ch-cultura.ch
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci

22. Oktober 2020

«FRANZ GERTSCH – GRÄSER»

Ausstellung im Museum Franz Gertsch, Burgdorf, vom 24. Oktober 2020 bis am 28. Februar 2021

Bild:

Franz Gertsch
Gräser VII, 2019
Eitempera auf ungrundierter Baumwolle
Tempera on unprimed cotton
240 x 340 cm
Besitz des Künstlers
Collection of the artist
© Franz Gertsch

Im Jahr des 90. Geburtstags des Künstlers zeigt das Museum Franz Gertsch nach der erfolgreichen Ausstellung mit Gemälden aus den 1970er-Jahren nun die neuesten Werke: Im Zentrum der Präsentation stehen drei Gemälde, die sich in freier Art und Weise dem Franz Gertsch sehr vertrauten Thema der Gräser annehmen. Dazu werden Gemälde und Holzschnitte aus den Jahren 1987 bis 2020 kombiniert.

Mit «Gräser V» (2018/19), das 2019/20 im Museum Franz Gertsch zu sehen war, begann Franz Gertsch wieder eine neue Phase in seinem Schaffen. Der Kunsthistoriker Ulrich Loock sprach hier sogar von einem «Bruch». Das Thema der neuen Gemälde, Gräser, genauer gesagt, die schilfartige Waldzwenke, ist Gertsch vertraut: Es erscheint als Motiv seit 1995 in Gemälden, seit 1999 im Holzschnitt. Neu ist nun jedoch die Herangehensweise an die Ausführung. Seit 1969 steht dem Künstler für seine Gemälde und Holzschnitte eine Diaprojektion Modell, von der er sich jedoch bereits seit «Herbst» (2007/08) mehr und mehr befreite. Nun erfolgte mit «Gräser V» ein weiterer Einschnitt. Gertsch zeichnete die gesamten Umrisse der Gräser vor und gestaltete hiermit bereits das Gemälde: Er wählte aus, vereinfachte und formte. Die lineare Komposition gewinnt in diesem Moment seines Spätwerkes an Bedeutung, in gewisser Weise findet eine Verschmelzung der Technik der letzten Jahrzehnte mit derjenigen des Frühwerkes statt. Franz Gertsch spricht von einer möglichen «Läuterung», man könnte es jedoch auch eine Sublimation mit dem Wissen und der Reife der Erfahrung nennen.

«Gräser VI» (2019) zeigt in zarten Blau- und Grüntönen gehaltene Halme vor dunklem Grund. «Gräser VII» (2019) überrascht hingegen mit starker Farbigkeit: Es zeigt grünblaue Halme vor leuchtend rotem Hintergrund. In der Abstraktion geht er mit diesem Werk noch einen Schritt weiter und nickt möglicherweise noch einmal seinem Lehrer Max von Mühlenen zu, der eine Rot-Blau-Malerei propagierte.

Das dritte der neuen Gräser-Gemälde, «Gräser VIII» (2019/20), erscheint nun fast vollkommen vergeistigt. Gertsch wandte sich mit den Gräsern auch wieder der Farbe Blau, dem Pigment Lapislazuli zu, das ihn ebenfalls seit Jahren begleitet. So entstand 1995 etwa ein abstraktes Gemälde auf Japanpapier mit reinem Lapislazuli («Lapis Lazuli: 8.III.1995», 1995, Dammarmalerei auf Kumohadamashi Japanpapier von Heizaburo Iwano, 276 x 382 cm, Hess Collection). Dieses im Schaffen von Franz Gertsch einzigartige Werk erweist sowohl dem Pigment als auch dem handgeschöpften Papier seine Reverenz. Für «Gräser VIII» verwendete er nun die kostbarste der erhältlichen Varianten, das nach alten Rezepten hergestellte Fra Angelico Blau. Das Gemälde entstand dann auch wie ein Fresko zu Zeiten dieses Malers der italienischen Frührenaissance. Das reine Lapislazuli wurde mit einem Borstenpinsel in die Leinwand einmassiert und entfaltet eine beinahe übernatürlich leuchtende Wirkung.

