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8. Februar 2015

«60 JAHRE ‚ALLES IN ALLEM‘ – Zürich im Spiegel von Kurt Guggenheims Romanchronik und von weiteren literarischen Werken des 20. Jahrhunderts»

Eine Ausstellung von Charles Linsmayer im Museum Strauhof in Zürich. Zu sehen bis am 31. Mai 2015.

Kurt Guggenheim und sein literarisches Werk

Kurt Guggenheim wurde am 14. Januar 1896 in Zürich als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren und bildete sich auch selbst zum Kaufmann aus. Eine Romanze mit der Maturandin Eva Hug weckte 1918 sein literarisches Talent und bewirkte, dass er sein Leben von 1930 bis zu seinem Tod am 9. Dezember 1983 ganz dem Schreiben widmete.

Zürich als Schauplatz 

Schon die ersten Romane, «Entfesselung» und «Sieben Tage» von 1934/35, spielen in Zürich, die Stadt ist auch zentraler Schau­platz in den Weltkriegsromanen «Wilder Urlaub» (1941) und «Wir waren unser vier» (1949), bleibt aber ebenso in «Der goldene Würfel» (1967), «Das Zusammensetzspiel» (1977) und in «Die frühen Jahre» von 1962 präsent, wo die Romanze mit Eva Hug erzählt wird.

Das Opus magnum: «Alles in Allem» 

Das erzählerische Frühwerk – darunter der poetische Roman «Riedland» von 1938 – kam Guggenheim ebenso zugute wie die Praxis als Drehbuchautor in den Jahren 1939-1944, als er 1952-1955 seine über 1000-seitige Zürcher Romanchronik «Alles in Allem» schrieb. Sie macht anhand des Schicksals von über 140 Personen erkennbar, wie die grösste Schweizer Stadt den Einbruch der Moderne um 1900, den Ersten Weltkrieg, die Krisenjahre und den Zweiten Weltkrieg erlebte – eine Chronik, die Guggenheim 1973 mit «Gerufen und nicht gerufen» bis 1970 fortsetzte. «Alles in Allem» ist Guggenheims gewichtigstes Werk. Aber sein Erfolg war die Voraussetzung dafür, dass er in seinem erstaunlichen Spätwerk – «Sandkorn für Sandkorn» (1959), die Zola-Cézanne Doppelbiographie «Minute des Lebens» (1969) oder der geheimnisvolle Roman «Der heilige Komödiant» (1972) – seinen ebenso leichten wie präzisen Schreibstil zu voller Souveränität entfalten konnte.

Zürich im Spiegel von «Alles in Allem»

«Alles in Allem» spielt von 1900 bis 1945 an den verschiedensten Orten und Lokalitäten Zürichs und vermittelt anhand der Biographien und Aktivitäten von über 140 Personen ein lebendiges Abbild der Stadt. Um den immensen Stoff spielerisch durchschaubar zu machen, wird dem Publikum ein topographisch biographischer Zugang zum Roman angeboten.

Wie in H. G. Wells‘ Zeitmaschine

Mit über 140 teils schwarz-weissen, teils kolorierten Stadtansichten wird das Zürich von da­mals so facettenreich wie möglich neu veranschaulicht. Wobei alle Aufnahmen mittels Nummern mit Romanpassagen in Beziehung stehen, die im Ausstellungs-Booklet nachgelesen werden können. Weil das auch für «Gerufen und nicht gerufen» gilt, verlängert sich der Zeitraum bis 1970, und von den 50 wichtigsten Figuren beider Romane hat Anna Luchs Porträts gezeichnet, die zusammen mit dem jeweiligen Steckbrief als kleine Statuen präsent sind.

Ein Raum der Stadt ist aber nicht nur fotografisch, sondern ganz real wieder aufgebaut: das Arbeitszimmer Kurt Guggenheims an der Hegibachstrasse 58 in den Jahren 1976 bis 1982. Es konnte mit den originalen Möbeln und Arbeits­- und Schreibmaterialien des Dich­ters rekonstruiert werden und ermöglicht zusammen mit  Vitrinen zu einzelnen Werken einen authentischen Einblick in seine Schreibwerkstatt.

Zürich im Spiegel von Autorinnen und Autoren des 20. Jahrhunderts

Weil sie eine Strauhof-Ära abschliesst, zeigt die Ausstellung nicht nur das Zürich Kurt Guggenheims, sondern setzt eine Reihe weiterer Autorinnen und Autoren, die zum Teil bereits ausgestellt waren, mit der Stadt in Beziehung. Nicht repräsentativ, sondern den Vorlieben von Charles Linsmayer entsprechend, und nicht wissenschaftlich umfassend, sondern anhand  kleiner, an authentischen Gegenständen veranschaulichter Momentaufnahmen.

Faszinierende Preziosen

So erinnert der ihm vorgesetzte Meilener Wein jenes Jahrgangs an Kafkas Zürich-Aufenthalt von 1911, werden James Joyce Zürcher Spaziergänge mit seinem Spazierstock in Erinnerung gerufen, sind Max Frischs Diktiergerät, der Zwerg aus Urs Widmers Roman «Ein Leben als Zwerg», Annemarie Schwarzenbachs Fotoapparat oder «Junius Brutus», das Trauerspiel, das Elias Canetti als Zürcher Kantonsschüler schrieb, im Original zu bewundern. Ricarda Huch wird nicht als Zürcher Bibliothekarin, sondern mit jenem «Wurstlakel» in Erinnerung gerufen, über den sie sich in Hottingen ganz schön wunderte. Mit weiteren berührenden Dokumenten sind Robert Walser, Victoria Wolff, Guido Looser, William Wolfensberger und der ungarische Secondo Jenö Marton präsent, der mit «Stop Heiri – da dure…!» den ersten interaktiven Zürcher Jugendkrimi schrieb.

Ein jüdisches Wohnzimmer

Mehr Raum ist Hermann Hesse, dessen Zürcher Aufenthalt eine Diashow rekapituliert, und Charles Lewinsky vorbehalten. «Melnitz», das Epos, das fünfzig Jahre nach «Alles in Allem» aus dem gleichen jüdischen Blickwinkel die Zeit von 1893 bis 1945 neu erzählt hat, ist mit dem Wohnzimmer des Viehhändlers Salomon Meijer vertreten, in dem der Roman beginnt und über dessen Tisch Lewinskys originale Lengnauer Sabbatlampe thront.

li

Kontakt:

http://www.guggenheim-ausstellung.ch/

http://www.linsmayer.ch/kontakt.php

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 8. Februar 2015
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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