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17. Juni 2018

«RISK»: EIN GEMEINSCHAFTSPROJEKT VON WALLISER MUSEEN, MEDIATHEKEN UND ARCHIVEN ZU NATURRISIKEN IN DEN ALPEN

Bis am 6. Januar 2019 präsentieren die Gedächtnisinstitutionen der Dienststelle für Kultur des Kantons Wallis «RISK», ein umfassendes interdisziplinäres Projekt, das sich mit Natur- und Umweltrisiken in den Alpen auseinandersetzt. Um ein breites Publikum zu sensibilisieren, stehen Ausstellungen, Filme, Vorträge, Führungen, ein Escape Room und Entdeckungswanderungen in der Umgebung auf dem Programm.

Der Kontext der Naturrisiken in den Alpen

Zu allen Zeiten mussten sich die Menschen in den Alpen an die Natur anpassen. Die Naturrisiken gestalten deren Territorium, sind Bestandteil des Alltagslebens und tragen zur Weltsicht bei. Der Umgang mit diesen Naturgefahren ist eine zentrale Herausforderung und kann als Element des alpinen Kulturerbes betrachtet werden. Eine Aufnahme des Umgangs mit der Lawinengefahr in die Liste des immateriellen Kulturerbes wird zurzeit durch die UNESCO geprüft.

Das Projekt «RISK»: eine Thematik …

Das gemeinsam von den Kantonsmuseen, der Mediathek Wallis und den Staatsarchiven des Kantons Wallis getragene Projekt «RISK» thematisiert Natur- und Umweltrisiken. Fragen nach den Strategien, die wir entwickeln, um mit Naturereignissen zu leben und was sie über die Beziehung zu unserem Ökosystem aussagen, werden beleuchtet. Im heutigen Zeitalter sind diese Fragestellungen von besonderer, grundlegender Bedeutung.

… und mehrere Herangehensweisen

Die Naturrisiken in den Alpen werden durch Ausstellungen, Filme und ein umfassendes Vermittlungsprogramm beleuchtet. Bei Gross und Klein soll anhand verschiedener Standpunkte (philosophisch, literarisch, anthropologisch, historisch, politisch) ein Bewusstsein zur Thematik geschaffen werden.

Das Geschichtsmuseum und das Naturmuseum schaffen im Ausstellungszentrum Le Pénitencier in Sitten die Ausstellung «RISK». Der Parcours ermöglicht, Sichtweisen unserer Gesellschaft in Bezug auf Risiken zu entdecken, Strategien zur Vermeidung von Katastrophen kennenzulernen, Fachleuten des Risikomanagements zu begegnen und die Beziehungen, die unsere Gesellschaft mit ihrem Ökosystem unterhält, zu hinterfragen.

Im Kulturzentrum Les Arsenaux wird das fotografische Werk des Schneeforschers Robert Bolognesi «Schnee, tödliche Schönheit» von der Mediathek Wallis – Sitten gezeigt. Ausgehend von mikroskopischen Aufnahmen von Schneeflocken spürt der Künstler der poetischen Dimension des Schnees nach. Die Bilder schaffen zudem die Möglichkeit, die Entwicklung desjenigen Elements zu beobachten, das sich in ein bekanntes alpines Naturrisiko verwandeln kann: die Lawine.

Die Mediathek Wallis – Martinach zeigt mit «Risiken in den Alpen!» zwei Filme, die dieselbe Thematik als individuelle Fiktion, beziehungsweise kollektives Gedächtnis behandeln: «Aléalinéa», ein Film von Maximilien Urfer, der die inspirierende Kraft der alpinen Katastrophen und Risiken zeigt, sowie «Erinnerung an die alpinen Risiken», der audiovisuelle Archivdokumente und Gespräche mit Fachleuten verknüpft (ein Film des Teams der Mediathek Wallis – Martinach).

Ein literarischer Brunch, Filmvorführungsabende, historische Gespräche, Vorträge, Begegnungen mit Fachleuten, Führungen, ein Escape Room, Entdeckungswanderungen in der Umgebung oder auch eine virtuelle Ausstellung begleiten den Event.

Ein Thema in aller Munde

Das Projekt «RISK» der Dienststelle für Kultur ist Teil einer Reihe von kulturellen und wissenschaftlichen Veranstaltungen, die sich mit der Fragestellung der Natur- und Umweltrisiken auseinandersetzen. Verschiedene Partner haben unter dem Titel «risiken2018.ch – Ein Thema in aller Munde» ihre Programme aufeinander abgestimmt. Partnerschaften wurden mit dem Verein Dialogue des sciences Valais, dem World Nature Forum (Naters) und dem Musée de Bagnes (Gedenkfeiern zur Flutkatastrophe des Giétro-Gletschers) geschlossen.

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  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 17. Juni 2018
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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