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12. Juni 2020

THUN: HEINRICH GARTENTORS «INSEL IN DER STADT»

Ab dem 12. Juni 2020 blüht auf dem Thuner Viehmarktplatz Heinrich Gartentors Kunstprojekt «Insel in der Stadt» auf. Die Blumenwiese ist eine klimatische und ökologische Kunstintervention, die gleichzeitig die Stadt verschönern und den Viehmarktplatz beleben will.

Foto: @  Christoph Gerber, https://www.thun.ch/stadtverwaltung/medien/medienmitteilungen/news-behoerden.html?tx_news_pi1[news]=2502&tx_news_pi1[day]=12&tx_news_pi1[month]=6&tx_news_pi1[year]=2020&cHash=6d584ec8a10312ad1742436d2c640213

Im letzten Jahr begrünte der Horrenbacher Künstler Heinrich Gartentor (*1965) mit seiner «Insel in der Stadt» den Zürcher Münsterhof. Er hatte einen internationalen Wettbewerb für Kunst im öffentlichen Raum gewonnen. Seine Installation sorgte schweizweit für Aufsehen und leistete einen Beitrag zur aktuellen Klimadiskussion.

Mit seiner Idee, das Kunstprojekt in Thun weiterleben zu lassen, stiess Heinrich Gartentor bei der Stadt Thun auf offene Ohren. Ab Freitag, 12. Juni 2020, und bis Mitte September blüht die Magerwiese auf dem Viehmarktplatz wieder auf. Der Aufbau fand in der Nacht von Donnerstag auf Freitag statt.

Ökologisches und soziales Kunstprojekt

Gartentors grossflächige Intervention, eine rund 550 Quadratmeter grosse Magerwiese mit Hecken und Bäumen, soll die Frage der veränderten klimatischen Rahmenbedingungen in urbanen Räumen behandeln und die Biodiversität fördern. Die Wiese wurde von einer Gärtnerei aufgezogen und besteht aus rund 90 verschiedenen einheimischen Pflanzenarten, die in Kisten gedeihen. Die Hecken und Bäume sind in der Region heimisch, das Holz für die Stege stammt ebenfalls aus der Umgebung.

«Durch die Insel wird sich die Lebensqualität auf dem Viehmarktplatz erhöhen – Gräser, Blumen, Hecken und Bäume kreieren Lebensraum für Vögel und Insekten, die sonst auf diesem Platz nicht anzutreffen sind», so der Künstler Heinrich Gartentor. Via Holzsteg kann man die Installation betreten und erleben. Die «Insel in der Stadt» ist damit nicht nur ein ökologisch-klimatisches, sondern auch ein soziales und interaktives Kunstprojekt. Platzüberquerungen sind nur über die Holzstege möglich, Sitzgelegenheiten befinden sich unter den Bäumen und an der Stadtmauer, Freiflächen gruppieren sich am Inselrand.

Stadt Thun als Gastgeberin und Unterstützerin

«Die Stadt Thun freut sich, Gastgeberin und Unterstützerin des Kunstprojekts zu sein. Die Kulturabteilung, das Tiefbauamt und das Stadtmarketing unterstützen die Aktion entweder finanziell oder in Form von Dienstleistungen (Hilfe beim Auf- und Abbau). Kunst im öffentlichen Raum hat in Thun eine lange Tradition, über 100 Arbeiten sind auf Plätzen, in Schulhäusern und Kirchen, an Wänden und auf Dächern oder in Parkanlagen zu entdecken. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Spektrum der Kunstwerke im städtischen Raum deutlich erweitert und gewandelt. Vermehrt werden interaktive und temporäre Projekte und Aktionen initiiert oder partizipative Arbeiten realisiert. In vielen Werken lösen sich die Grenzen zwischen Kunst, Spiel und Alltag auf. Die Stadt schätzt an Gartentors Werk nebst dem künstlerischen und ökologischen Aspekt vor allem auch die Belebung des Viehmarkplatzes.», schreibt die Stadt Thun in einer Medienmitteilung. «Für die umfangreichen Sanierungs- und Ausbauarbeiten am Kanalisationsnetz und Berntorkreisel mussten wir auf den Viehmarktplatz als Installationsplatz der Baustellen zurückgreifen. Der Abschluss dieser Arbeiten und das Projekt von Heinrich Gartentor bieten uns Gelegenheit, das in der Praxis zu erproben, was in der Thuner Stadtpolitik während Jahren immer wieder gefordert worden ist – die Belebung des Platzes. Dazu haben bisher die zündenden und tragfähigen Ideen gefehlt», begründet Gemeinderat und Bauvorsteher Konrad Hädener seine Begeisterung für das Kunstprojekt.

«Insel» wird im Herbst verkauft und soll weiterblühen

Für die Pflege des temporären Stadtgartens sorgt der Künstler. Nach drei Monaten, ca. Mitte September 2020, wird die Installation wieder abgebaut. Die meisten Bestandteile der «Insel» werden im Sinne der Nachhaltigkeit verkauft. «Die Wiese, Hecken und Bäume sollen sich in Privatgärten und Parks vermehren», sagt Gartentor. Die beiden Bäume pflanzt Stadtgrün Thun an einem anderen Ort wieder ein.

Künstlergespräch

Dienstag, 30. Juni 2020, 18 Uhr, Viehmarktplatz Thun. Künstler Heinrich Gartentor im Gespräch mit Marianne Flubacher, Leiterin Kulturabteilung Stadt Thun

cp

Kontakt:

https://www.thun.ch/stadtverwaltung/medien/medienmitteilungen/news-behoerden.html?tx_news_pi1[news]=2502&tx_news_pi1[day]=12&tx_news_pi1[month]=6&tx_news_pi1[year]=2020&cHash=6d584ec8a10312ad1742436d2c640213

https://www.gartentor.ch/de/thun.html

#StadtThun #InselInDerStadt #Heinrich Gartentor #MarianneFlubacher #KonradHädener CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 12. Juni 2020
  • Umwelt / Mitwelt

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