorienkonzerte mit. Damals entstand der heimliche Wunsch, entweder Dirigent oder Organist oder Sänger zu werden. Dieser Wunsch hat mich stets begleitet. Zur Zeit des Stimmbruchs (mit 13 Jahren) durfte ich im Stadttheater Bern eine Aufführung der Zauberflöte miterleben. Den Sarastro verkörperte ein Lohmann-Schüler: Jakob Keller, der mich mit seiner aussergewöhnlichen schwarzen Bassstimme beeindruckte. Ich schrieb ihm einen Brief und bat um ein Vorsingen. Meinem Wunsch wurde entsprochen, und er nahm mich als Schüler an. Die zweite Gesangsstunde meines Lebens erteilte mir ein Mann, den ich nicht kannte. Es war der Lehrer meines Lehrers: Paul Lohmann. Er prüfte genau die Struktur meiner Stimme und riet mir, Sänger zu werden. Da man in der Schweiz normalerweise einen «anständigen» Beruf zu ergreifen hat, blieb das Wagnis des künstlerischen Weges zunächst ein Traum. Um schnell zu einem Berufsabschluss zu kommen, besuchte ich das Lehrerseminar. Dort erreichte mich nach etwa zwei Monaten eine Postkarte von Paul Lohmann, worin dieser mich darauf aufmerksam machte, dass man um Sänger zu werden eigentlich Gesang studieren sollte (möglichst an einer Musikhochschule) und dass er mir empfehlen würde, die jetzige Ausbildungsstätte so schnell wie möglich zu verlassen. Eine Empfehlung von Franziska Martienssen-Lohmann trug dazu bei, dass die Familie den Wunsch erfüllte. So begann meine musikalische Ausbildung bei Jakob Keller als Hauptlehrer, bei Sandor Veress als Theorielehrer und bei Prof. Dr. Kurt von Fischer als Klavierlehrer. Diese drei Persönlichkeiten haben meine Anfänge stark geprägt.

Jakob Stämpfli

http://www.evta.ch/documents/journale/j-19-03.pdf

Mehr:

http://www.evta.ch/documents/journale/j-19-03.pdf

http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D9560.php

http://www.kunstgesellschaftthun.ch/index.php?seite=2005-01-25_vortrag_staempfli

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Stampfli-Jakob.htm

http://www.worldcat.org/search?q=Jakob+Stämpfli&qt=results_page

http://www.amsoldingen.ch/de/index.php?section=calendar&cmd=event&yearID=2009&monthID=7&catid=1&id=0

http://en.wikipedia.org/wiki/Jakob_Stämpfli_(bass)

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 2. Oktober 2014
  • Musik und Tanz

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