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4. Februar 2017

«ANDREW BICK – original/ghost/variety/shifted/double/echo»

Ausstellung Haus Konstruktiv, Zürich, 9. Februar bis 7. Mai 2017

Bild: Wall Drawing (Grid for Gate), 2014. Courtesy der Künstler und Galerie von Bartha, Basel. Foto: Andreas Zimmermann

Andrew Bick (geb. 1963 in Coleford, Gloucestershire, lebt und arbeitet in London) zählt zu den wichtigen, in der Tradition der konstruktiven Kunst arbeitenden Malern der Gegenwart.

Im Zusammenspiel freier und geometrischer Formen amalgamiert Bick in seinen technisch komplexen und aus vielen Schichten bestehenden Bildern Zeichnung und Malerei, Linie und Fläche, Transparenz und Opazität, farbige und blasse, glänzende und matte Oberflächen zu einem komplexen und rätselhaften Ganzen.

Bunte Dreiecks- und Trapezformen, gestisch aufgetragene Farbflächen sowie scharfkantige weisse, graue und schwarze Strukturen überlagern Bereiche der oftmals ungrundierten Leinwände.

Von Milchglas bedeckt oder partiell mit Lagen aus Wachs überzogen, die sich wie Nebel über die Farben legen, vereinen sich in seinen präzise aufgebauten Kompositionen scheinbar gegensätzliche malerische Vorgehensweisen und vielschichtige Texturen.

Seine architektonisch anmutenden Bildgefüge stehen in der Nachfolge des britischen Konstruktivismus und der Systems Art, die sich zur gleichen Zeit wie der Minimalismus, die Konzeptkunst und Kybernetik entwickelten.

Andrew Bick absolvierte zu Beginn der 1980er-Jahre den Vorkurs am Cheltenham College of Art und setzte sein Malereistudium dann an der University of Reading sowie an der Londoner Chelsea School of Art and Design fort.

Bekanntheit erlangte er nicht nur mit seinen variationsreichen Malereien, sondern auch durch Kunst-am-Bau-Projekte und seine langjährige Tätigkeit als Kurator, Autor und Dozent.

Aus seiner kritischen Auseinandersetzung mit Vorläufern der abstrakten und konkreten Moderne und den Grundlagen seines eigenen Kunstschaffens sind bereits zahlreiche Kooperationen und Projekte mit anderen Künstlerinnen und Künstlern hervorgegangen, unter ihnen (jünger oder etwa gleich alt wie Bick) Eva Berendes, Katrina Blannin und Cullinan Richards oder (in den 1930er Jahren geboren) Norman Dilworth, Anthony Hill, Peter Lowe, Jeffrey Steele und Gillian Wise.

Charakteristisch ist dabei stets seine diskursive Herangehensweise, mit der er kunsthistorische Verbindunglinien herausarbeitet oder neu anlegt. Besondere Aufmerksamkeit erfahren dabei vorzugsweise künstlerische Positionen, die aus seiner Sicht zu Unrecht von der Kunstgeschichtsschreibung vernachlässigt worden sind.

Unter dem vom Künstler selbst gewählten Titel «original/ghost/variety/shifted/double/echo» zeigt das Museum Haus Konstruktiv eine auf die Architektur der Ausstellungsräume bezogene Inszenierung seiner jüngsten Werke, darunter eine grossformatige Wandmalerei, Arbeiten auf Papier sowie eine interaktive Installation mit einem kinetischen Objekt, das durch ein Pseudoskop betrachtet werden kann – ein von Terry Pope, Konstruktivist und ehemaliger Lehrer Bicks, entwickeltes optisches Instrument, das die tiefenräumliche Wahrnehmung verunsichert.

Um im 3. Stock sowohl eine architektonische Verknüpfung der kleineren Räume mit dem grössten zu erreichen, als auch fünf der sechs Pfeiler zu verbinden, hat Bick in Zusammenarbeit mit LUVO Architekten ein spezielles Regalsystem entwickelt, auf dem er kleine mit Gummistempeln hergestellte Rasterzeichnungen platzieren wird. Diese Zeichnungen auf herkömmlichem, isometrischem DIN A4-Millimeterpapier greifen die in den Malereien systematisch wiederholten Raster in schlichter Form wieder auf.

«original/ghost/variety/shifted/double/echo» ist eine Art Kürzel für das System, mit dem Bick seine Werktitel verschlüsselt; sie entspringen einer assoziativen, kontinuierlich erweiterten Mind-Map, in der seine Quellen und Bezugnahmen kartografiert sind. Im Fall des aktuellen Ausstellungstitels verweist die vertikale Anordnung und Kleinschreibung auf die visuelle Dimension von Schrift in der Konkreten Poesie, und sie ist insbesondere als Referenz an den US-amerikanischen Autor Robert Lax (1915-2000) zu verstehen. Dessen konkrete, häufig in Spalten aus einzelnen Wörtern und Silben gegliederte Gedichte wurden u.a. in Zürich verlegt.

Hat die Sprache in der Konkreten Poesie kaum noch Verweisfunktion, ist sie jedoch in Bicks Titeln hochgradig kodifiziert. So deutet beispielsweise das Wort «ghost» in den Werktiteln der bleichen Arbeiten nicht nur die phantomartige Präsenz vorheriger Werke, sondern auch den Geist der älteren Konstruktivisten und Systems Artists an, mit deren Auffassung von Wissenschaftlichkeit und Empirie Bick sich schon lange beschäftigt. Kunstgeschichte als konstitutiver Bestandteil des Mediums und Themas wird in Bicks Schaffen auf kluge, lebendige Weise gegenwärtig.

Das Museum Haus Konstruktiv widmet Andrew Bick die erste museale Einzelausstellung in der Schweiz.

Kuratiert von Sabine Schaschl

hkz

Kontakt:

http://hauskonstruktiv.ch/deCH/ausstellungen/coming-soon/andrew-bick.htm

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 4. Februar 2017
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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