Die Dätwyler-Stiftung vergibt den Dätwyler-Preis dieses Jahr dreimal. Ausgezeichnet werden der Urner Kulturjournalist und Medienpionier Felix Schenker, die Musikerfamilie Gehrig aus Andermatt sowie die beiden Vereine Urner Ferien(s)pass und Sportpass Uri gemeinsam. Der Preis ist mit je CHF 20'000 dotiert. Die Dätwyler-Stiftung vergibt den Dätwyler-Preis in der Regel alle drei Jahre. Sie zeichnet damit Persönlichkeiten und Institutionen aus, «die durch herausragende Einzelleistungen oder durch langjähriges, nachhaltiges Wirken das kulturelle und gesellschaftliche Leben im Kanton Uri entscheidend prägen». Der Stiftungsrat hat entschieden, den Preis 2026 dreimal zu vergeben.

Bild: Felix Schenker – Foto: © https://arttv.ch
Felix Schenker – ein Pionier des digitalen Kulturjournalismus
«Felix Schenker zählt zu den bedeutendsten Kulturjournalisten und Medienpionieren der Schweiz. Als Gründer und Chefredaktor der 2004 gestarteten Onlineplattform ‹arttv.ch› hat er früh die Möglichkeiten der digitalen Kulturvermittlung erkannt. Mit mehreren Tausend Videobeiträgen entwickelte sich die Plattform auch zu einem einzigartigen audiovisuellen Archiv des zeitgenössischen Kulturschaffens. Mit der Lancierung des multimedialen Kulturmagazins ‹Click› entwickelte er seine Tätigkeit kontinuierlich weiter», schreibt die Dätwyler-Stiftung.
Weiter heisst es in der Begründung: «In einer Zeit, in der klassische Medien ihre Kulturberichterstattung zunehmend reduzierten, schuf Felix Schenker eine unabhängige Plattform, die Kulturschaffenden und Institutionen eine nachhaltige Öffentlichkeit bietet. Seine Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarkeit der Schweizer Kulturszene – auch mit einem besonderen Fokus auf den Kanton Uri.
Bereits in den 1990er-Jahren war Felix Schenker als bildender Künstler sowie Kunstvermittler tätig und engagierte sich intensiv für die regionale Kunstszene, unter anderem als Gründungsmitglied der Künstlervereinigung ARTURI und als Betreiber einer Galerie für Gegenwartskunst in Luzern. Der Dätwyler-Preis würdigt sein Lebenswerk als Kulturvermittler und seinen prägenden Beitrag zur Entwicklung des digitalen Kulturjournalismus».

Bild: Maria, Franz und Fränggi Gehrig (von links) – Foto: zVg
Familie Gehrig – Volksmusik zwischen Tradition und Innovation
Mit Franz, Maria und Fränggi Gehrig wird eine Familie ausgezeichnet, die die Volksmusik im Kanton Uri auf besondere Weise lebt, weitergibt und erneuert. «Franz Gehrig wirkte über Jahrzehnte als Lehrer in Andermatt sowie als Ski- und Musiklehrer und prägte Generationen von Kindern und Jugendlichen. Als Kirchenmusiker und Initiator zahlreicher Projekte schuf er wichtige Grundlagen für das musikalische Leben in der Region. Sein Engagement wirkte weit über den Unterricht hinaus und bildete auch die Basis für die musikalische Entwicklung seiner Familie.», schreibt die Dätwyler-Stiftung.
«Maria Gehrig als professionelle Musikerin und Musikpädagogin mit Masterabschlüssen in Musikpädagogik und in Musik-Performance ist eine wichtige Stimme für das musikalische Erbe des Kantons Uri und des Urserentals. Sie bewegt sich in ihrem Schaffen zwischen traditioneller Volksmusik, Klassik und modernen Einflüssen. Sie verbindet künstlerische Qualität mit Vermittlungsarbeit und trägt wesentlich zur Weiterentwicklung der Volksmusik bei.», schreibt die Stiftung.
«Fränggi Gehrig studierte Akkordeon im Profil Jazz mit Schwerpunkt Volksmusik und Komposition. Er steht als schweizweit gefragter Komponist und Akkordeonist für eine neue Generation von Volksmusiker:innen, die Tradition und Innovation miteinander verbinden und neue Klangwelten erschliessen. 2016 erhielt er den Anerkennungspreis der Fondation Suisa in der Kategorie ‹Neue, aktuelle Volksmusik› und 2020 das Urner Werkjahr der Kunst- und Kulturstiftung Uri.», ist weiter zu lesen.
«Gemeinsam verkörpert die Familie Gehrig das Zusammenspiel von Herkunft, Professionalität und künstlerischer Erneuerung. Ihr Wirken ist ein eindrückliches Beispiel für die Lebendigkeit der Volksmusik als kulturelle Ausdrucksform», hält die Dätwyler-Stiftung fest.
Urner Ferien(s)pass und Sportpass Uri – Engagement für die junge Generation
«Mit dem Urner Ferien(s)pass und dem Sportpass Uri werden zwei eigenständige Vereine gemeinsam ausgezeichnet, die sich in beispielhafter Weise für Kinder und Jugendliche im Kanton Uri engagieren. Beide Programme stehen für Chancengleichheit, Integration und Gemeinschaft. Sie ermöglichen Kindern unabhängig von ihrem Hintergrund Zugang zu vielfältigen Freizeitangeboten und stärken gleichzeitig das gesellschaftliche Leben im Kanton Uri. Das Engagement der zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfer sowie der beteiligten Institutionen ist dabei von zentraler Bedeutung», lobt die Stiftung.
Quellen / Mehr / Kontakte:
https://www.daetwyler-stiftung.ch/aktuell/neuigkeiten/beitraege/daetwyler-preis-42e91.html
https://www.fraenggigehrig.com/projekte/h%C3%BC%C3%BCsm%C3%BCsig-gehrig
https://urnerferienpass.feriennet.projuventute.ch/topics/teilnahmebedingungen
https://sportpassuri.feriennet.projuventute.ch/topics/uber-uns

Bild: Basteln mit Gips, 2024 – Foto: © Urner Ferien(s)pass, https://urnerferienpass.feriennet.projuventute.ch/photoalbum/
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Kommentare von Daniel Leutenegger