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26. November 2014

«Likes», Selfie, me, myself and I

Schweizer Fernsehen SRF 1, «Kulturplatz» vom heutigen Mittwoch, 22.25 Uhr

Foto: http://www.srf.ch/sendungen/kulturplatz/me-myself-and-i

 

 

Von Egomanie und Narzissmus ist die Rede, wenn es um den Aufstieg des Selfie zum Massenphänomen geht. Ist diese Selbstdarstellung mehr als fremdgesteuerte Gefallsucht oder Selbstverliebtheit? «Kulturplatz» aus dem Spiegellabyrinth des Gletschergartens Luzern über den Ich-Hype und dessen Zerrbilder.

 

-> Gletschergarten

 

«Likes» heisst die neue Währung

 

Täglich werden Millionen von Selfies ins Netz gestellt. Ist das Foto gepostet, wächst die Spannung, denn der Kick ist die Anzahl «Likes», die Menge der «Friends» und «Followers» ist matchentscheidend. Wo eine Praxis zum Massenphänomen wird, ist die Werbebranche nicht weit. Sie nutzt die digitalen Überflieger als Gratiswerbeträger. Während die einen die Selfie-Manie als Ausdruck von billiger Selbstvermarktung sehen, reden die anderen von Selbstbestimmung und lustvollem Umgang mit Technologie. Fakt ist: Beim Drehen an der Ego-Schraube droht Absturzgefahr.

 

Nicole Salathé

 

Mehr:

 

Jugendkampagne «Echtes Leben» (Pro Juventute)

Website «Philippe Wampfler»

 

Die Nackt-Selfies des Egon Schiele

 

Egon Schieles Selbstporträts sind keine harmlos geglätteten Selbstverschönerungen, der Künstler wirft darin einen schonungslos sezierenden Blick auf sich selbst. Auch bei den kraftvollen Porträts der 1970 geborenen englischen Malerin Jenny Saville schimmern ihre eigenen Gesichtszüge häufig durch. Eine Schau im Zürcher Kunsthaus setzt die beiden Maler einander gegenüber. Die Beweggründe der Künstler, sich mit ihrem Abbild auseinanderzusetzen, sind radikal andere als in der heutigen Selfie-Kultur. «Kulturplatz» fragt, ob es trotzdem Parallelen gibt.

 

Uta Kenter

 

Mehr:

 

Ausstellung «Egon Schiele – Jenny Saville» (Kunsthaus Zürich)

 

Electroboy – ein Mann zwischen Grössenwahn und Totalabsturz

 

Sein Ego ist riesig und genauso riesig ist das Loch, in das er fällt: Florian Burkhardt alias Electroboy hatte grosse Pläne für sein Leben. Lange sah es aus, als falle ihm alles in den Schoss: Er reüssierte als Supermodel, surfte auf der Dotcom-Blase und war der König der Zürcher Clubszene. Doch plötzlich schaut er in den Spiegel – und was er sieht, tut weh. Dem Regisseur Marcel Gisler ist mit dem Film «Electroboy» das feinfühlige Porträt eines Menschen gelungen, dessen rastlose Suche nach Liebe und Ruhm unter die Haut geht.

 

Sandra Steffan

 

Mehr:

 

Website «Electroboy»

 

Gurlitt-Erbe – die Last eines grossen Geschenks

 

Cornelius Gurlitt verabscheute nichts so sehr wie Öffentlichkeit. Der im Mai 2014 verstorbene Kunstliebhaber war ein Mensch, der sich mit seinen Bildern verkroch. Nun tritt das Berner Kunstmuseum sein mit dem Geruch von Raubkunst behaftetes Erbe an. Die Taskforce in Deutschland, welche die Herkunft der Bilder abklären soll, stand immer wieder in der Kritik. Nun ruhen die Hoffnungen für rasche Klärungen auf Bern.

 

Stefan Zucker, Julia Bendlin

—

 

Kontakt:

 

http://www.srf.ch/sendungen/kulturplatz/me-myself-and-i

 

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 26. November 2014
  • Radio und TV

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