15. Juli 2018
«PERLKUNST AUS AFRIKA – DIE SAMMLUNG MOTTAS»
Ausstellung im Museum Rietberg Zürich, bis am 21. Oktober 2018

Bild: Halskette, Kenia (nördlich), Turkana, vor 1975. Tierhaut, Pflanzenfasern, Glasperlen oder Plastikperlen, 2 x 26 x 36 cm. © Museum Rietberg, Geschenk François und Claire Mottas.
Die Ausstellung zur Ästhetik und Bedeutung von Perlkunst rückt Frauen als Künstlerinnen ins Zentrum. Ob filigrane Schmuckstücke, imposante Masken oder königliche Hocker – die Perlarbeiten aus dem südlichen, westlichen und östlichen Afrika offenbaren die hohe Kunstfertigkeit und Kreativität in Herstellung und Design.
In Europa ab dem 17. Jahrhundert für den Markt in Afrika produziert, sind Glasperlen Sinnbild für die frühe Globalisierung. Perlen sind aber weit mehr als nur ein Handelsgut und Zahlungsmittel. Ihre Farben und Muster vermitteln komplexe Botschaften über Alter, Gender und Identität des Trägers beziehungsweise der Trägerin.
Mit der Sammlung Mottas ist ein unentdeckter Schatz ins Museum gekommen, der die Afrika-Sammlung zugleich ergänzt und erweitert.
In der Ausstellung sind den alten Perlarbeiten zeitgenössische Positionen aus Südafrika gegenübergestellt. Bis heute lassen sich Kunst und Fashion Design von diesem kulturellen Erbe inspirieren.
mrz
Mehr:
http://www.rietberg.ch/media/1141564/de_ausstellungstexte_perlkunst.pdf
http://www.rietberg.ch/media/1140755/d_mm_perlkunst_gesamt.pdf
Kontakt:
http://www.rietberg.ch/perlkunst

Bild: Postkarte mit Zulu-Frau aus Südafrika, Fotograf unbekannt, 1918 © Museum Rietberg
Kommentare von Daniel Leutenegger