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30. Juni 2021

AUF SACKKARREN VON ZÜRICH NACH BERN VERSCHOBEN: DIE «ZEHN GEBOTE VOL. 2» VON FRANK UND PATRIK RIKLIN

Die «Zehn Gebote Vol. 2» der Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin sollen die Gesellschaft herausfordern, und sie haben schon mehrfach für Aufregung gesorgt: Gläubige Geister schieden sich daran, ob die Biblischen Gebote so neuinterpretiert werden sollen; städtische Behörden konnten sich nicht mit einem versenkten Kunstwerk anfreunden. Nun wandert diese eine Tonne schwere Kunst bis am 9. Juli 2021 zu Fuss ins Museum für Kommunikation und verbindet Zürich mit Bern in ganz ungewohnter Weise. Dazwischen: viel Zeit zum Nachdenken.

Foto: © Atelier für Sonderaufgaben, MFK, https://www.mfk.ch/medien/medienbilder-07122018-1

Mit ihrem Werk «Zehn Gebote Vol. 2″ wollen die St.Galler Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin der zukünftigen Gesellschaft Orientierung bieten. Mitten im Wandel, sich verschiebenden Wertesystemen und orientierungslosen Gemeinschaften soll das schwergewichtige Werk Halt geben.

Entstanden ist das Werk im Juli 2020 vor dem Kloster St.Gallen. Die Riklin–Brüder meisselten in zehn Tagen die Gebote in die massiven Steinplatten. Wenig später setzten sie das Kunstwerk mitten im Zürcher Finanzdistrikt gemeinsam mit den Komplizen von Fyooz (fyooz.io) im Gewässer des Schanzengrabens aus. Ein subversiver Akt, der am gängigen Wirtschaftsdenken rütteln sollte. 

Der Kanton Zürich reagierte schnell und ordnete dem Gewässerschutz zuliebe die Entfernung der Steinplatten an. Rund einen Monat nach der Einwasserung fischten Riklins das unerlaubt versenkte Kunstwerk wieder aus dem Wasser und zogen damit durch die Stadt Zürich. Öffentlich suchten sie darauf einen Ort, der den zehn Steinplatten Kunstasyl anbietet. Von 25 Bewerbungen erhielt das Museum für Kommunikation (MfK) als neuer Komplize den Zuschlag. Lange Zeit verhinderte das Coronavirus eine Überführung nach Bern. Dafür konnten neue Ideen reifen, was nun zum wohl ungewöhnlichsten Kunsttransport der Schweiz geführt hat.

Eine kollektive Verschiebung quer durch die Schweiz, vom Wirtschaftszentrum zur Bundesstadt – es ist eine verrückte Idee, die kurzerhand zum Konzept wurde. Mit insgesamt rund 100 Komplizinnen und Komplizen werden die 10 Gebotstafeln ökologisch mit Sackkarren verschoben. Ein gemeinsamer Kraftakt, der aufzeigen kann: «Je mehr mithelfen, desto grösser die Chance, dass wir diesen Weg bewältigen – ein Gedanke, der auch in Bezug auf die ökologische Krise inspiriert», so das MfK.

Immer beim Erreichen einer Gemeinde wird am Wegrand eine Plakette montiert. So entsteht ein neuer Reflexionsweg, der künftig als kontemplative Herausforderung begangen werden kann. Denn Zeit zum Nachdenken werden alle haben, die sich auf dieses Abenteuer einlassen. 

Unterwegs sind alle Interessierten eingeladen, den partizipativen Umzug auf einem Wegstück zu begleiten und damit Teil dieser ungewöhnlichen Verschiebung zu werden.

Die riklinsche Aktion ist der grosse Auftakt zum neusten Projekt des Museums für Kommunikation. Unter dem Titel «Planetopia – Raum für Weltwandel» befasst sich das Museum in den nächsten zwei Jahren mit der ökologischen Krise und will neue Perspektiven zu diesem grössten Kraftakt der Gegenwart vermitteln. Mit den zehn Geboten der Riklin–Brüder, die zu nachhaltigem Denken und Handeln anregen, hat sich eine ideale Zusammenarbeit ergeben.

Über Frank und Patrik Riklin

Die St.Galler Konzeptkünstler gehen in ihrem Atelier für Sonderaufgaben seit 20 Jahren der Frage nach, inwieweit sich das Potential der Kunst erweitert, wenn sie den repräsentativen Rahmen verlässt und direkt in sozial–gesellschaftliche Realitäten eingreift. Frank und Patrik Riklin rütteln an verschiedenen Systemen des Alltags und erschaffen neue Wirklichkeiten. Mit den Werken «Null Stern Hotel / Zero Real Estate» (2008/2016), «BIGNIK» (2012–2043) und «Fliegen retten in Deppendorf» (2012) haben sie in den vergangenen Jahren internationale Bekanntheit als Konzeptkünstler erreicht.

Die «Zehn Gebote Vol. 2»

I. Believe in the urgency of your thoughts.
II. Trust insanity and question the conventional.
III. Break in so others can break out.
IV. Venture into new territories and surprise yourself.
V. Create new realities and make them happen.
VI. Be convinced and you will not need courage.
VII. Endure criticism as it drives discourse.
VIII. Accept antagonism as it is a sign that something new is happening.
IX. Do not look for customers find accomplices.
X. Keep processes going even if they seem to end. 

Mehr:

https://uploads-ssl.webflow.com/606e0b6cedeebe70b8affaf7/60ae6ce2fce1b70cd9888f3b_20210525_Zehn Gebote Volkonvertiert.pdf

Kontakt:

https://sonderaufgaben.ch

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  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 30. Juni 2021
  • Bildende Kunst, Fotografie, Grafik, Architektur, Design

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