In den weiteren Räumen der Ausstellung taucht das Gräser-Thema in Variationen immer wieder auf, vom kleinformatigeren Holzschnitt bis zum monumentalen «Grossen Gras» (1999/2001). Dazu runden weitere Gemälde und Holzschnitte mit Porträts und Landschaften aus den Jahren 1987 bis heute die Präsentation zum späten Schaffen des Künstlers ab.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Anna Wesle in Zusammenarbeit mit Franz Gertsch.

mfg

Kontakt:

https://www.museum-franzgertsch.ch/de/

#MuseumFranzGertschBurgdorf #FranzGertsch #Gräser #AnnaWesle #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 22. Oktober 2020
  • Museum, Ausstellung, Galerie

Vorheriger Beitrag

«FRANZ GERTSCH. LOOKING BACK. HOMMAGE ZUM NEUNZIGSTEN»

Nächster Beitrag

AB SOFORT GESCHLOSSEN / ABGESAGT / VERSCHOBEN

Daniel Leutenegger

Daniel Leutenegger

Redakteur

Beiträge von Daniel Leutenegger

  • Slavenka Drakulic, 2016 - Foto: De Balie, https://www.youtube.com/watch?v=v1TsgWaornQ - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.en - Date: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Slavenka_Drakuli%C4%87_(2016).jpg
    ZUM TOD DER KROATISCHEN SCHRIFTSTELLERIN UND JOURNALISTIN SLAVENKA DRAKULIC

    24. Juni 2026

  • Zarli Carigiet Trun
    «ZARLI CARIGIET – DAVON E DAVOS LAS CULISSAS / VOR UND HINTER DEN KULISSEN»

    24. Juni 2026

  • An der Generalversammlung wählten die Mitglieder von Wikimedia CH vier neue Vorstandsmitglieder (auf dem Foto von links nach rechts) Dominik Landwehr, Heidi Eisenhut, Mounir Krichane und Daniel Senn
    DOMINIK LANDWEHR IST DER NEUE PRÄSIDENT VON WIKIMEDIA CH

    24. Juni 2026

  • Bundeshaus – Foto: © media-parl.ch – Parlamentsdienste 3003 Bern
    DAS PARLAMENT UND DIE SOZIALE ABSICHERUNG DER KULTURSCHAFFENDEN

    24. Juni 2026

  • Guesch Patti, 2009 - Foto: Georges Biard - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Guesch_Patti_%C3%A9toiles_d%27or.jpg
    DIE FRANZÖSISCHE TÄNZERIN, SÄNGERIN UND SCHAUSPIELERIN GUESCH PATTI IST GESTORBEN

    23. Juni 2026

Kommentare von Daniel Leutenegger

Previous post « Next post »

© 2026 ch-cultura.ch – Schweizer Online-Kultur-Plattform

  • NUTZUNGSBEDINGUNGEN
  • DATENSCHUTZ
  • IMPRESSUM
Facebook LinkedIn Instagram X

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis auf unserer Website zu bieten.
Mehr darüber erfahren Sie in den .

ch-cultura.ch
Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und dienen dazu, Sie wiederzuerkennen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und unserem Team zu helfen, zu verstehen, welche Bereiche der Website Sie am interessantesten und nützlichsten finden.

Lesen Sie unsere Informationen zum Datenschutz, um mehr zu erfahren.

Notwendige Cookies

Notwendige Cookies sollte immer aktiviert sein, damit wir Ihre Präferenzen für Cookie-Einstellungen speichern können.

Wenn Sie dieses Cookie deaktivieren, können wir Ihre Einstellungen nicht speichern. Das bedeutet, dass Sie jedes Mal, wenn Sie diese Website besuchen, Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren müssen.

Google Analytics

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher auf der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Wenn Sie dieses Cookie aktiviert lassen, können wir unsere Website verbessern.

<p>Bitte aktivieren Sie zunächst "Notwendige Cookies", damit wir Ihre Einstellungen speichern können!</p>