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4. Februar 2017

«EDVARD MUNCH UND DIE FAMILIE ESCHE. DIE BILDNISSE – DIE SAMMLUNG»

Ausstellung im Kunsthaus Zürich, bis am 26. Februar 2017

Bild: Edvard Munch, Bildnis Hanni Esche, 1905, Öl auf Leinwand, 81 x 70,5 cm, Kunsthaus Zürich, Leihgabe der Herbert Eugen Esche-Stiftung, 2015

Das Kunsthaus Zürich zeigt die Sonderpräsentation «Edvard Munch und die Familie Esche. Die Bildnisse – Die Sammlung». Edvard Munchs und andere Spitzenwerke aus dem Besitz der Chemnitzer Industriellen-Familie Esche werden im Kunsthaus Zürich vereinigt.

Neu hinzugekommen ist das «Bildnis Hanni Esche» (1905). 1905 malte Edvard Munch sechs Bildnisse der Familie des Chemnitzer Textilindustriellen Herbert Esche; die Mehrzahl, mit dem grossen Gruppenbild der Kinder im Zentrum, gehört seit 1997 der im Kunsthaus Zürich domizilierten Herbert Eugen Esche-Stiftung und hängt in der Sammlung.

Nun erhielt die Stiftung auch das Porträt der Mutter Hanni Esche geschenkt, das Pendant des Kinderbildes und ein Meilenstein in der Entwicklung des stark farbigen, reifen Stils Munchs.

Dieses «Bildnis Hanni Esche» (1905), das neu als Dauerleihgabe die Sammlung des Zürcher Kunsthauses bereichert, ist ein strahlendes Bild. Vor dem leuchtend gelben Grund erscheint wie eine grosse Welle in reinem, lichten Blau das Gewand, über dem aus dem rosa Gesicht die Augen zu den Kindern und dem Betrachter blitzen.

Seine Ankunft im Kunsthaus und die Wiedervereinigung der Porträts der Familie Esche (das Porträt der Mutter kommt zu demjenigen ihrer beiden Kinder zurück) wird mit einer kleinen Ausstellung gefeiert, die die Entstehungsgeschichte des Werkes rekonstruiert.

Ursprünglich befanden sich die Gemälde in der bedeutenden Villa, die Henry van de Velde für Esche baute, doch 1945 übersiedelte Herbert Esche zu seiner Tochter nach Küsnacht, wo die Bilder in dem ebenfalls von van de Velde möblierten Esszimmer hingen.

Diese Situation wird für die Ausstellung rekonstruiert, begleitet von einer Dokumentation über das bahnbrechende Gebäude und die Entstehung der Werkgruppe Munchs, und ergänzt von etwa zehn weiteren Gemälden aus der Familiensammlung – darunter Werke von Theo von Rysselberghe, Signac, Cross, Vuillard u.a. Gemeinsam bilden sie ein für den avantgardistischen Geschmack um 1900 paradigmatisches Ensemble, wie es sich nur selten erhalten hat.

khz

Kontakt:

http://www.kunsthaus.ch/de/ausstellungen/aktuell/edvard-munch/?redirect_url=title=Libri

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 4. Februar 2017
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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