Der am 5. Mai 1925 in Zürich geborene Schweizer Choreograf und Tänzer Jean Deroc (Bild) ist am 30. Dezember 2015 in Windisch (AG) gestorben.

Als Choreograf wirkte Deroc unter anderem am Stadttheater St. Gallen 1954/55, am Stadttheater Luzern 1957/59, am Opernhaus Graz 1959/61, am Theater am Goetheplatz Bremen 1961/64, am Teatro La Fenice Venedig 1979 und am Opernhaus Sofia 1991.
Mit seinem Schweizer Kammerballett, das er 1955 nach der Rückkehr in die Schweiz gründete, brachte er neben dem klassischen Ballett auch Modern Dance und Jazztanz auf die Bühne. Das Schweizer Kammerballett ist die am längsten bestehende theaterunabhängige Ballett-Truppe der Schweiz.
1973 rief Deroc die Königsfelder Festspiele ins Leben, in denen sakrale und historische Themen mit den Mitteln des Tanzes dargestellt werden.
1974 war Deroc Mitinitiator bei der Gründung des Berufsverbands der Schweizer Tanzschaffenden dansesuisse (ursprüngliche Bezeichnung Schweizerischer Dachverband der Fachkräfte des künstlerischen Tanzes – SDT).
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Deroc wurde mehrfach ausgezeichnet. Er erhielt den Prix Italia (1968), die Ehrenmedaille der Rubin Academy Jerusalem (1969), den Kunstpreis der Stadt Zürich, Sparte Tanz (1982) und die Anerkennungsgabe der Stadt Zürich (2005).
sda/hahw
Deroc hat dem Bühnentanz im In- und Ausland wichtige Impulse gegeben. Unter anderem initiierte er 1973 die Königsfelder Festspiele, wie Georg Weber vom Schweizer Kammerballett in seiner Medienmitteilung schreibt.
Mehr:
http://tls.theaterwissenschaft.ch/wiki/Jean_Deroc
Kommentare von Daniel Leutenegger